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Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

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Zitrone, roh, mit Schale (Limone)

Zitronen (Limonen) haben die besten Stoffe im farbigen Teil der Schale. Aber: Nur bei Bio-Qualität die Schale mitverwenden.
  77/12/10  LA:ALA
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Wegen der automatischen Berechnung der Inhaltsstoffe haben wir zu unterscheiden zwischen einer rohen Zitrone (Citrus x limon) bzw. Limone, deren Schale wir nicht verwenden und der Zitrone, die wir inkl. ganzer Schale - z.B. für Marmelade verwenden. Auch den Unterschied zur kleineren und grüneren Limette (Lime) sollte man beachten.

Verwendung in der Küche:

Verwendet man die Schale mit oder sogar ausschliesslich für Nahrungszwecke, dann ist konsequent auf Bio-Qualität zu achten, da Zitruspflanzen normalerweise intensiv mit Chemikalien behandelt sind. Obwohl Bio-Früchte gewaschen sind, ist auch bei Bio-Früchten zu raten, die Früchte vor der Herstellung von Schalenstücken zu waschen und danach trocken zu reiben.

Oft verwenden wir Zitronen nur zum Auspressen für den Saft. Doch die Schale hat wesentlich mehr gesundheitlich interessante Inhaltsstoffe als der Saft. Zudem ist es schade, diesen Anteil wegzuwerfen. Wir haben deshalb eine ganze Anzahl von Verwendungsmöglichkeiten der Schale beschrieben - unter diesem Link Zitronenschale, roh (Rezepte). Diese befassen sich nur mit der Schale - und zeigt auf, was man damit alles anfangen kann. Darunter als Geschmacksgeber (Aroma, Gewürz) zu Gerichten und Getränken und leicht herzustellenden, sehr gut duftenden Haushaltsreinigern. Für die ganze Frucht gibt es wenige Rezepte, z.B. Zitronat oder das:

Rezept für Zitronenmarmelade:

Der Brotaufstrich Marmelade stammt von der Quitte und bedeutete früher, dass man keine Fruchtanteile sieht im Gegensatz zu Konfitüre. Doch ist der Ausdruck Marmelade heute vor allem für Zitrusfrüchte, meist Bitterorangen (Grossbritannien ab 1669) üblich und mit sichtbaren Teilen der Schale. Man verwendet z.B. 7 Bio-Zitronen, 1 kg. Gelierzucker und 300 ml Wasser.

Nur die farbige Schale ohne weisse Schicht abnehmen, in Streifen schneiden und mit dem Wasser aufkochen und 60 bis 90 Minuten bei geschlossenem Deckel sanft köcheln lassen. Den Saft der geschälten Zitronen gewinnen und wegstellen. Den Zitronenrest inkl. weisse Haut und Kernen in kleine Stücke zerschneiden und zwei Stunden in anderem Topf mit Wasser bedeckt leicht köcheln.

Danach über Sieb Fruchtreste mit Löffel ausdrücken und nur die Flüssigkeit sammeln. Nun alle drei Teile, also Schalen samt ihrer Kochflüssigkeit, den Sud der Zitronenreste und den Zitronensaft zusammengiessen. Pro resultierenden Liter ein Kilogramm Gelierzucker dazu geben. Moderne Gelierzucker "extra" gibt es auch für Zuckeranteil von einer Hälfte oder einem Drittel des Fruchtanteils.

Gut aufkochen und unter Rühren vier Minuten sprudelnd kochen lassen. Heiss in sterilisierte Einmachgläser füllen. Man stellt die Gefässe für ca. zehn Minuten auf den Kopf, damit der noch heisse Fruchtbrei den oberen Rand innen auch sterilisiert.

Gelierzucker verkürzt Kochzeiten und besteht aus Raffinade, Pektin als Geliermittel sowie Zitronensäure oder Weinsäure als Säuerungsmittel. Enthält teilweise auch Konservierungsstoffe. Pektin verliert seine Gelierkraft, weshalb sich Gelierzucker nach Ablauf der Mindesthaltbarkeit nicht mehr zum Einkochen eignet.

Rezept für Zitronenschalen-Salz:

Dafür schichtet man mit dem Sparschäler losgelöste Schalenteile in ein Glas, zusammen mit einem Drittel des Schalengewichtes Zitronensaft. Dazwischen streut man 12 % Salz und füllt Wasser ein, bis alle Zutaten mit Flüssigkeit bedeckt sind. Das Gemisch lagert man im Kühlschrank, wobei man jeden oder jeden zweiten Tag die Mischung umdreht, damit die Salzlake sich wieder gleichmässig verteilt. Das funktioniert einfacher als Salzzitronen herzustellen. Diese salzigen Zitronenschalen halten getrocknet über Jahre und eignen sich z.B. für das Aromatisieren von Schmorgerichten.

Einkauf - wo kaufen?

Zitronen gehören zum Grundsortiment eines westlichen Lebensmittelladens jeder Grösse. So findet man Zitronen nicht nur in den grossen Supermarktketten wie Aldi, Lidl, Migros, Coop, Hofer, Rewe und Edeka, sondern auch in den meisten kleineren Lebensmittelgeschäften oder auf dem Wochenmarkt. Da Zitronen häufig starker Pestizidbelastung ausgesetzt sind, sollte man beim Kauf Früchte aus kontrolliert biologischem Anbau bevorzugen, insbesondere wenn man die Schale mitverwenden möchte.

Bio-Zitronen erhält man in den oben genannten Supermärkten, aber natürlich auch in Bio-Läden, Reformhäusern und Naturkostfachgeschäften.

Zitronen haben das ganze Jahr über Saison, da die Bäume bei passenden klimatischen Rahmenbedingungen während des ganzen Jahres Blüten tragen und so für eine andauernde Ernte sorgen.

In Europa erhältliche Zitronen sind meist behandelt, damit die Schalen gelb bleiben und die Früchte nicht austrocknen. Nach der Ernte aufgetragene Antipilzmittel sollen verhindern, dass die Früchte schnell zu schimmeln beginnen und künstliches Wachs sowie Pflanzenschutzmittel sollen die Haltbarkeit verlängern. Mögliche Konservierungsmittel sind Thiabendazol (E233), Orthophenylphenol (E 231), Natriumorthophenylphenol (E 232), Biphenyl (E 230) und Imazali. Der Hinweis "unbehandelt" weist darauf hin, dass die Früchte nach der Ernte zwar nicht mit Chemikalien bzw. Wachs in Berührung kamen, aber durchaus solange sie am Baum hingen. Die Vorschriften bei Bio-Zitronen sind deutlich strenger, weshalb Verbraucherschützer unbedingt zum Kauf von Biofrüchten raten, wenn man die Schale mitverzehren bzw. zum Aromatisieren verwenden möchte.

Die im Mittelmeerraum angebaute Zitronensorte "Eureka" hat für den weltweiten Handel die grösste Bedeutung.

Lagerung:

Angeschnittene Zitronen sollte man rasch verbrauchen oder wenige Tage im Kühlschrank aufbewahren. Um die Fruchtstücke wickelt man etwas Küchenpapier, wodurch Feuchtigkeit nach aussen zieht und die Zitrusfrüchte eher austrocknen, anstatt zu schimmeln. Da Zitronen sehr kälteempfindlich sind, sollte die Temperatur des Kühlschranks nicht unter 5 °C liegen.

Braucht man nur einen kleinen Teil der Zitrone, schneidet man ein entsprechend schmales Stück von der Zitrone ab, anstatt sie zu halbieren. Benötigt man noch weniger Saft, kann man mit Gabel oder Zahnstocher einstechen und die Zitrone etwas pressen. Küchenpapier schützt auch diese Stelle.

Man sollte zudem darauf achten, dass Zitronen nicht mit Alufolien in Berührung kommen, da die Säure Aluminium löst und Aluminium verschiedene Krankheiten verursachen kann, darunter Alzheimer und Krebs.

Eine weitere Lagerungsmöglichkeit von angeschnittenen Zitronen ist das Einfrieren von Zitronensaft, z.B. in praktisch portionierbaren Eiswürfelformen.

Ganze Zitronen sind bei 10 bis 12 °C und 85 bis 95 % relativer Luftfeuchtigkeit bis zu neun Monate lagerfähig.1

Der hohe Gehalt an Säuren schützt nicht nur den Zitronensaft vor Oxidationsverlusten, sondern auch andere frische Lebensmittel. So kann Zitronensaft zur Frischhaltung von aufgeschnittener Rohkost dienen und das braune Aussehen verhindern, indem man den Saft auf die Schnittflächen träufelt.

Inhaltsstoffe - Nährwert - Kalorien:

Über 300 flüchtige Stoffe bilden das Aroma der Zitrone, zusammen mit dem sogenannten Citral als Hauptkomponente.1 Citral und die ätherischen Öle machen den typischen Geruch aus. Die enthaltenen organischen Säuren (Zitronen-, Apfel-, Essig- und Ameisensäure) verstärken die Wirkung der Ascorbinsäure bzw. des Vitamin C. Zudem weist das Fruchtfleisch der Zitrone das Flavonoid Diosmin und das Hauptflavononglykosid Hesperidin auf. Im Fruchtfleisch und der inneren weissen Haut unter der Schale befindet sich Pektin.1,2

Speziell die Fruchtschalen enthalten zudem die bitter schmeckenden Flavonoide Neohesperidin und Naringenin, das nicht bittere Rutin; Hydroxycumarine, Furanocumarine, Zitronensäure und Pektine.

Zitrone ist bekannt als Vitamin C-reiches Obst, liegt aber mit seinem mittleren Gehalt von 51 mg Vitamin C in 100 g Fruchtfleisch weit hinter Gemüsepaprika (183,5 mg), Schwarzen Johannisbeeren (181 mg), Bärlauch (178,5 mg) oder der Kiwi (93 mg).1,3

Zitronen enthalten wertvolle Nährwerte und sind dank ganzjähriger Verfügbarkeit sowie sehr guter Lagerfähigkeit eine zuverlässige Quelle für Vitamin C. Trotzdem wäre es übertrieben, Zitronen als Superfood zu bezeichnen, da andere Obst- und Gemüsesorten deutlich mehr Vitamin C enthalten.

Eine detaillierte Angabe der Nährstoffe finden Sie in der Tabelle ganz unten, nach dem Text.3

Gesundheitliche Aspekte - Wirkungen:

Wie gesund ist Zitrone? Die enthaltenen Flavonoide wirken antioxidativ, antikarzinogen und schützen die Haargefässe. Sie zeigen zudem eine positive Wirkung bei Arteriosklerose, Thrombosen und Ödemen. Vitamin C stärkt das Immunsystem und verbessert die Aufnahme von Eisen anderer pflanzlicher Nahrungsmittel.2

Epidemiologische Studien zeigen ein geringeres Risiko für verschiedene Krankheiten bei höherer Flavonoidaufnahme auf, darunter auch Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Flavonoide wirken auf Arachidonsäure-Stoffwechsel und Blutgerinnung.4,5 Verschiedene Studien, darunter eine Dissertation von 2014 zeigen, dass Bioflavonoide wie Quercetin durch Erwirkung von zellmorphologischen Veränderungen auch direkt gegen Krebs durch Wachstumshemmung bzw. dessen Entstehung wirksam sind.6

Zitronenkerne (und die weissen Schalenanteile) enthalten zudem Limonoide, deren gesundheitsfördernden Eigenschaften man teilweise klärte. So konnte man eine fiebersenkende, antibakterielle und antivirale Wirkung nachweisen. Zudem untersuchte man Limonoide als Mittel gegen verschiedene Krebsarten, allerdings sind hier weitere bestätigende klinische Studien nötig.7 Limonoide vermindern auch die Cholesterinausschüttung von Leberzellen und führen im Tierversuch zur Senkung des LDL-Cholesterin-Blutspiegels. Man kann zwar von einer antiatherogenen Wirksamkeit einiger Limonoide ausgehen, jedoch liegen dafür noch keine klinische Studien vor.8

Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen:

Ist es gut eine ganze Zitrone zu essen? Grundsätzlich kann man das, doch ist es übertrieben und bei wenigen Menschen können Zitrusfrüchte eine Allergie auslösen. Einige Auswirkungen sind lediglich orale Allergiesyndrome (OAS), wie Unwohlsein im Mund- und Rachenbereich oder pelziges Gefühl auf der Zunge. Bei Hautreaktionen können bis zu zwei Tage vergehen, bis sie erscheinen. Dann ist ein Epikutantest bzw. Allergietest bei einem Allergologen angesagt. Man sollte vorher klären, ob es sich um eine Fruktoseintoleranz handelt oder ob Konservierungsstoffe die Auslöser sind.

Sind Zitronenkerne giftig? In Zitronenkernen ist eine unbedeutende Menge Amygdalin enthalten, wie auch in anderen Lebensmitteln, z.B. Mandeln. Man sollte sie nicht regelmässig in Mengen von mehr als 100 g essen. Erhitzen oder Trocknen gemahlener Zitronenkerne lässt diese Vorstufe von Blausäure entweichen.9

Zitronensäure, egal ob als natürlicher Bestandteil eines Lebensmittels oder als Zusatzstoff (E330), greift den Zahnschmelz an. Deswegen sollte man nach dem Essen oder Trinken von säurehaltigen Lebensmitteln die Zähne nicht kraftvoll reinigen, da es sonst verstärkt zum Abrieb der oberen Zahnschichten kommt. Die Empfehlung lautet stattdessen, den Mund mit Wasser auszuspülen. So kann man die Säure verdünnen und den Ersatz der herausgelösten Mineralien beschleunigen.10

Verwendung als Heilpflanze:

Als Heildrogen finden das ätherische Zitronenöl aus den Fruchtschalen, der Zitronensaft und die getrockneten bzw. frischen Zitronenschalen Verwendung.11 Zitronensaft verwendet man gerne bei Erkältungskrankheiten, kleineren Hautverletzungen, Insektenstichen, Zahnfleischbluten und in Hautpflegeprodukten.1

Zitrone wirkt harntreibend, entzündungshemmend und durchblutungsfördernd. Innerlich eingenommen kann Zitrone bei Krampfadern, Nierensteinen, Hämorrhoiden, leichten fiebrigen Erkrankungen und verschleimten Bronchien helfen. Bei Ekzemen, Frostbeulen, Sonnenbrand und giftigen Insektenstichen kann man äusserliche Anwendungen vornehmen. Zitrone dient zudem als Gurgelmittel bei Halsentzündung.12

Ist Zitronensaft gut für die Haut? Zitronensaft ist in ausgewogener Menge auch in Kosmetika und Körperpflegemitteln enthalten. Man sollte Zitronensaft jedoch nicht pur auf die Haut auftragen, da es wegen den konzentrierten Säuren zu Hautirritationen kommen kann.

Volksmedizin - Naturheilkunde:

Das Internet ist voll von Zitronensaft-Diäten, die beim Abnehmen helfen sollen, indem die Zitronen angeblich die Fettverbrennung ankurbeln. Wissenschaftliche Belege gibt es dafür bislang aber nicht.

Vorkommen:

Die Vorläufer der essbaren Zitrusfrüchte vermutet man am Südosthang des Himalayas, etwa in der Gegend von Nordost-Indien, Myanmar und der chinesischen Provinz Yunnan. Yü Kung verzeichnet etwa um 2200 vor Christus Tributzahlungen an den chinesischen Herrscher Ta Yu. Erst 1805 hat man die Mandarine aus China nach Europa eingeführt. Zitrusfrüchte entstanden aus einer Kreuzung zwischen Bitterorange (Citrus × aurantium) und Zitronatzitrone (Citrus medica), mit wahrscheinlich ursprünglicher Herkunft aus dem Norden Indiens.

Anbau im Garten oder als Topfpflanze:

Auch in Mitteleuropa kann man Zitronenbäume als Nahrungs- oder Zierpflanze im eigenen Garten anpflanzen. Von Mitte Mai bis zum ersten Frost im Frühherbst kann der Zitronenbaum als Topfpflanze an einem windgeschützten Platz im Freien stehen. Im Winter muss man die Temperatur an die Lichtverhältnisse anpassen. Bei heller, aber kalter Überwinterung erhalten die Blätter zwar noch ausreichend Licht zur Photosynthese, allerdings sind die Wurzeln ab 12,5 °C und tiefer beinahe inaktiv. Das führt dazu, dass die Blätter nicht mehr ausreichend versorgt sind und abfallen (Winter Leaf Drop).

Als Pflanzsubstrat eignet sich eine Mischung aus Torf (oder Kokosfasern als Torfersatz), Kompost und lehmhaltige Gartenerde. Die Gartenerde sollte kalkarm, idealerweise aber kalkfrei sein und einen leicht sauren pH-Wert haben. Das Giesswasser sollte kalkfrei sein, wofür sich Regenwasser eignet. Einmal im Monat kann man die Pflanze mit einem phosphatbetonten, aber stickstoffarmen Dünger zusätzlich mit Nährstoffen versorgen.13

Häufige Schädlinge sind Schildläuse. Die Vermehrung der Pflanze kann man über Stecklinge oder über Mikro-Vermehrung herbeiführen.11

Neben Insekten und Wind ist die Selbstbestäubung der Zitronenblüten möglich. Unbefruchtete Blüten können sich zwar zu Früchten entwickeln, diese sind allerdings samenlos.13 Als selbstbefruchtende Pflanze ist der Zitronenbaum ideal für Wintergärten und Gewächshäuser.

Anbau - Ernte:

Die Bäume blühen und fruchten unter feuchtwarmen Bedingungen das ganze Jahr über und können damit bis zu vier Ernten hervorbringen.

Wie gross ist eine Zitrone? Die Früchte sind ei- oder spindelförmig, rund, oval, 4 bis 8 cm breit, 5 bis 12 cm lang und 50 bis 250 g schwer.1

Zitronenbäume benötigen ein gleichmässig warmes (mind. 5 °C) und feuchtes Klima. Gegen Trockenheit und Kälte sind sie empfindlicher als andere kommerziell genutzte Zitrusfrüchte. Die Pflanzen setzt man oft einer Stressperiode aus, um eine rationelle Ernte zu ermöglichen, indem man die Bewässerung einstellt. Das führt zu einer starken Blüte und gleichzeitig reifenden Früchten.

Weit verbreitete Zitronensorten sind laut Wikipedia "Zagara Bianca", "Lunario" und "Feminello Santa Teresa". Weitere wichtige Sorten sind "Primofiori", "Verna", "Interdonato", "Feminello" und "Lisbon". Im kalifornischen Anbau ist "Eureka" die Hauptsorte, die aus Kernen von sizilianischen Zitronen 1858 in Kalifornien gezogen ist. Diese Sorte hat dunkelgrüne, rundliche Blätter und weist kaum Dornen auf. Zudem ist sie frühreif und die Früchte haben wenige bis keine Kerne.11

Die "Meyer-Zitrone" (Citrus × Meyeri, Citrus × limon "meyeri" bzw. Citrus × jambhiri "Meyer") kommt ursprünglich aus China, wo sie aus Zitrone und Orange natürlich entstanden ist. Im Vergleich zur "Eureka" enthält die Meyer-Zitrone weniger Säure. Seit den 1990er Jahren ist sie in den USA zunehmend populärer.11

Allgemeine Information:

Der Name Zitrone oder Limone stammt vom arabischen ليمون ab und heisst nach der Umschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft (DMG) "laimūn" ("Zitrone"). Zitronen sind die faustgrossen Früchte des Zitronenbaums (Citrus x limon) und stammen aus der Gattung der Zitruspflanzen (Citrus). Aus einer Kreuzung zwischen Bitterorange (Citrus × aurantium) und Zitronatzitrone (Citrus medica) sind die heutigen Zitronensorten entstanden. Sichere Nachweise für die Existenz von Zitronen in China und dem Mittelmeerraum gibt es seit etwa 1000 n. Chr.11

Informationen zum Namen:

In früheren Jahrhunderten war Zitrone eigentlich die Bezeichnung für die Zitronatzitrone. So nannte man die Zitrone in der deutschen Sprache bis ins späte Mittelalter Limone, was in einigen Regionen Österreichs immer noch der Fall ist. Von Limone leitet sich übrigens die Bezeichnung Limonade ab. Früher verwendete man für dieses Erfrischungsgetränk nämlich ausschliesslich Zitronen. Im Englischen versteht man unter "citron" immer noch die Zitronatzitrone und Zitronen bezeichnet man als "lemon". Heute dient das Wort Zitrone auch als Sammelbezeichnung für Limone, Zitronatzitrone und Limette.11

Literatur - Quellen:

  1. aid Infodienst (Herausgeber). Exoten und Zitrusfrüchte. 4. Auflage. Bonn; 2014. Druckerei Lokay e. K. Reinheim.
  2. Roger P. Heilkräfte der Nahrung: Ein Praxishandbuch. Zürich: Advent-Verlag; 2006: 128-129.
  3. USDA (United States Department of Agriculture). Nährstofftabellen.
  4. Galati, E. M. et al. Biological effects of hesperidin, a citrus flavonoid. (Note I): antiinflammatory and analgesic activity. Farmaco. 1994; 40:709–712. PMID 7832973
  5. Watzl B, Rechkemmer G: Basiswissen aktualisiert: Flavonoide. Ernährungs-Umschau. 2001; 48/12.
  6. Klappan A: Einfluss des Flavonoids Quercetin auf den mTOR-Signalweg von Zervix- und Mammakarzinomzellen. München 2014, DNB 1048361322 (PDF volltext).
  7. Wikipedia. Limonoide.
  8. Ernährungsumschau. Limonoide in Zitrusfrüchten – Bitterprinzip und antikanzerogene Wirkung.
  9. Fleischhauer, Steffen Guido; Guthmann, Jürgen; Spiegelberger, Roland: Enzyklopädie. Essbare Wildpflanzen. 2000 Pflanzen Mitteleuropas. 1. Auflage (2013); AT Verlag. Aarau.
  10. Wetzel, W-E, UGB-Forum Spezial: Von klein auf vollwertig, S. 19-20
  11. Wikipedia. Zitrone.
  12. Bown, Deni: Kräuter. Die grosse Enzyklopädie. Anbau und Verwendung. 2. Auflage (2015); Dorling Kindersly Verlag GmbH. München.
  13. Garten-wissen. Zitronenbaum.

Zutat mit Nährstofftabellen


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