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Meersalz

Meersalz ist das Produkt von in Salzgärten verdunstetem Meerwasser. Der wohl bekannteste Vertreter auf dem Markt ist das handgeschöpfte "Fleur de Sel".

Meersalz wird meist in dafür konzipierten Salzgärten aus verdunstetem Salzwasser gewonnen, die älteste Art der Gewinnung von Salzen. Obgleich es einige Unterschiede zu anderen Speisesalzen gibt, wie beispielsweise ein geringer Anteil an Brom und kleinste Spuren von Iod und Iodid, ist seine Preferenz aus einer ernährungsphysiologischen Perspektive nicht begründbar.

Allgemeine Information:

Aus Wikipedia"Meersalz ist aus Meerwasser in Salzgärten oder durch andere Verfahren gewonnenes Salz. Im Meersalz sind neben Natriumchlorid noch Spuren von anderen Stoffen enthalten, unter anderem Salze von Kalium, Magnesium und Mangan. Steinsalz ist nichts anderes als Meersalz, das vor Millionen von Jahren durch Austrocknen von großen Meeren entstand."

Fleur de Sel und graues Salz (sel gris):

"Die Fleur de Sel (deutsch Salzblume, spanisch Flor de Sal) ist das teuerste Meersalz, es entsteht nur an heißen und windstillen Tagen als hauchdünne Schicht an der Wasseroberfläche und wird in Handarbeit mit einer Holzschaufel abgeschöpft. ...

Die Salzblume besteht im Mittel aus über 97 % Natriumchlorid, 0,5 % Calciumsulfat, 0,3 % Magnesiumchlorid, 0,2 % Magnesiumsulfat („Bittersalz“) und etwa 0,1 % Kaliumchlorid, der Rest ist verbliebenes Wasser.

Unterhalb der Salzblume wird das graue Salz (sel gris) abgeschöpft. ... Sel gris besitzt eine hohe Restfeuchte und muss in einer rostbeständigen Salzmühle oder im Mörser zerkleinert werden.

Verwendung als Speisesalz:

"Als Speisesalz kommt vor allem gewaschenes Meersalz in den Handel, das durch Umkristallisation gewonnen wird. ... Meersalz, das durch direktes Eindampfen des Meerwassers gewonnen wird, macht den geringsten Anteil der angebotenen Produkte aus.

„Beim Konsumenten erweckt die Bezeichnung ‚Meersalz‘ fälschlicherweise die Vorstellung, dass dieses Salz in seiner Mineralstoffzusammensetzung den im Meerwasser üblichen Konzentrationsverhältnissen entspricht. Aufgrund des Herstellungsverfahrens und der durch die gestiegenen Reinheitsanforderungen notwendig gewordenen Reinigungsverfahren ist dies aber praktisch nie der Fall. Zudem würde ein solches Salzgemisch, bedingt durch den wesentlich höheren Sulfat- und Magnesiumgehalt, einen leicht bitteren Geschmack aufweisen.“ (– Schweizerisches Lebensmittelbuch)

Ernährungsphysiologisch ist eine Bevorzugung von Meersalz jedoch nicht zu begründen, da es wie anderes Speisesalz auch zu 95 bis 98 Prozent aus Natriumchlorid besteht und nur geringe Mengen Mineralstoffe, aber dafür bis zu 5 Prozent Wasser als Restfeuchte enthält. Entgegen anders lautenden Werbeaussagen ist kaum Iod oder Iodid enthalten. Demgegenüber ist der Gehalt an Mineralstoffen und Spurenelementen je nach Produkt sehr unterschiedlich, aber meist so niedrig, dass bei einem Salzkonsum von zwei bis drei Gramm pro Tag (etwa ein halber Teelöffel) kein nennenswerter Beitrag zur Bedarfsdeckung geleistet werden kann. Das gilt auch für Iod, falls es nicht eigens zugesetzt worden ist."

Salzgewinnung:

"In Frankreich, Spanien, Portugal, Italien, Kroatien und einigen Ländern Afrikas, traditionell auch in China, wird Meerwasser an den Küsten in künstlich angelegte flache Becken oder flache Seen geleitet, die Salzgärten. Durch die Wasserverdunstung unter Einfluss von wärmender Sonne und feuchtigkeitsaufnehmendem Wind steigt die Salzkonzentration der verbleibenden Flüssigkeit (Salzlake) an. Nach ausreichender Aufkonzentration wird das Wasser in weitere Becken geleitet, in denen nach weiterer Verdunstung Salz am Grund der Becken auskristallisiert. ... Durch Entfernung des Restwassers oder Trockenfallen bilden sich Salzschichten, die maschinell oder manuell von den Salzbauern durch Zusammenkratzen „geerntet“ und in Haufen zwischengelagert werden. Meersalz macht geschätzt 30 Prozent der Weltsalzproduktion aus, beim Rest handelt es sich um Steinsalz."