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Cashewnuss, roh

Cashewnuss roh ist oft eine Täuschung: Um das giftige Cardol zu deaktivieren verwendet man Erhitzung: Dampf oder Röstprozess - nur das ist der Unterschied.

Cashewnuss bzw. Kashew-Kerne sind selten wirklich als Rohkost zu bezeichnen, denn das Cardol, ein Öl in der Schale, ist toxisch. Der Kontakt mit der Schleimhaut würde schwere Verätzungen hervorrufen. Zudem ist die Schale so hart, dass man sie nur umständlich ohne vorherige Erhitzung entfernen kann. Sie ist viel härter als die der Macadamia oder Mandel. Der Baum stammt aus Brasilien, doch im 16. Jahrhundert kam er durch die Portugiesen nach Indien und später in praktisch alle tropischen Anbaugebiete. Die Kenner essen auch den Fruchtstiel (Cashew-Apfel) roh, doch ist sie etwas adstringierend-säuerlich.

Information zur Cashewfrucht und Schalenöl:

Aus Wikipedia: "Die Cashewfrucht ist ein kleines, grünlich- bis bräunliches, nieren- oder boxerhandschuhförmiges Gebilde, das an einem fleischig verdickten Fruchtstiel herabhängt. Dieser etwa 5–10 cm lange, birnen- oder paprikaförmige Fruchtstiel wird als Cashewapfel bezeichnet. Dieser ist allerdings nur eine Scheinfrucht, da er nur der verdickte Fruchtstiel und nicht die eigentliche, fortpflanzungsfähige Frucht des Cashewbaumes ist. Der Cashewapfel ist bei Reife gelborange bis rot gefärbt und wird zu Kaschu-Saft und Marmelade (Konfitüre) verarbeitet. Die am Cashewapfel herabhängende nierenförmige Cashewfrucht wird abgeerntet und daraus die bekannte Cashewnuss gewonnen."

"Cashew-Schalenöl wird aus dem mittleren Teil der Fruchtwand der Cashewfrucht gewonnen. Es wird industriell und medizinisch genutzt."

Besonderheiten:

"In kaum einem anderen Lebensmittel ist der Anteil an der essentiellen Aminosäure Tryptophan derart hoch wie bei den Cashewkernen. Tryptophan ist ein unerlässlicher Nährstoff bei der Produktion des Neurotransmitters Serotonin. Gemeinsam mit dem Vitamin B6 (Bierhefe, Kartoffeln) kann Tryptophan helfen, Depressionen zu behandeln.

Im Handel erhältliche „rohe“ Nüsse sind nicht in jedem Fall wirklich „roh“, eine Dampfbehandlung wird zumeist nicht angegeben.

Einige Menschen sind allergisch gegen Cashewkerne, allerdings ist diese Allergie wesentlich seltener als bei verschiedenen anderen Nussarten."

Cashew-Kerne und Cardol:

"Die Cashewfrucht wird auch „Elefantenlaus“ genannt und enthält die Kerne, die im deutschsprachigen Raum mit dem englischen Namen Cashew als „Cashewkerne“ oder „Cashewnüsse“ gehandelt werden.

Die Schale enthält ein toxisches Öl namens Cardol, das durch den Röstungs- oder Erhitzungsprozess deaktiviert wird. Der Kontakt des Öls mit Schleimhaut verursacht schwere Verätzungen, auf der Haut wirkt es stark reizend. Daher wird in den meisten Fällen die Schale samt den darin enthaltenen Kernen im Öl geröstet oder mit Wasserdampf behandelt, um sie leichter zu öffnen und Spuren des Schalenöls zu deaktivieren.

Die Kerne werden roh, geröstet und gesalzen, karamellisiert oder gewürzt im Handel angeboten. Ihr Geschmack ist süßlich-nussig und weniger intensiv als der von Erd- oder Walnuss.

Cashewkerne sind ein guter Lieferant von Mineralstoffen, etwa von Magnesium, das bei der Stärkung der Knochen und der Aktivität von Enzymen eine wichtige Rolle spielt. Die Kerne enthalten auch Eisen, das ein wichtiger Teil des Hämoglobins ist, eines elementaren Bestandteils roter Blutkörperchen."