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Bärlauch, getrocknet

Getrockneter Bärlauch ermöglicht es vielen Speisen eine unverwechselbare Note zu geben, doch besitzt er nur einen geringen Anteil seines ursprünglichen Aromas.

Bärlauch eignet sich roh oder gekocht zur Verfeinerung verschiedener Speisen. Er dient als Zutat für Salat, findet aber auch zum Würzen von Suppen und Saucen Verwendung. Des Weiteren hat Bärlauch eine beruhigende Wirkung bei Magen- und Darmbeschwerden.

Allgemeine Information:

Aus Wikipedia: "Der Bärlauch (Allium ursinum) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Allium und somit verwandt mit Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch. Die in Europa und Teilen Asiens vor allem in Wäldern verbreitete und häufige, früh im Jahr austreibende Pflanzenart ist ein geschätztes Wildgemüse und wird vielfach gesammelt. Bärlauch wird auch Bärenlauch, Knoblauchspinat, wilder Knoblauch, Waldknoblauch, Rinsenknoblauch, Hundsknoblauch, Hexenzwiebel, Zigeunerlauch, Ramsen oder Waldherre genannt."

Getrockneter Bärlauch:

Bärlauch büsst bei herkömmlichen Trocknungsprozessen einen erheblichen Teil seines Aromas und Geschmacks ein. Meist verwendet man für solche Vorgehensweisen einen Dörrautomat, den Ofen oder lässt die Blätter an der Luft trocknen. Erstere Variante ist die schnellste, beim Ofen hingegen ist mehr Zeit vonnöten und der Geruch breitet sich überall aus. Beim Trocknen an der frischen Luft sollten man die Blätter so positionieren, dass sie sich an einem schattigen aber gut durchlüfteten Ort befinden um Schimmelbildung vorzubeugen. Von genannten Trocknungsmethoden nehmen viele Feinschmecker allerdings Abstand, da resultierende Produkte geschmacklich starke Qualitätseinbussen zu frischen Bärlauch aufweisen. Anders verhält sich die Gefriertrocknung, welche den charakteristischen Gout besser zu konservieren weiss, aber hauptsächlich in der Lebensmittelindustrie Anwendung findet.

Bärlauch konservieren:

Um den Geschmack besser als beim Trocknen zu konservieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Diese beinhalten die Weiterverarbeitung von frischem Bärlauch in Form von Bärlauch-Pesto, Bärlauchpüree, Bärlauchbutter oder gar Bärlauchöl. Bei entsprechender Lagerung sind diese Produkte über Monate ohne grosse Qualitätsabstriche konservierbar. Für eine kurzfristige Lagerung frischer Blätter lohnt es sich, diese nach dem Sammeln und vorsichtigem Abwaschen (Druckstellen vermeiden) entweder als Ganzes einzufrieren, oder für den Einsatz für Suppen und Saucen zuerst zu zerkleinern.

Verwendung in der Küche:

"Der Bärlauch ist eine altbekannte Gemüse-, Gewürz- und Heilpflanze. Die Pflanze ist zwar komplett essbar, genutzt werden aber vorwiegend die Blätter, oft auch mit den Stängeln, frisch als Gewürz, für Dip-Saucen, Kräuterbutter und Pesto oder ganz allgemein als Gemüse in der Frühjahrsküche. Durch Milchsäuregärung erzeugter Bärlauch-Gimchi kann auch für viele Monate haltbar bleiben.

Durch Hitzeeinwirkung werden die schwefelhaltigen Stoffe verändert, wodurch der Bärlauch viel von seinem charakteristischen Geschmack verliert. Daher wird er meist roh und klein geschnitten unter Salate oder andere Speisen gemischt. Im Frühjahr kann Bärlauch auch den Schnittlauch oder das Zwiebelkraut ersetzen."

Verwendung in der Medizin:

"In der Volksmedizin wird der Bärlauch heute bei Magen-Darmstörungen eingesetzt, aufgrund seiner antibakteriellen Wirkung gegen Gärungsdyspepsien sowie als Karminativum. Weitere Einsatzbereiche sind als Antihypertonikum und Antiarteriosklerotikum.

Auch in der Naturheilkunde kommt Bärlauch als Heilmittel oft zur Anwendung. Die Heilwirkung ist den zahlreichen in ihm enthaltenen, überwiegend schwefelartigen ätherischen Ölen zuzuschreiben, die sich positiv auf Verdauung, Atemwege, Leber, Galle, Darm und Magen auswirken. Des Weiteren ergibt sich eine effektive Heilwirkung bei Arteriosklerose, Bluthochdruck und Darmerkrankungen. Zudem wirkt er Stoffwechsel anregend und wirkt sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus und hilft zudem bei Wurmbefall."