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Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

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Meerrettichbaum (Moringa, Wunderbaum) Blatt, roh

Der Meerrettichbaum (Moringa, Wunderbaum) ist sehr nährstoffreich. Schoten und Blätter isst man als Gemüse, die Wurzeln verwendet man als scharfes Gewürz.
43/49/07
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Anmerkung: Diese Pflanze ist nicht mit der gleichnamigen Pflanze "Wunderbaum (Ricinus communis)" zu verwechseln, die zur Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae) gehört und aus der sich Rizinusöl gewinnen lässt.

Allgemeine Information:

Der Meerrettichbaum, auch Wunderbaum oder Moringa Oleifera genannt, ist in Europa ziemlich unbekannt. 

In Indien gehört die Moringa-Pflanze aber seit Jahrtausenden zum Speiseplan. Charakteristisch für den Moringa-Baum ist sein kurzer, angeschwollener Baumstamm und seine langen, herabhängenden Bohnenfrüchte, die wie Drumsticks aussehen. Daher auch die Bezeichnung "Trommelstockbaum“. Der deutsche Name Meerrettichbaum leitet sich vom Gehalt an Senfölglykosiden ab, die dazu führen, dass die Wurzeln des Moringa-Baumes stechend brennend wie Meerrettich riechen.

Man verarbeitet die Früchte und Blätter zu Gemüse oder nimmt die scharf schmeckenden Wurzeln als Gewürz für unterschiedliche Gerichte. Man kann die Moringa-Wurzel mit dem Meerrettich vergleichen. Aus den Samen gewinnt man das Behenöl, daher der Name Behennuss.

Die essbaren Pflanzenteile, vor allem die Blätter und Früchte, haben einen hohen Nährwert und sind reich an Antioxidantien, Proteinen, Mineralstoffen und Vitaminen.

Aus den Moringa-Samen presst man ein Pflanzenöl, das sehr lange haltbar ist. Früher verwendete man es als Schmieröl oder zur Herstellung von Seife und Kosmetika. Man kann es auch zu Brennzwecken und als Biodiesel nutzen. Forschungen in den letzten Jahrzehnten haben gezeigt, dass die Samen zur Aufbereitung von Trinkwasser geeignet sind. In einigen Gegenden trocknet man die Samen und isst sie wie Nüsse.

Vorkommen und Zuchtformen:

Aus Wikipedia: "Ursprünglich stammt der Baum aus der Himalaya-Region in Nordwestindien, wächst allerdings inzwischen weltweit in den Tropen und Subtropen – vor allem in Ländern Afrikas, Arabiens, Südostasiens, Südamerika und den karibischen Inseln – und wird seit Jahrzehnten in Südindien intensiv kultiviert, was sich – wenn auch nur sehr langsam – ebenfalls in Ostafrika beobachten lässt. Allerdings wird dort der Baum vorzugsweise als natürliches Heilmittel in den verschiedensten Anwendungsbereichen benutzt.  In armen Regionen (z. B. Niger) wird Moringa als primäre Lebensmittelquelle angebaut, da die Pflanze sich zur Bekämpfung der Mangelernährung dieser Regionen eignet.

Der schnellwüchsige Baum erreicht im ersten Lebensjahr eine Höhe von 5 bis 8 m. Ein junger Baum wächst in Ostafrika und Indien unter natürlichen Bedingungen pro Jahr bis zu 8 m gerade in die Höhe, wenn er nicht gestutzt wird. Die Wurzel ist rübenartig verdickt, der Stamm ist relativ kurz mit einem Durchmesser von bis zu 25–40 cm. In alter ostafrikanisch-englischer Tradition wird der Baum auch heute noch vielfach als „Newer deat“ bezeichnet, was vor allem auf seine beinahe unverwüstliche Ausdauer in sehr heißen und trockenen Gebieten hinweist."

Inhaltstoffe:

Alle Pfanzenteile der Moringa, vor allem die Wurzeln, enthalten Senfölglycoside. In den Rinden der Wurzel sind toxische Alkaloide enthalten, weshalb man diese vor dem Verzehr entfernen muss. Die Blätter weisen unter den essbaren Anteilen des Meerrrettichbaums den höchsten Gehalt an Proteinen, Vitaminen (vorallem B-Vitamine) und Mineralstoffen (vor allem Calcium, Eisen, Kalium, Mangan und Magnesium) auf. Siehe als Vergleich die Nährwert und Inhaltsstofftabellen der Schoten (Drumsticks).

Trotz dieser Nährstoffdichte sollte man sich vor falschen Versprechungen und Suggestionen, über den Gehalt von beispielsweise Vitamin B12, den die Pflanze haben soll, hüten. Dabei sind höchstens inaktive Vitamin-B12-Analoga messbar, die aber keine aktive Wirkung im Körper haben. Sie verstopfen die B12-Rezeptoren sogar!

Die Art der Werbung für Moringa als "Superfood" ist auch in Hinsicht der Nährstoffmengen oft unkorrekt und verwirrend. Zwar bringt Moringa, als ursprüngliches Blattgemüse, gute Nährwerte mit sich, doch da in den europäischen Ländern kaum Blätter zu finden sind, verwendet man zumeist die getrocknete Form, das Moringa-Blatt-Pulver. Da ein Grossteil der Blätter, wie bei Pflanzen üblich, aus Wasser besteht, sind die Nährwerte im Pulver durch den Trocknungsprozess stark konzentriert vorhanden, wodurch ein falsches Bild entsteht. Davon abgesehen, nimmt man vom Pulver, , verglichen mit der frischen Pflanze, lediglich kleine Mengen zu sich und somit auch kleinere Mengen der genannten Nährstoffe - und kein B12!

Verwendung in der Küche:

Die Blätter des Moringabaumes isst man in den Ursprungsländern roh und frisch als Salat oder gekocht als Gemüse ähnlich wie Spinat. 

Die jungen Blätter isst man wesentlich seltener als Gemüse, weil der Aufwand bei der Ernte relativ hoch ist. Die Pflanze ist salzhaltig, daher muss man mit dem Nachsalzen vorsichtig sein.

Den Saft der Moringablätter trinkt man in Indien als Zusatzgetränk oder als Saft-Diätetik zur Vorsorge und Bekämpfung von Mangelernährung.

Die Blätter sind bei uns in der Regel in getrockneter, zu Pulver vermahlener Form erhältlich. Man kann sie jedoch frisch in einigen indischen Supermärkten oder online erhalten.

Verwendung in der Medizin:

"Der Saft wird verwendet, um den Blutdruck zu stabilisieren. Blätter wirken entzündungshemmend. Mit den Wurzeln werden rheumatische Beschwerden kuriert. Das in der Wurzel enthaltene Alkaloid Spirochin und Moringine wirkt bakterizid, weshalb zwischenzeitlich auch eine Verwendung als Antibiotikum sowie im biologischen Pflanzenschutz geprüft wird."


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