FacebookTwitterGoogle
Diet-Health.info Stiftung G+E, Gesundheit und Ernährung Themen-Bereiche Diet-Health.info Stiftung G+E, Gesundheit und Ernährung Themen-Bereiche Diet-Health.info Stiftung G+E Themen-Bereiche

Brennnessel, grosse

Junge Triebe und Brennnessel-Blätter für Salate, Tee, Suppe oder Brennnesselspinat sind meist Urtica dioica, die "grosse", doch Urtica urens setzen wir gleich.

Brennnessel: Die grosse Brennnessel, also Urtica dioica kommt natürlicherweise überall auf der Nordhalbkugel vor. Die Samen sind aber frostkeimend. In südlichen Gebieten wie Südeuropa, Nordafrika oder Mexico kommt sie selten natürlich vor. Von den etwa 30 Urtica-Arten kommen 14 in China vor. Hauptsächlich gedeihen sie in den gemäßigten Gebieten, sowohl auf der Nord- als auch auf der Südhalbkugel. Aber es gibt auch Arten in den Gebirgen der Tropen.

Nebst der grossen Brennnessel gibt es in Nordeuropa auch die einhäusige Kleine Brennnessel (Urtica urens), die wir den Inhaltsstoffen und Verwendung gleich setzen können. Dazu gibt es die Röhricht-Brennnessel (Urtica kioviensis), sowie die aus dem Mittelmeerraum eingeschleppte Pillen-Brennnessel (Urtica pilulifera). Den besten Geschmack haben die ersten oberirdischen Pflanzenteile im Frühjahr oder bei größeren Pflanzen der oberste jüngste vegetative Bereich, die oberen zwei bis vier Blattpaare. Die Samen der Brennnessel eignen sich geröstet zum Verzehr.

Inhaltsstoffe:

Aus Wikipedia: "Kraut und Blätter enthalten zahlreiche Inhaltsstoffe, als wichtigste Skopoletin und β-Sitosterin, daneben 1 bis 2 % Flavonoide (Quercetin-, Kämpferolglykoside), 1 bis 4 % Silikate. Die Wurzel enthält zusätzlich 0,1 % eines spezifischen Lektins, des sogenannten „Urtica dioica Agglutins“. Der Brennsaft enthält Histamin, Acetylcholin und Serotonin. Die Pflanze ist reich an Vitaminen A und C, Eisen, Kalium, Mangan, und Calcium."

Verwendung:

"Die protein-, vitamin- und mineralstoffreichen Blätter der Brennsessel können ebenso wie Blüten und Samenstände als Brennnesselspinat gekocht oder als Salat verwendet werden. Besonders die jungen Triebe ergeben ein nahrhaftes, wohlschmeckendes Wildgemüse. Die Blätter stechen nicht mehr, wenn sie entweder getrocknet, gewässert, gekocht oder mechanisch bearbeitet wurden, z.B. durch Kneten in der Handfläche oder durch Rollen mit dem Nudelholz.

Nachdem die Pflanze geblüht hat und die Samenproduktion beginnt, bilden sich in den Blättern kalkhaltige Zystolithen, die reizend auf Nieren und Harnwege wirken können.

Brennnesseln werden regional in Polenta- und Püree-Gerichten sowie zur Zubereitung von Pesto und als Beigabe zu speziellen Käsesorten verwendet. Brennesselsuppe ist traditionell in Nord- und Ost-Europa verbreitet.

Speziell in Albanien werden Brennesseln als Bestandteil der Füllung von Börek-Teigtaschen (Byrek me hithra) verwendet."

Informationen zum Brennnesselsamenöl:

Aus "de.wikipedia.org/wiki/Brennnesselsamenöl": "Brennnesselsamenöl ist ein Pflanzenöl, das aus den reifen Samen der Großen Brennnessel (Urtica dioica) oder der Pillen-Brennnessel (Urtica pilulifera) gewonnen wird. Das Brennnesselsamenöl wird oft auch Brennnesselöl oder Nesselsamenöl genannt. ... Das Brennnesselsamenöl ist ein hochwertiges Speiseöl mit leicht nussigem Kräuteraroma. Die Verwendung von nur wenigen Tropfen ist empfehlenswert, da es sehr konzentriert ist. Mit einem guten Pflanzenöl wie z. B. Olivenöl, im Verhältnis 1 : 3 verdünnt, kann es für Salate, Soßen und allgemein für die kalte Küche verwendet werden."