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Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

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Preiselbeere

Preiselbeeren haben einen säuerlichen, leicht bitteren Geschmack. Sie sind reich an Vitaminen sowie Mineralstoffen und finden Anwendung bei Harnwegsinfektionen.
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Die Preiselbeere (Vaccinium vitis-idaea, Ericaceae) reift ab Ende August bis Anfang September und hat zur Erntezeit eine kräftig rote Farbe. Die Beeren gelten wegen ihrer Inhaltsstoffe als pflanzliche Arzneimittel zur Vorbeugung und Behandlung von Harnwegsinfektionen. Sie sind nicht mit den Cranberrys zu verwechseln.

Allgemeine Information:

Aus Wikipedia: "Die Preiselbeere (Vaccinium vitis-idaea), veraltet Preißelbeere, ist eine Pflanzenart aus der Gattung derHeidelbeeren (Vaccinium). Sie ist in Eurasien und Nordamerika weit verbreitet. Viele volkstümliche Namen belegen ihre weite Verbreitung und Nutzung in Mitteleuropa, wie in Nordwest-Deutschland Kronsbeere, in West- (Tirol, Salzburg) und Südost-Österreich Grante, in Südost-Deutschland Moosbeere, auch Riffelbeere oder Grestling."

Aussehen und Vorkommen:

"Die Preiselbeere wächst als immergrüner, kompakter, aufrechter bis kriechender Zwergstrauch und erreicht Wuchshöhen zwischen 10 und 40 Zentimeter. Die oberirdischen Pflanzenteile sind flaumig behaart. Die wechselständig und zweizeilig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. ... Die glänzend dunkelgrüne Blattoberseite ist kahl oder am Hauptnerv flaumig behaart. Die Blattunterseite ist angedrückt drüsig behaart. Die fünf oder sechs Paar Seitennerven sind fein und unauffällig auf beiden Blattseiten."

"Die Preiselbeere ist in Eurasien und Nordamerika weit verbreitet. ... Sie hat die für (fast) alle Arten der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae) typischen, ökologischen Merkmale: Die zwingende Symbiose mit Wurzelpilzen (Mykorrhiza) und die Kalkfeindlichkeit. Sie wächst bevorzugt auf sauren und basenarmen Böden (Sandböden, sandig-steinigen Lehmböden, saure Moorböden) mit einer sauren Rohhumusdecke, in der sie bis einen Meter Tiefe wurzeln und sich mit ihren Kriechtrieben ausbreiten kann. In Kalkgebieten ist sie auf kalkfreie Sonderstandorte beschränkt. In Mitteleuropa besiedelt sie bevorzugt sonnige Standorte in Mooren, Bergheiden und im alpinen Zwergstrauchgestrüpp, kann als Halbschattpflanze aber auch in sauren Fichten- und Kiefernwäldern gedeihen. Sie wächst auf Böden, deren Wasserhaushalt frisch bis mäßig trocken (wechselfrisch) ist."

Inhaltsstoffe:

"100 g Preiselbeeren enthalten: 148-162 kJ Energie, 88 g Wasser, 0,5 g Fett, 72 mg Kalium, 14 mg Calcium, 6 mg Magnesium und 12 mg Vitamin C. ...
Die Früchte enthalten neben Vitamin C auch die Vitamine B1, B2, B3 und Beta-Karotin (Provitamin A), an Mineralstoffen vor allem Kalium, Calcium, Magnesium und Phosphat. ...
Außerdem enthalten die Früchte Anthocyanoside und flüchtige Verbindungen, unter anderem aliphatische Alkohole und Aldehyde, Flavonoide wie Quercetin, Triterpene sowie organische Säuren wie Benzoe- und Syringasäure."

Verwendung in der Küche:

"Die Preiselbeere ist in der Küche eine weithin geschätzte und beliebte Frucht, vor allem als Beilage zu Wildgerichten und Wiener Schnitzel. Wegen ihres herbsauren Geschmacks, der auf den hohen Anteil von Fruchtsäuren zurückgeht (beispielsweise Benzoe-, Ascorbin- und Salicylsäure), wird sie allerdings nur selten roh gegessen, sondern meist als Zubereitung in Form von Kompotten und Marmeladen. Wegen des Gehaltes an Ascorbinsäure (Synonym: Vitamin C), Benzoe- und Salicylsäure, die auf Lebensmittel konservierend wirken, sind Erzeugnisse aus Preiselbeeren meist gut haltbar. Ascorbin- und Benzoesäure werden in der Lebensmittelherstellung als Konservierungsmitteleingesetzt, dagegen ist der Einsatz von Salicylsäure als Lebensmittelzusatzstoff verboten. Sie gehört zu den pharmakologischwirksamen Inhaltsstoffen der Preiselbeere."

Verwendung in der Medizin:

"Ihr Gehalt an Anthocyan lässt annehmen, dass der Genuss der Beeren oder des Saftes vor Nieren- und Harnblaseninfektionen schützt, da sie möglicherweise das Einnisten der Bakterien in der Schleimhaut verhindern. Auch zur Senkung des Cholesterinspiegels und bei der Behandlung rheumatischer Erkrankungen kann die Pflanze eventuell von Nutzen sein. Die aktuelle Forschung untersucht diese Zusammenhänge.

Die getrockneten Blätter (= Blattdroge) sind im Arzneibuch gelistet und werden als Vitis-Idaeae folium (lat. folium = „Blatt“) bezeichnet. Sie werden unter anderem als Ersatzdroge für die Blätter der Bärentraube (Uvae-Ursi Folium) verwendet."

Unterschied zu Cranberry:

Aus "de/gesund_und_schoen/naturheilkunde": Die Preiselbeere "hat einen höheren Anteil an Wirkstoffen als die Cranberry. ... Beide sind Heidekrautgewächse und beide werden bei Blasenbeschwerden eingesetzt. Es gibt jedoch deutliche Unterschiede, etwa bei Anbau und Ernte: ... europäische Preiselbeeren ... gedeihen ... ohne den Einsatz von Dünger und Schädlingsbekämpfungsmitteln und werden von Hand gepflückt. Ganz anders sind Anbau- und Erntemethoden bei der Cranberry aus den USA: Sie wird in grossflächigen Monokulturen und zum Teil unter Einsatz von Pflanzenschutzmitteln angebaut. Für die Ernte werden die Felder geflutet und die im Wasser schwimmenden Beeren danach abgeschöpft."

Wissenswertes:

"Viel Verwirrung ist dadurch entstanden, dass die amerikanische Großfrüchtige Moosbeere (Vaccinium macrocarpon, engl. cranberry) unter der Bezeichnung „Kulturpreiselbeere“ in den Markt eingeführt worden ist. Diese Bezeichnung entstammt der Sprache des Marketings und hat mit botanischen Gegebenheiten nichts zu tun. Es handelt sich um zwei völlig verschiedene Arten."


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