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Sauerkirsche, rot, roh

Die rohe, rote Sauerkirsche zeichnet sich durch ihren säuerlichen Geschmack aus. Man verwendet sie deshalb vorwiegend zur Herstellung von Marmelade und Kompott.

Allgemeine Information:

Aus Wikipedia: „Die Sauerkirsche oder Weichselkirsche, in Altbayern, Österreich und der Schweiz oft kurz Weichsel genannt, (Prunus cerasus) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Sie wird als Obstbaum genutzt.

Die Steinfrucht der Sauerkirsche hat einen Durchmesser von 15 bis 20 mm und ist mehr oder weniger kugelig.... Das Fruchtfleisch schmeckt säuerlich und ist rot gefärbt oder ungefärbt. ... Die Sauerkirsche wird fast in der gesamten Nordhalbkugel als Obstbaum kultiviert. Die Art verwildert häufig, es sind jedoch bisher keine echten Wildvorkommen bekannt. 

Es werden meist 2 Unterarten der Sauerkirsche unterschieden:

Die Baum-Sauer-Kirsche, welche sich in zwei Unterarten unterteilen lässt:

Glas-Kirsche: Die Früchte sind hellrot, glasig und sauer. Der Saft ist ungefärbt.

Süßweichsel, Morelle: Die Frucht ist rot und süßsauer. Der Saft ist gefärbt.

Die Strauch-Sauer-Kirsche oder Schattenmorelle. Die Früchte sind dunkelrot, sauer und haben einen gefärbten Saft.

Inhaltsstoffe und Gesundheitswert:    

Aus dlr.rlp.de/Internet/global/themen.nsf/0/313227518f1a3f5bc125733d002ae3b9?OpenDocument”: Sauerkirschen enthalten im Mittel etwa 83 – 85 % Wasser, 0,9 % Roheiweiß und etwa 0,5 % Mineralstoffe (HERRMANN, 2001a).
Die wesentlichen Spurenelemente waren Eisen, Bor, Kupfer, Mangan und Zink, WILL et al. (2005). ...
Zu den wichtigsten Bestandteilen des Obstes zählen die phenolischen Inhaltsstoffe. ... 
Die z.B. mit der Nahrung aufgenommenen Phenole (Flavonoide) haben die Fähigkeit, eine chemische Verbindung mit den freien Radikalen einzugehen (BÖHM et al., 1998). ...

Heute wird eine Vielzahl von Krankheitsbildern auf den “oxidativen Stress” zurückgeführt. Hierzu zählen Schädigung von Zellmembranen, unterschiedliche entzündliche Prozesse wie Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse), Morbus Crohn (chronisch entzündliche Darmerkrankung), Gelenkerkrankungen (Arthritis, Arthrose), erhöhte Konzentration des Cholesterins bei chronischen Nierenerkrankungen (Hyperlipoproteinämie), Chronische Lebererkrankungen im Kindesalter, Lungenerkrankungen und Krebserkrankungen (BÖHLES, 1995).
Eine Übersicht positiver gesundheitlicher Wirkung von pflanzlichen Polyphenolen zeigt folgende Auflistung:

Antioxidative Wirkung (Fänger von freien Radikalen, aggressiven Sauerstoffformen)

Abfangen von Nitroseverbindungen (Krebserregende Verbindungen)

Anti-Histamin-Wirkung (Histamin: körpereigener Stoff, in hohen Konz. im Körper toxisch)

Verringerung der Mutagenität cancerogener Stoffe

Reduzierung von DNA-Brüchen, verursacht durch Tabakcarcinogene

Hemmung und Aktivierung von Krebsvorstufen

Hemmung der Tumorbildung und des Tumorwachstums

Schutz der Blutgefäße

Unterstützung der Vitamin C Wirkung (Abfangen freier Radikaler)

Die bioaktiven Komponenten können unter Umständen besser aus den Säften absorbiert werden als aus Pflanzengewebe (NETZEL et al., 2002).

REITER und TAN (2001) haben einen signifikanten Gehalt an Melatonin in Sauerkirschen nachgewiesen. Melatonin steuert im menschlichen Körper den Tag-Nacht-Rhythmus. Das Hormon wird in der Zirbeldrüse (Epiphyse) – einem Teil des Zwischenhirns – aus Serotonin produziert (WIKIPEDIA, 2006). Schlaflosigkeit kann mit Melatonin auf einem natürlichen Weg verringert werden. Die Produktion von Melatonin in unserem Körper nimmt mit zunehmendem Alter ab. Forscher hatten vorausgesagt, dass bereits kleine Mengen an Kirschen den Melatoningehalt im Blut steigern (BROWN, 2001).“

Verwendung:

Sauerkirschen zeichnen sich durch ihren sauren Geschmack aus. Daher wird diese Frucht weniger pur verzehrt, sondern für Marmeladen, Kuchen und Spirituosen Verwendet. Dabei sind gerade die rohe Frucht und der Saft sehr gesundheitsfördernd.