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Knoblauchgranulat oder Knoblauchpulver

Knoblauchgranulat oder Knoblauchpulver ist eine nicht ganz natürliche aber angenehme Alternative zu Knoblauch. Es ist zumindest 5 Mal konzentrierter als Knobli.

Knoblauchgranulat (Knoblauch Granulat) besteht aus feinen Körnchen mit lockerer Konsistenz. Es gibt auch Knoblauchpulver, das so fein wie etwa Mehl gemahlen ist. Der Inhalt sollte getrockneter Knoblauch sein. Durch das Trocknen hält sich Knoblauch und ist fünf bis zehn Mal konzentrierter. Pulver löst sich praktisch auf und stört nicht bei Salatsaucen, beim Granulat sind feine Körnchen vorhanden, was sich für feste Speisen eher eignet.

Herstellung:

Bei der Herstellung versucht man das Alliin-Alliinase-System zu erhalten und durch Wasserentzug ein Weiterreagieren von bereits gebildetem Allicin zu verhindern.

Dazu dient rasches Zerschneiden in ca. 5 mm dicke Scheibchen und sofortiges Trocknen bei ca. 60 °C, denn Gefriertrocknung bietet da keine Vorteile. Danach pulverisiert oder zerkleinert man die Scheibchen. Knoblauchpulver enthält ca. 0,5 bis 2,5 % Allicin und weitere Schwefelverbindungen wie Scorinine (Thioglykoside) und das intakte Enzym Allinase. Dazu kommen Glutamylpeptide, Steroid- und Triterpensaponine (z.B. Alliospiroside, Sativoside ), Lectine, Flavonoide, Polysaccharide, da besonders Fructane, Adenosin und Selenverbindungen.

Aus Knoblauch stellt man auch Ölmazerate und ähterisches Knoblauchöl her. Auch gibt es Knoblauchtrockenextrakt (Aged Garlic Extract). Dabei legt man die Scheibchen in 15-20 %iges Ethanol und lässt die Mischung bei Raumtemperatur etwa 20 Monate stehen, was den Grossteil des Allicins in stabile Schwefelverbindungen umwandelt. Es folgt Filterung und das Eindampfen unter vermindertem Druck.

Inhaltsstoffe von Knoblauch:

Aus Wikipedia: "Der manchmal als unangenehm empfundene Geruch nach dem Genuss von Knoblauch rührt von den Abbauprodukten schwefelhaltiger Inhaltsstoffe wie dem Alliin, das zu Allicin umgewandelt wird, her. In frischem Knoblauch liegt der Alliingehalt bei 0,5 bis 1 % (bzw. 5 bis 14 mg/g). Knoblauch ist eine wichtige Selenquelle. Er wirkt antibakteriell und soll der Bildung von Thromben vorbeugen.

Die Knoblauchzwiebel enthält neben Speicherkohlenhydraten (insbesondere Fruktane) auch schwefelhaltige Verbindungen wie das geruchlose Alliin sowie deren Vorstufen, Gammaglutamylalkylcysteine, ein Addukt mit Thiamin (Allithiamin), Adenosin und Alliin-Lyasen. Diese Enzyme gelangen erst durch Verletzung der Zellen (beispielsweise beim Quetschen oder Pressen der Zehen) in Kontakt mit Alliin, wobei die Verbindung abgebaut und die eigentlichen Wirkstoffe Allicin und weitere Folgeprodukte erst gebildet und durch den roten Blutfarbstoff zu Schwefelwasserstoff umgewandelt werden. Allicin ist Ausgangsstoff für mehrere andere schwefelhaltige Verbindungen, die insbesondere beim Erhitzen von Knoblauch entstehen. Dazu gehören Diallyldisulfid, Diallylthiosulfonat und vor allem auch Ajoen, das die Eigenschaft hat, die Aggregation von Thrombozyten zu verhindern, und somit antithrombotisch wirkt."

Forschungsergebnisse:

"Eine Vielzahl von Untersuchungen ergab, dass die Inhaltsstoffe die Blutfettwerte senken und daher vorbeugend gegen arteriosklerotische Veränderungen der Blutgefäße wirken könnten. Eine Senkung des schädlichen LDL-Cholesterins konnte zwar nicht nachgewiesen werden, jedoch zeigten Metaanalysen, dass Knoblauch die Cholesterinwerte insgesamt signifikant senkt.

Eine Untersuchung mit 192 Teilnehmern, welche Darreichungsform am effizientesten ist, kam hingegen zu dem Schluss, dass Knoblauch, gleichgültig wie verabreicht, keinen signifikanten Einfluss auf HDL, LDL, Gesamtcholesterin und Triglyceride hat.

Metaanalysen von statistischen Erhebungen der vorbeugenden Ernährung sowie von Tierversuchen legen eine vorbeugende bzw. lindernde Wirkung gegen Darmkrebs nahe."

Neutralisation des Knoblauch-Geruchs:

"Nach einer Studie der Ohio State University ist Milch das beste Mittel gegen diesen Geruch, sie neutralisiert fünfzig Prozent der Schwefelverbindungen im Atem. Ein weiteres gutes Mittel gegen Knoblauchgeruch ist Chlorophyll, z. B. aus Petersilie. Auch Ingwer wird gegen Knoblauchgeruch empfohlen, ... Allerdings kann der Knoblauchgeruch generell nicht vollständig neutralisiert werden, da Geruchsstoffe teilweise auch über die Haut abgegeben werden."