Stiftung für Gesundheit & Ernährung

Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

Bohne, grün, roh

Grüne Bohnen haben einen hohen Proteingehalt, weshalb sie ein wichtiges Grundnahrungsmittel sind. Wegen ihren Dreifachzuckern kann es zur Gasbildung kommen.
77/20/02
Drucken

In geringen Mengen lassen sich grüne Bohnen auch roh verzehren, doch sollte man es wegen des toxischen, aber durch Hitze inaktivierbaren Giftes Phasin nicht übertreiben. Speziell bei Kindern ist hier Vorsicht geboten.

Allgemeine Information:

Aus Wikipedia: "Die Gartenbohne (Phaseolus vulgaris), auch Grüne Bohne oder österreichisch Fisole, im Südosten Österreichs auch Strankerl genannt, ist eine Pflanzenart aus der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae). Sie ist in Deutschland fast immer mit dem Begriff „Bohne“ gemeint, der sich aber auch auf viele andere Nutzpflanzenarten beziehen kann. Je nach Wuchsform wird die Art auch als Buschbohne oder Stangenbohne bezeichnet."

Inhaltsstoffe:

"Die Samen der Gartenbohne haben einen hohen Proteingehalt und enthalten eine Reihe von essentiellen Aminosäuren, das enthaltene Protein deckt aber nicht alle essentiellen Aminosäuren ab. Die Kohlenhydrate der Bohne liegen in vom Menschen teilweise nicht abbaubaren Oligosaccharosen vor. Sie enthalten größere Mengen der Mineralstoffe Calcium, Kalium, Magnesium und Eisen (v. a. in der Form von Leghämoglobin), sowie der Vitamine B2, B6, C, E, Provitamin A (Betacarotin) und Folsäure. Das Vitamin C unterstützt die Aufnahme des enthaltenen Eisens, geht allerdings durch das Kochen zum größten Teil verloren."

Giftigkeit:

"Rohe Bohnen sind stark giftig. Ähnlich wirken auch Grüne Bohnen. Hauptwirkstoff ist das zu den Lektinen gehörende Toxalbumin Phasin. Phasin lässt Erythrocyten agglutinieren und regt die Mitose von Lymphocyten an."

"Alle Bohnen der Gruppe Phaseolus sind roh giftig. Erst das Erhitzen (in Kochwasser) auf mehr als 70 °C zersetzt das Gift Lectin"

Verwendung in der Küche:

"In Europa, Nordafrika und dem Vorderen Orient werden die noch nicht ausgereiften Hülsen der Gartenbohnen vielfach als Gemüse gegessen (Grüne Bohnen, gelbe Wachsbohnen). ... Grüne Bohnen können auch Bestandteil von Gemüseeintöpfen sein.

Bohnen werden in vielen regionalen Varianten als Suppen- und Eintopfzutat verwendet, beispielsweise im Bohneneintopf der deutschen Küche, in der serbischen Bohnensuppe, in der italienischen Minestrone und in Baked Beans, die auch in Konservendosen gehandelt werden. In Frankreich gibt es Cassoulet, in Spanien Fabada. Bohnen sind Grundbestandteil des brasilianischen Nationalgerichts “Feijoada” und können je nach Region ein Bestandteil von Chili con Carne sein. Das indische Dal ist ein Gericht, das aus den verschiedensten Hülsenfrüchten hergestellt wird, wovon Rajma Dal eine Variante aus roten Gartenbohnen ist. Gallo Pinto ist eine Kombination aus Bohnen und Reis."

Verwendung in der Medizin:

Aus "http://wikivisually.com/lang-de/wiki/Fisole": "Als Heildroge dienen Bohnenschalen, samenfreie Gartenbohnenhülsen, Phaseoli pericarpium (DAC). ... Die Droge hat schwach harntreibende Eigenschaften, sie kann daher unterstützend bei Katarrhen der ableitenden Harnwege und zur Vorbeugung der Bildung von Harngrieß und von Harnsteinen genutzt werden. ...

Zur Behandlung leichter Fälle von Zuckerkrankheit ist der Tee aus Bohnenhülsen in der Volksheilkunde in Gebrauch. Extrakte sind auch in einigen kombinierten Fertigpräparaten enthalten."

Gasbildung und Prävention:

"Der Verzehr von Bohnen kann zu einer stark vermehrten Gasbildung im Dickdarm und dadurch zu Blähungen führen. Der Grund hierfür ist, dass bestimmte in Bohnen enthaltene Dreifachzucker, wie zum Beispiel Raffinose, nicht vom Menschen verdaut werden können, von Darmbakterien aber sehr wohl – unter Absonderung von Faulgasen – metabolisiert werden. Dies führt zu Blähungen. Eine Möglichkeit, dieser Nebenwirkung vorzubeugen, ist, die Bohnen vor der Zubereitung zu wässern, um die fraglichen Zucker auszuwaschen. Dabei gehen aber auch Mineralstoffe und wasserlösliche Vitamine verloren. Die andere Möglichkeit besteht in der Einnahme des Enzyms α-Galactosidase A, das die Raffinose in Saccharose und Galaktose spaltet. Die Zugabe von Gewürzen wie Asant, Fenchel, Anis, Koriander, Kreuzkümmel und Kümmel führt nicht zu einer Verringerung der Menge an produziertem Gas, wirken aber entspannend auf die Darmmuskulatur, was die Blähungen für manche Erwachsene und insbesondere Kleinkinder weniger unangenehm macht."


Drucken