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Hanföl

Hanföl hat je nach Herstellungsart andere Farben und schmeckt nussig. Es enthält einen hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren, darunter auch Gamma-Linolensäure.

Hanföl besteht aus gepressten Hanfsamen und enthält keine nennenswerten Mengen des psychoaktiven Wirkstoffes Tetrahydrocannabinol (THC). Es findet vielseitige Verwendung in der Küche und sein Fettsäurespektrums enthält alle für den Menschen wichtige essentielle Fettsäuren.

Allgemeine Information:

Aus Wikipedia: "Hanföl ist ein fettes Pflanzenöl, das aus den Samen des Hanf (Cannabis sativa) gewonnen wird. Es ist abzugrenzen gegenüber dem ätherischen Öl des Hanfs, welches durch Destillation aus Blättern und Blüten des Hanfs gewonnen wird, sowie Haschischöl, das als Harzextrakt aus dem Harz des Hanfs produziert wird."

Herstellung:

"Die Samen werden bei der Aufbereitung der geernteten Hanfpflanzen gewonnen und weiterverarbeitet. ... Will man Öl aus den Samen gewinnen, so müssen sie in einer Ölmühle gepresst werden. Am besten eignet sich hierfür die Kaltpressung, da hier die Presstemperatur etwa zwischen 40 °C bis 60 °C liegt, und somit die wertvollen Inhaltsstoffe des Hanföls nicht durch Hitze geschädigt und reduziert werden."

Eigenschaften:

"Hanföl gehört zu den fetten Ölen ... Die Farbe unterscheidet sich je nach Herstellungsart. So ist kaltgepresstes Hanföl grün-gelblich, warm gepresstes dagegen dunkelgrün. Hanföl riecht krautig und aromatisch und besitzt einen grün-nussigen Geruch. Der Geschmack schwankt von nussig zu krautig.

Der Flammpunkt liegt zwischen 170 und 220 °C, der Schmelzbereich etwa zwischen −25 und −15 °C. Hanföl setzt sich neben diversen anderen Pflanzenstoffen, wie zum Beispiel Chlorophylle, Carotinoide und Vitaminen, zum größten Teil aus Fettsäuren (über 80 % sind ungesättigte) zusammen. Für die menschliche Ernährung sind vor allem die in dem Öl enthaltenen mehrfach ungesättigten Fettsäuren von größerer Bedeutung, insbesondere Linolsäure und Alpha-Linolensäure, die beiden für den Menschen essenziellen Omega-n-Fettsäuren sowie Gamma-Linolensäure, eine in Speiseölen seltene Omega-6-Fettsäure. Deren Gehalt in Hanföl ist mit bis zu 4 g/100 g" bemerkenswert."

Zusammensetzung:

"Angaben je 100 g: Fett ≈ 90 g (ungesättigte Fettsäuren ≈ 80 g), Brennwert ca. 3.350 kJ (800 kcal), Cholesterin < 1,00 mg

Fettsäurezusammensetzung pro 100 g:
Linolsäure ca. 50 g, α-Linolensäure bis zu 25 g, Ölsäure 10–15 g, Palmitinsäure 7 g, γ-Linolensäure bis zu 4 g, Stearinsäure 3 g, Gadoleinsäure < 0,5 g, Stearidonsäure 0,4–2 g

Daneben enthält Hanföl auch diverse andere Pflanzenstoffe, die durch das Pressen mit herausgelöst werden, so z. B. Chlorophylle und Carotinoide, die auch für seine Färbung mitverantwortlich sind. Weiterhin sind auch relativ große Mengen an Tocopherol (ca. 80 mg/100 g, davon 85–90 % γ-Tocopherol) und Phytosterinen (3,6–6,7 g/kg) enthalten."

Verwendung:

  • Küche: "Einsatz findet es vor allem wegen seines nussigen Geschmacks als Speiseöl bei der Zubereitung von Salaten, Dressings, Soßen, Marinaden und Brotaufstrichen. Wegen seines relativ niedrigen Rauchpunktes von etwa 165 °C sollte es jedoch nicht zum Braten oder Frittieren verwendet werden, da sich sonst die Fettsäuren bei einer höheren Temperatur zersetzen und sich so auch der Geschmack des Öls ändern würde. Unbedenklich ist dagegen die Nutzung von Hanföl zum Dünsten und Dämpfen."
     
  • Kosmetik und Medizin: "Hanföl wird in der Kosmetikindustrie bei der Herstellung verschiedenster Produkte wie Massageölen, Salben, Cremes, Seifen und Shampoos verwendet. In der Medizin dient es zur Behandlung von Entzündungen der Ohren, der Nase und des Rachens sowie speziell in der Dermatologie bei entzündlichen Hauterkrankungen"

Weitere Anwendungen des Öl finden sich als technisches Öl in der Industrie aber als Biokraftstoff macht man noch keinen Gebrauch (Stand: August, 2016)

Haltbarkeit:

"Wird das Hanföl luftdicht verschlossen aufbewahrt, so beträgt die Haltbarkeit mindestens 60 Wochen."