Stiftung für Gesundheit & Ernährung

Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

Sauerkirsche, rot, roh

Die rohe, rote Sauerkirsche zeichnet sich durch ihren säuerlichen Geschmack aus. Man verwendet sie deshalb vorwiegend zur Herstellung von Marmelade und Kompott.
90/07/02  LA:ALA
Drucken

Die auch als Weichsel bekannten Sauerkirschen sind essbare Steinfrüchte gleichnamiger Pflanzenarten. Sie besitzen im Gegensatz zu der fruchtigen Süsse der als Kirsche bzw. Süsskirsche oder auch Vogel-Kirsche bezeichneten Steinfrüchte einen charakteristisch sauren Geschmack. Neben Mineralstoffen und Folsäure ist vor allem der in Sauerkirschen enthaltene Inhaltsstoff Melatonin erwähnenswert. Bei letzterem handelt es sich um ein natürliches Hormon, das eine Rolle bei der Steuerung des circadianen Rhythmus und des Schlafs spielt. Als beliebteste Sauerkirschsorte gilt die Schattenmorelle. Sie ist die meistgenutzte Kirschsorte für Backwaren aller Art, wie beispielsweise die Schwarzwälder Kirschtorte.

Allgemeine Information:

Aus Wikipedia: "Die Sauerkirsche oder Weichselkirsche, in Altbayern, Österreich und der Schweiz oft kurz Weichsel genannt, (Prunus cerasus) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Sie wird als Obstbaum genutzt.

Die Steinfrucht der Sauerkirsche hat einen Durchmesser von 15 bis 20 mm und ist mehr oder weniger kugelig. ... Das Fruchtfleisch schmeckt säuerlich und ist rot gefärbt oder ungefärbt. ... Die Sauerkirsche wird fast in der gesamten Nordhalbkugel als Obstbaum kultiviert. Die Art verwildert häufig, es sind jedoch bisher keine echten Wildvorkommen bekannt."

Unterarten: 

"Es werden meist 2 Unterarten der Sauerkirsche unterschieden:

1) Die Baum-Sauer-Kirsche, welche sich in zwei Unterarten unterteilen lässt:

  • Glas-Kirsche: Die Früchte sind hellrot, glasig und sauer. Der Saft ist ungefärbt.
  • Süßweichsel, Morelle: Die Frucht ist rot und süßsauer. Der Saft ist gefärbt.

2) Die Strauch-Sauer-Kirsche oder Schattenmorelle. Die Früchte sind dunkelrot, sauer und haben einen gefärbten Saft.

Es wird vermutet, dass die Sauerkirsche aus Kreuzungen von Vogel-Kirsche (Prunus avium) und Steppen-Kirsche (Prunus fruticosa) hervorgegangen ist."

Inhaltsstoffe und Gesundheitswert:    

"Sauerkirschen enthalten die Vitamine A, B1, B2, C und E, sowie nennenswerte Mengen an Kalium und Folsäure. Darüber hinaus sind Sauerkirschen eine reichhaltige Quelle an Anthozyanen"

Aus “dlr.rlp.de”: "Sauerkirschen enthalten im Mittel etwa 83 – 85 % Wasser, 0,9 % Roheiweiß und etwa 0,5 % Mineralstoffe (HERRMANN, 2001a).
Die wesentlichen Spurenelemente waren Eisen, Bor, Kupfer, Mangan und Zink, WILL et al. (2005). ...

Zu den wichtigsten Bestandteilen des Obstes zählen die phenolischen Inhaltsstoffe. ...  Eine Übersicht positiver gesundheitlicher Wirkung von pflanzlichen Polyphenolen zeigt folgende Auflistung:

Antioxidative Wirkung (Fänger von freien Radikalen, aggressiven Sauerstoffformen), Abfangen von Nitroseverbindungen (Krebserregende Verbindungen), Anti-Histamin-Wirkung, Verringerung der Mutagenität cancerogener Stoffe, Schutz der Blutgefäße, Unterstützung der Vitamin C Wirkung.

Die bioaktiven Komponenten können unter Umständen besser aus den Säften absorbiert werden als aus Pflanzengewebe (NETZEL et al., 2002).

REITER und TAN (2001) haben einen signifikanten Gehalt an Melatonin in Sauerkirschen nachgewiesen. Melatonin steuert im menschlichen Körper den Tag-Nacht-Rhythmus. Das Hormon wird in der Zirbeldrüse (Epiphyse) – einem Teil des Zwischenhirns – aus Serotonin produziert (WIKIPEDIA, 2006). Schlaflosigkeit kann mit Melatonin auf einem natürlichen Weg verringert werden. Die Produktion von Melatonin in unserem Körper nimmt mit zunehmendem Alter ab. Forscher hatten vorausgesagt, dass bereits kleine Mengen an Kirschen den Melatoningehalt im Blut steigern (BROWN, 2001)."

Verwendung:

Sauerkirschen zeichnen sich durch ihren sauren Geschmack aus. Daher wird diese Frucht weniger pur verzehrt, sondern für Marmeladen, Kuchen und Spirituosen Verwendet. Dabei sind gerade die rohe Frucht und der Saft sehr gesundheitsfördernd.

Ökologisch angebaute Kirschen verwenden:

Aufgrund der im konventionellen Obstanbau vorherrschenden Vorschrift, dass nur jene Kirschen für den Handel geeignet sind, welche eine maximale Madenbefallsquote von 2% nicht überschreiten, ist die Verwendung von Insektiziden oft unabdingbar. Denn der wirtschaftlich bedeutsamste Schädling ist die Kirschfruchtfliege (Rhagoletis cerasi), deren Larven sich in den Früchten von Vogel-Kirschen (Prunus avium), Sauerkirschen (Prunus cerasus), Heckenkirschen (Lonicera), Schneebeeren (Symphoricarpos) und Gewöhnlichen Traubenkirschen (Prunus) entwickeln. Die dagegen eingesetzten Insektenvernichtungsmittel haben meist schädliche Auswirkungen auf die Umwelt und können in geringen Bestandteilen auch auf die Früchte gelangen. Im Gegensatz zu der konventionellen Landwirtschaft nutzt man beim ökologischen Anbau umweltfreundliche Methoden (engmaschige Netze und insektenschädigende Fadenwürmer) und somit schützen Sie als Konsument die Umwelt und sich selbst vor möglichen Pestizidrückständen.

Wissenswertes:

"In der Imkerei sind Sauerkirschen aufgrund des Zuckergehalts ihres Nektars (9,7–15 %) und seines hohen Zuckerwerts (bis zu 1,31 mg Zucker je Tag je Blüte) eine geschätzte Trachtpflanze."


Drucken