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Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

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Schmalblättriges Weidenröschen, Blatt

Junge Blätter des schmalblättrigen Weidenröschen sowie junge unterirdische Pflanzenteile sind als Salatbeigabe oder Teemischung verwendbar und roh verzehrbar.
62/30/08
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Das Schmalblättrige Weidenröschen (Epilobium angustifolium) findet man entweder im Norden von Amerika (Alaska, British Columbia etc.) oder im Norden Europas (Skandinavien) und Asiens. Aber auch in hohen Lagen der Alpen ab ca. 2000 Meter über Meer ist es anzutreffen. Es bevorzugt als Rohbodenpionier Kahlschläge, Ufer, Böschungen, Fels- und Blockschutt, Trümmergrundstücke (Trümmerblume) sowie verlassene Brachflächen, Rutschgebiete etc.

Allgemeine Information: 

Aus Wikipedia"Das Schmalblättrige Weidenröschen (Epilobium angustifolium) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Weidenröschen (Epilobium) innerhalb der Familie der Nachtkerzengewächse (Onagraceae)."

Geschmack und Verwendung in der Küche:

"Die jungen unter- und oberirdischen Pflanzenteile können ähnlich dem Spargel als Salat oder Gemüse zubereitet werden. Junge, zarte Blätter sind zwar säuerlich im Geschmack (reich an Vitamin C), man kann sie aber mit milden Kräutern mischen oder als Teemischung genießen (auch als „koptischer Tee“ bekannt). "Russischer- oder Ivan-Tee" ist fermentierter Weidenröschentee. Er schmeckt dem Schwarztee ähnlich, ist aber ohne Teein (Coffein) und soll verschiedenste Heilwirkungen haben. Bienen, die die Pollen von Epilobium angustifolium sammeln, sollen besonders aromatischen Honig geben. Insbesondere die unterirdischen Pflanzenteile sind reich an Gerb- und Schleimstoffen. Früher (und teilweise auch heute noch) wurden aus den Samen des Schmalblättrigen Weidenröschens Kerzendochte geflochten.
Die nordamerikanischen Haida aus British Columbia und Alaska verarbeiteten die äußeren Fasern der Stängel zur Herstellung von Schnüren, aus welchen sie wiederum Fischernetze knüpften. Andere Indianer verwendeten die langen Samenhaare, um sie zusammen mit Ziegenwolle zu Decken und Umhängen zu weben."

Wie finden, Erscheinungsbild:

"Das Schmalblättrige Weidenröschen wächst als sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von meist 50 bis 120, selten bis zu 200 Zentimetern. Sie bildet ein weit kriechendes Rhizom als Überdauerungsorgan. Die aufrechten, im Querschnitt runden bis stumpfkantigen und meist unverzweigten Stängel sind kahl oder nur schwach behaart und bis in die Spitze dunkel-purpurn gefärbt.

Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind kurz gestielt. Die einfache Blattspreite ist schmal lanzettlich mit einer Länge von etwa 5 bis 20 Zentimeter und einer Breite von 1 bis 2,5 Zentimeter. Die blaugrün gefärbte Blattunterseite weist deutlich hervortretende Blattnerven auf. Der schwach schwielige, gezähnte Blattrand ist nach unten gebogen.

Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis August. Die zahlreichen Blüten sind in einem langen, endständigen, traubigen Blütenstand angeordnet. Im Gegensatz zu den meist radiärsymmetrischen Blüten vieler Weidenröschen-Arten, sind die Blüten des Schmalblättrigen Weidenröschens zygomorph. Die rosa- bis purpurfarbenen Blüten sind etwa 2 bis 3 Zentimeter breit. Die vier Kelchblätter sind linealisch. Die vier heller gefärbten Kronblätter sind breit abgerundet bis leicht ausgerandet und kurz benagelt."

Heilwirkungen:

"Epilobium angustifolium wird als Teedroge volkstümlich bei Prostataerkrankungen (vor allem benigne Prostatahyperplasie) und Magen- Darmerkrankungen eingesetzt. In Versuchen zeigt sich eine antimikrobielle Wirkung eines Extraktes aus Epilobium angustifolium. Bei hormonabhängigen Prostataadenomen konnten in einer Studie Auszüge aus verschiedenen Epilobium-Arten, darunter auch Epilobium angustifolium, die Apoptose der Krebszellen über eine Interaktion mit den Signalkaskaden in den Mitochondrien auslösen. Der polyphenolische Inhaltsstoff mit dem Namen Oenothein B aus Epilobium angustifolium zeigt immunmodulatorische Wirkungen."

Trivialnamen:

"Weitere deutschsprachige Trivialnamen sind Stauden-Feuerkraut, Waldweidenröschen oder Waldschlagweidenröschen. Für das Schmalblättrige Weidenröschen bestehen bzw. bestanden auch die weiteren deutschsprachigen Trivialnamen: St. Antoniekraut (Ostpreußen), Eberkraut, Feuerkraut, Krebsblumen (Schlesien bei Lauban), kurilischer Tee (bezogen auf die Blüten), Unholdenkraut und wilde Wilge (Ostfriesland)."


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