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Roter Holunder, Trauben-Holunder

Roter Holunder bildet knallrote Fruchtdolden, die man wie die schwarzen Holunderbeeren zu Gelee und Saft verarbeiten kann. Die rohen Samen sind giftig.
  94/03/03  LA:ALA
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Der Rote Holunder (Sambucus racemosa), auch Hirsch-, Trauben- oder Berg-Holunder genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Holunder (Sambucus) innerhalb der Familie der Moschuskrautgewächse (Adoxaceae).

Allgemeine Informationen:

Der Rote Holunder ist gut vom schwarzen Holunder zu unterscheiden. Seine Blätter sind anfangs bronzefarben bis rot und ergrünen dann. Roter Holunder bildet grosse, gelbe Blüten aus denen sich knallrote Früchte entwickeln. Seine kugeligen, rundlichen Fruchtansätze zeigen sich bereits mit dem Blattaustrieb.

Der Rote Holunder (mit seinen Unterarten) wächst in Europa, Asien und Nordamerika. Er besiedelt gerne schattige Orte in Wäldern und an Waldrändern und ist auch in Gebüschen und auf Lichtungen zu finden.

Die rote Holunderbeere findet vielseitig Verwendung. Die Beeren sollte man allerdings nicht roh verzehren, da die Samen cyanogene Glycoside (u.a. Sambunigrin) enthalten. Dieser Giftstoff ist auch in den Blättern, der Rinde und in unreifen Beeren enthalten. Durch Erhitzen zerfallen die cyanogenen Glycoside, die rote Holunderbeere ist dann bekömmlicher. Allerdings schreibt Wikipedia:

Aus Wikipedia: "Roh und unreif sind die Früchte des Roten Holunders giftig. Sie führen zu Brechdurchfall und wurden deshalb früher volkstümlich auch als Brech- und Abführmittel eingesetzt. Auf jeden Fall müssen die Steinkerne entfernt werden, da das Gift der Samen nicht durch Kochen unschädlich gemacht wird."

Darüber hinaus enthält die Pflanze Lektine, die ebenfalls Verdauungsstörungen verursachen können.

Verwendung

Wie der schwarze Holunder lassen sich die Früchte zu Gelee, Marmelade, Saft und ähnlichem verarbeiten. Dies gelingt einem am besten so, indem man die Beeren mit einer Gabel von der Dolde abstreift, in einem Topf kurz aufkocht ohne die Beeren zu zerdrücken und sie anschliessend entsaftet. Die abführenden oben aufschwimmenden Fettaugen sollte man entfernen.

Anders als die Blüten des Schwarzen Holunders kann man die Blüten des Roten Holunders jedoch nicht für Saft und Sirup verwenden, weil sie sich geschmacklich dafür nicht eignen.

Inhaltstoffe

Die roten Früchte sind reich an Carotinoiden, Provitamin A, Vitamin C und Fettsäuren. Aus dem roten Holunder lässt sich ein Speiseöl herstellen, wenn die harzigen, stark Schleimhaut reizenden Wirkstoffe entfernt sind.

Auch als Heilkraut, ähnlich dem Schwarzen Holunder findet der Rote Holunder Verwendung. Die Früchte und Blüten sind ein wirksames Mittel zur Behandlung von Grippen, die Blüten sind harntreibend und die Wurzeln entzündungshemmend und helfen gegen Warzen.

Zutat mit Nährstofftabellen


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