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Cranberry, getrocknet, gesüsst

Mit ihrem zusätzlich gesüßten Geschmack eignen sich getrocknete Moosbeeren, auch bekannt als Cranberries, gut für Desserts, Müeslis oder als Zutat für Gebäck.

Bislang sind rund 130 Sorten der Cranberry (Moosbeere) bekannt, teils mit dunkelrot bis schwarz gefärbten Früchten. In süsser, getrockneter Form sind sie bei richtiger Lagrung wesentlich länger Haltbar.

Allgemeine Information:

Aus Wikipedia"Die Großfrüchtige Moosbeere (Vaccinium macrocarpon) − niederdeutsch Kraanbeere oder Kranbeere (von kraan, Kranich, deswegen auch Kranichbeere) − ist vor allem unter der englischen Bezeichnung Cranberry bekannt. Sie ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Heidelbeeren (Vaccinium) in der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Die englische Bezeichnung cranberry leitet sich aus crane berries („Kranichbeeren“) ab, da die Staubfäden der Blüten einen Schnabel bilden, der die ersten Siedler an einen Kranichschnabel erinnerte."

Vorkommen:

"Moosbeeren sind in Europa, Asien und Nordamerika heimisch, wobei die Amerikanische Kranbeere Vaccinium macrocarpon robuster und weniger rund ist als die eurasisch-nordamerikanische Gewöhnliche Moosbeere Vaccinium oxycoccos."

Verwendung in der Küche:

"In Deutschland werden zunehmend Kranbeeren als Backzutat entdeckt, da sie sich durch ihren herb-säuerlichen Geschmack gut von anderen Zutaten abheben. Als Beispiel ist der Ersatz der sonst üblichen Rosinen in Weihnachtsstollen zu nennen."

Inhaltsstoffe und Wirkung in der Medizin:

"Die Wirkung der Inhaltsstoffe von Kranbeeren auf Harnwegsinfekte ist umstritten. ...

Kranbeerensaft kann möglicherweise durch bestimmte Inhaltsstoffe verhindern, dass sich Bakterien an die Oberflächen der Harnwege anheften; die Erreger finden so keinen Halt und können mit dem Harn ausgeschwemmt werden. Eine entsprechende anti-adhäsive Wirkung ist belegt. Strittig ist jedoch, ob die Erreger, die durch Pili die Fähigkeit haben, sich auf Oberflächen anzuheften, auch für Harnwegsinfekte verantwortlich sind. So sind nicht alle Erreger, die Infekte verursachen, mit Fimbrien ausgestattet. Diese scheinen weniger bedeutend für Blaseninfekte als für Nierenentzündungen zu sein. Andererseits ist belegt, dass sich durch den Genuss von Kranbeeren der Gehalt an entzündungshemmender Salicylsäure im Urin und Plasma erhöht, zugleich wird durch die Salicylsäure und andere wieder ausgeschiedene organische Säuren der Harn angesäuert, was die Vermehrung von Keimen hemmen kann, erhöhte Flüssigkeitszufuhr oder ein diuretischer Effekt führt gleichzeitig zur raschen Ausschwemmung bzw. Verdünnung der Keimkonzentration. ...

Auch über den Wirkmechanismus und die Wirkstoffe von Kranbeerensaft besteht Uneinigkeit. Kranbeeren enthalten starke Antioxidantien wie Proanthocyanidine (PAC). Als wirksamer Bestandteil kommen neben Proanthocyanidinen auch 1-O-Methylgalactose, Prunin und Phlorizin in Frage. Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass für die Wirkung auf p-Fimbrien tragende E. coli höhermolekulare Inhaltsstoffe aus der Substanzklasse der Proanthocyanidine verantwortlich sind. Diese Proanthocyanidine gehören zur polyphenolischen Gruppe der Flavanole. Speziell handelt es sich in Kranbeeren hauptsächlich um Oligomere des Catechins und Epicatechins, die wegen ihrer eiweißdenaturierenden Eigenschaften auch als kondensierte Tannine bezeichnet werden. Es wurde gezeigt, dass die A-förmigen Kranbeeren-Proanthocyanidine für die Anti-Adhäsions-Wirkungen verantwortlich sind, während B-förmige Proanthocyanidine in anderen Nahrungsmitteln nur geringfügige oder keine Aktivität aufzeigen."

"Laut der Fachzeitschrift Caries Research können Kranbeeren die Bildung von Zahnbelag reduzieren. Die Wirksamkeit bei Mundinfektionen mit Streptococcus mutans beruht auf einer Hemmung der Biofilm-Produktion. Kranbeeren sind nicht wirksam gegen Besiedlung mit Bakterien in den Stirnhöhlen oder im Darm."