Stiftung für Gesundheit & Ernährung

Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

Zimtstange

Die Zimtstange schmeckt dank den ätherischen Ölen aromatisch und süss. Sie wirkt magenstärkend, harntreibend, abführend, menstruationsfördernd und blutstillend.
94/05/01  LA:ALA
Drucken

Die Zimtstange verwendet man zur Aromatisierung verschiedenster Speisen. Es gibt zwei Hauptsorten unterschiedlichen Ursprungs, namentlich Cassia- und Ceylon-Zimt, die sich auch von den Inhaltsstoffen unterscheiden.

Allgemeine Information:

Aus Wikipedia: "Der Zimt (mhd. zinemīn; lat. cinnamum, griech. κιννάμωμον kinnámōmon, aus dem Semitischen), veraltet auch Zimmet, ist ein Gewürz aus der getrockneten Rinde von Zimtbäumen.
Quelle war ursprünglich der Echte oder Ceylon-Zimtbaum (Cinnamomum verum J. S. Presl) aus Sri Lanka, Burma und Bangladesh; später - und heute mengenmäßig überwiegend - auch die Zimtkassie (Cinnamorum cassia) aus Seres (China), weiterhin der arabische und ägyptische Cinnamomum, selten auch das Indische Lorbeerblatt (Cinnamomum tamala oder Mutterzimmt).

Zimt kommt gemahlen als typisch braunes Pulver, ganz als Zimtstange (zusammengerolltes, röhrenförmiges Rindenstück) oder als Zimtblüten in den Handel. Stangenzimt wird auch Kaneel genannt (frz. cannelle „Röhrchen“, lat. canna „Rohr“)."

Inhaltsstoffe:

In Zimt sind verschiedene ätherische Öle enthalten. Zu diesen gehören Zimtaldehyd, Eugenol, Linalool, Benzaldehyd, Pinen und Cymen. Des Weiteren sind auch Gerbe- und Schleimstoffe enthalten.

Verwendung in der Küche:

"Zimt wird häufig zur Aromatisierung von Heißgetränken (Tee) und Spirituosen verwendet, in der indischen und vorderorientalischen Küche auch für Fleischgerichte. Man benutzt einen Teil der Rinde (lateinisch Cinnamomi Cortex) des Ceylon-Zimtbaums und zwar deren dünne Innenschicht zwischen Borke und Mittelrinde, die sich röhrenartig zum Stangenzimt (bzw. zur Zimtstange oder Zimtröhre) zusammenrollt, sobald sie vom Holz getrennt wird. Es werden sechs bis zehn Stück der feinsten Innenrinde ineinandergeschoben, und man lässt sie trocknen. Je dünner die Rinde, desto feiner ist das Aroma, das die Stange abgibt. Diese Zimtrollen lassen sich lange verwenden, weil sie ihr Aroma nur langsam verlieren."

Verwendung in der Medizin:

"Von der Antike bis in die Frühe Neuzeit galt die Zimtrinde als heilsam unter anderem bei Husten und Schnupfen, als magenstärkend sowie harntreibend, abführend, menstruationsfördernd, aber auch blutstillend, zum Beispiel bei Hämorrhoiden. ... Zimtöl und Zimtrinde weisen eine gute antimikrobielle Aktivität aus. Dies geht vor allem auf die Wirkung des Zimtaldehyds zurück, die Hauptkomponente des im Zimt enthaltenen ätherischen Öls; besonders aktive Komponenten sind aber auch p-Cymol, Linalool und o-Methoxyzimtaldehyd."

Ceylon vs. Cassia-Zimt und gesundheitliche Risiken:

Die auf dem Weltmarkt mengenmässig stärker vertretene Zimtsorte ist der preisgünstigere Cassia-Zimt aus China, welche den Ceylon-Zimt aus Sri Lanka abgelöst hat.
Der Ceylon-Zimt hat ein milderes und zurückhaltenderes Aroma, was unter anderem an dem Phenylpropanoid Eugenol liegt, welcher beim kräftigeren Cassia-Zimt kaum vorhanden ist. Letzterer enthält aber wesentlich mehr Cumarin wodurch man in Puncto inhaltlicher Zusammensetzung den teureren Ceylon-Zimt bevorzugen sollte, wie der nachfolgende Abschnitt verdeutlicht:

"In Zimt, vor allem im billigeren Cassia-Zimt oder chinesischen Zimt, ist Cumarin enthalten, das in hohen Dosen als gesundheitsschädlich gilt. In Fertigprodukten wird fast ausschließlich dieser aus China, Indonesien oder Vietnam stammende Cassia-Zimt verarbeitet.

Der Cumarin-Anteil beider Zimtsorten unterscheidet sich erheblich: Während er beim Cassia-Zimt bei ca. 2 g Cumarin pro kg liegt, finden sich in der gleichen Menge Ceylon-Zimt nur ca. 0,02 g Cumarin. ... Cumarin kann bei Überdosierung und bei empfindlichen Menschen Kopfschmerzen verursachen. Bei starken Überdosierungen können Leberschäden, Leberentzündungen und möglicherweise auch Krebs auftreten, wie in Tierversuchen mit Ratten festgestellt wurde. ... Vergleichbare Studien am Menschen wurden nicht durchgeführt. ... Im häuslichen Bereich wird empfohlen, den teureren Ceylon-Zimt zu verwenden, der in Asia-Shops ..., Reformhäusern, Apotheken oder Drogeriemärkten bezogen werden kann und aufgrund des geringen Cumarin-Gehalts als unbedenklich gilt. ..."

Ätherisches Öl:

"Man unterscheidet das ätherische Öl aus den Blättern von dem aus der Rinde, das mittels Wasserdampf-Destillation gewonnen wird. Das Zimtblätteröl besteht aus 80 % Phenolen, Sesquiterpenen, Aldehyden und Estern. Das Zimtrindenöl hat 70 % Zimtaldehyd, 10 % Phenole, Monoterpene, Sesquiterpene, Ester und Monoterpenole als Inhaltsstoffe. Beide ätherischen Öle sind sehr hautreizend.

Ätherisches Öl aus den Zimtblättern und der Zimtrinde darf in der Schwangerschaft nicht verwendet werden, da es wehenfördernd wirkt. Wenn jedoch die Geburt schwer vorangeht, können durch die Anwendung von Zimt Wehen stimuliert werden. Für Zimtaldehyd konnten im Versuch fördernde Effekte auf die Progesteronsynthese nachgewiesen werden."

Lagerung von Zimt:

Um das Aroma optimal zu konservieren, sollte man die Zimtstangen an einem lichtgeschützten und trockenen Ort aufbewahren.


Drucken