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Knoblauch, roh

Knoblauch senkt Cholesterinwerte - ist umstritten, doch Minderung des Darmkrebsrisikos scheint gegeben. Ist antibakteriell und wirkt gegen Thromben. Siehe Text.

Knoblauch steht für Allium sativum, eine Pflanzenart aus der Gattung Lauch (Allium), die man als Gewürz- und Heilpflanze verwendet. Genau genommen gehört auch die Varietät Allium sativum var. ophioscorodon (Syn.: Allium ophioscorodon) dazu, die man auch Schlangen-Knoblauch (nicht Schlangen-Lauch) oder Rockenbolle (Rocambole) nennt. Perlzwiebeln sind jedoch eine Lauch-Sorte. Hier behandeln wir den "gewöhnlichen Kulturknoblauch".

Es gibt zahlreichen Sorten für Herbst- und Frühjahrspflanzung und in günstigen Gebieten (Weinbau) kommt wilder Knoblauch vor. Sind die Zehen noch nicht ausgebildet, spricht man von Rundlingen (öhnlich Chinesischem Knoblauch, was eine Lauchart ist).

Geruchsmässig wirkt Knoblauch bei unterschiedlichen Menschen ganz verschieden und auch ob roh oder gekocht gegessen. Gegen unangenehmen Knoblauchgeruch wirkt Chlorophyll, z. B. aus Petersilie oder Ingwer.

Inhaltsstoffe und Forschungsergebnisse:

Aus Wikipedia: "Der manchmal als unangenehm empfundene Geruch nach dem Genuss von Knoblauch rührt von den Abbauprodukten schwefelhaltiger Inhaltsstoffe wie dem Alliin, das zu Allicin umgewandelt wird, her. In frischem Knoblauch liegt der Alliingehalt bei 0,5 bis 1 % (bzw. 5 bis 14 mg/g). Knoblauch ist eine wichtige Selenquelle. Er wirkt antibakteriell und soll der Bildung von Thromben vorbeugen.

Die Knoblauchzwiebel enthält neben Speicherkohlenhydraten (insbesondere Fruktane) auch schwefelhaltige Verbindungen wie das geruchlose Alliin sowie deren Vorstufen, Gammaglutamylalkylcysteine, ein Addukt mit Thiamin (Allithiamin), Adenosin und Alliin-Lyasen. Diese Enzyme gelangen erst durch Verletzung der Zellen (beispielsweise beim Quetschen oder Pressen der Zehen) in Kontakt mit Alliin, wobei die Verbindung abgebaut und die eigentlichen Wirkstoffe Allicin und weitere Folgeprodukte erst gebildet und durch den roten Blutfarbstoff zu Schwefelwasserstoff umgewandelt werden. Allicin ist Ausgangsstoff für mehrere andere schwefelhaltige Verbindungen, die insbesondere beim Erhitzen von Knoblauch entstehen. Dazu gehören Diallyldisulfid, Diallylthiosulfonat und vor allem auch Ajoen, das die Eigenschaft hat, die Aggregation von Thrombozyten zu verhindern, und somit antithrombotisch wirkt.

Eine Vielzahl von Untersuchungen ergab, dass die Inhaltsstoffe die Blutfettwerte senken und daher vorbeugend gegen arteriosklerotische Veränderungen der Blutgefäße wirken könnten. Eine Senkung des schädlichen LDL-Cholesterins konnte zwar nicht nachgewiesen werden, jedoch zeigten Metaanalysen, dass Knoblauch die Cholesterinwerte insgesamt signifikant senkt.

Eine Untersuchung mit 192 Teilnehmern, welche Darreichungsform am effizientesten ist, kam hingegen zu dem Schluss, dass Knoblauch, gleichgültig wie verabreicht, keinen signifikanten Einfluss auf HDL, LDL, Gesamtcholesterin und Triglyceride hat.

Metaanalysen von statistischen Erhebungen der vorbeugenden Ernährung sowie von Tierversuchen legen eine vorbeugende bzw. lindernde Wirkung gegen Darmkrebs nahe."

Trivialnamen:

Regionale und alte Namen althochdeutsch: "Chlobaloch, Chlobeloch, Chlobelouch, Chlofolouch, Chloviloich, Chlovolouch, Chnobeloch, Chnobleich. Und: Aberknoblauch, Clovalouch, Clovelouch, Gartenknoblauch, Gruserich, Klobelouch , Kloblauch, Kloblouch, Kloflok, Kluflock, Knabelach, Kniuwleng, Knobel, "Knuawlet", Knobelouch, Knoblech, Knoblich, Knoblecht, Knobleig, Knoflak, Knuflak, Knufflóek, Knuflock, Knuftlók, Kruftlók, Loech, Look."