Stiftung Gesundheit & Ernährung

Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

Zitrone, roh, mit Schale (Limone)

Zitronen (Limonen) haben die wertvollsten Inhaltsstoffe im farbigen Teil der Schale. Aber: Nur bei Bio-Qualität die Schale mitverwenden.
  Wasser 88,8%  77/12/10  LA : ALA
Kommentare Drucken
Klick Inhaltsstofftabellen

Wegen der automatischen Berechnung der Inhaltsstoffe unterscheiden wir zwischen einer rohen Zitrone (Citrus x limon) ohne Schale und der rohen Zitrone bzw. Limone, die wir mit Schale verwenden (inkl. ganzer Schale), z.B. für Marmelade. Auch den Unterschied zur kleineren und grüneren Limette (Lime) sollte man beachten.

Verwendung in der Küche:

Kann man Zitronenschale essen? Zitronenschale ist essbar und kann in der Küche vielseitig zum Einsatz kommen. Sie schmeckt herrlich frisch und aromatisch. Verwendet man die Zitronenschale beim Kochen mit - oder sogar ausschliesslich für Nahrungszwecke, dann ist konsequent auf Bio-Qualität zu achten, da Zitruspflanzen normalerweise intensiv mit Chemikalien behandelt sind. Obwohl Bio-Früchte gewaschen in den Handel kommen, sollte man die Früchte trotzdem vor der Verarbeitung nochmal waschen und danach trockenreiben.

Oft verwenden wir Zitronen nur zum Auspressen für den Saft. Doch die Schale hat wesentlich mehr gesundheitlich interessante Inhaltsstoffe als der Saft. Zudem ist es schade, die Schalenstücke wegzuwerfen. Wir haben deshalb eine ganze Anzahl von Verwendungsmöglichkeiten der Schale beschrieben - Sie finden sie unter diesem Link: Zitronenschale, roh (Rezepte). Jener Text befasst sich nur mit der Schale - und zeigt auf, was man damit alles anfangen kann. Unter anderem kann man die Schale als Geschmacksgeber (Aroma, Gewürz) zu Gerichten und Getränken hinzufügen oder daraus einen einfachen und sehr gut duftenden Haushaltsreiniger herstellen.

Rezept für Zitronenmarmelade:

Die Marmelade hat ihren Namen von der portugiesischen Bezeichnung für Quittenmus (marmelada, abgeleitet von port. marmelo = Honigapfel oder Quitte). Früher bedeutete Marmelade, dass man im eingekochten Fruchtmus keine Fruchtanteile sieht - im Gegensatz zu Konfitüre. Doch steht der Ausdruck Marmelade heute vor allem für Brotaufstriche aus Zitrusfrüchten, meist Bitterorangen (Grossbritannien ab 1669), und üblicherweise mit sichtbaren Teilen der Schale.

Für Zitronen-Marmelade verwendet man 7 Bio-Zitronen, 1 kg Gelierzucker und 300 ml Wasser.

Nur die farbige Schale ohne weisse Schicht abnehmen, in Streifen schneiden und mit dem Wasser aufkochen. 60 bis 90 Minuten bei geschlossenem Deckel sanft köcheln lassen. Den Saft der geschälten Zitronen gewinnen und wegstellen. Den Zitronenrest inkl. weisser Haut und Kernen in kleine Stücke zerschneiden und zwei Stunden in einem anderen Topf mit Wasser bedeckt leicht köcheln.

Danach über einem Sieb die Fruchtreste mit einem Löffel ausdrücken und nur die Flüssigkeit sammeln. Nun alle drei Teile, also Schalen samt ihrer Kochflüssigkeit, den Sud der Zitronenreste und den Zitronensaft zusammengiessen. Pro resultierenden Liter ein Kilogramm Gelierzucker dazugeben. Moderne Gelierzucker "extra" gibt es auch für kleinere Zuckeranteile (die Hälfte oder einen Drittel des Fruchtanteils), sie enthalten aber oft zusätzliche Konservierungsmittel.

Gut aufkochen und unter Rühren vier Minuten sprudelnd kochen lassen. Heiss in sterilisierte Einmachgläser füllen. Man stellt die Gefässe für ca. zehn Minuten auf den Kopf, damit der noch heisse Fruchtbrei den oberen Rand innen auch sterilisiert.

Gelierzucker verkürzt Kochzeiten und besteht aus Raffinade, Pektin als Geliermittel sowie Zitronensäure oder Weinsäure als Säuerungsmittel. Er enthält teilweise auch Konservierungsstoffe. Pektin verliert mit der Zeit seine Gelierkraft, weshalb sich Gelierzucker nach Ablauf der Mindesthaltbarkeit nicht mehr zum Einkochen eignet.

Rezept für Salz-Zitronenschalen:

Dafür schichtet man mit dem Sparschäler losgelöste Schalenteile in ein Glas zusammen mit einem Drittel des Schalengewichts an Zitronensaft. Achten Sie darauf, dass Sie nur die farbige Schale und nicht die weisse, bittere Schale verwenden. Dazwischen streut man 12 % Salz und füllt Wasser ein, bis alle Zutaten mit Flüssigkeit bedeckt sind. Das Gemisch lagert man im Kühlschrank, wobei man jeden oder jeden zweiten Tag die Mischung umdreht, damit die Salzlake sich wieder gleichmässig verteilt. Dies funktioniert einfacher, als Salzzitronen herzustellen. Die salzigen Zitronenschalen halten getrocknet über Jahre und eignen sich z.B. für das Aromatisieren von Schmorgerichten. Das frische Zitronenaroma animiert auch zu einem sparsameren Salzkonsum. Siehe dazu unseren Eintrag über Speisesalz.

Einkauf - wo kaufen?

Zitronen gehören zum Grundsortiment eines westlichen Lebensmittelladens jeder Grösse. So findet man Zitronen nicht nur bei den grossen Supermarktketten wie Coop, Migros, Denner, Volg, Spar, Aldi, Lidl, Rewe, Edeka oder Hofer, sondern auch in den meisten kleineren Lebensmittelgeschäften oder auf dem Wochenmarkt. Da Zitronen häufig starker Pestizidbelastung ausgesetzt sind, sollte man beim Kauf Früchte aus kontrolliert biologischem Anbau bevorzugen, insbesondere wenn man die Schale mitverwenden möchte. Bio-Zitronen erhält man meist auch in den oben genannten Supermärkten, aber natürlich vor allem in Bio-Läden, Reformhäusern und Naturkostfachgeschäften.

Zitronen haben das ganze Jahr über Saison, da die Bäume bei passenden klimatischen Rahmenbedingungen während des ganzen Jahres Blüten tragen und so für eine andauernde Ernte sorgen.

Wie gross ist eine Zitrone? Die Früchte sind ei- oder spindelförmig, rund, oval, 4 bis 8 cm breit, 5 bis 12 cm lang und 50 bis 250 g schwer.1

In Europa erhältliche Zitronen sind meist behandelt, damit die Schalen gelb bleiben und die Früchte nicht austrocknen. Nach der Ernte aufgetragene Antipilzmittel sollen verhindern, dass die Früchte schnell zu schimmeln beginnen und künstliches Wachs sowie Pflanzenschutzmittel sollen die Haltbarkeit verlängern. Mögliche Konservierungsmittel sind Thiabendazol (E 233), Orthophenylphenol (E 231), Natriumorthophenylphenol (E 232), Biphenyl (E 230) und Imazalil. Der Hinweis "unbehandelt" bedeutet, dass die Früchte nach der Ernte zwar nicht mit Chemikalien bzw. Wachs in Berührung kamen, aber durchaus, solange sie am Baum hingen. Die Vorschriften bei Bio-Zitronen sind deutlich strenger, weshalb Verbraucherschützer unbedingt zum Kauf von Biofrüchten raten, wenn man die Schale mitverzehren bzw. zum Aromatisieren verwenden möchte.

Lagerung:

Angeschnittene Zitronen sollte man rasch verbrauchen oder wenige Tage im Kühlschrank aufbewahren. Um die Fruchtstücke wickelt man etwas Küchenpapier, wodurch es Feuchtigkeit nach aussen zieht und die Zitrusfrüchte eher austrocknen, als zu schimmeln. Da Zitronen sehr kälteempfindlich sind, sollte die Temperatur des Kühlschranks nicht unter 5 °C liegen.

Braucht man nur einen kleinen Teil der Zitrone, schneidet man ein entsprechend schmales Stück von der Zitrone ab, anstatt sie zu halbieren. Benötigt man sehr wenig Saft, kann man mit Gabel oder Zahnstocher einstechen und die Zitrone etwas pressen. Küchenpapier schützt auch diese Stelle.

Man sollte darauf achten, dass Zitronen nicht mit Alufolien in Berührung kommen, da die Säure Aluminium löst und Aluminium verschiedene Krankheiten verursachen kann, darunter Alzheimer und Krebs.

Eine weitere Lagerungsmöglichkeit von angeschnittenen Zitronen ist das Einfrieren von Zitronensaft, z.B. in praktisch portionierbaren Eiswürfelformen. Zitronen lassen sich auch als Schnitze mit der Schale einfrieren - oder man füllt nur die abgeriebene Schale in einen Gefrierbeutel.

Ganze Zitronen sind bei 10 bis 12 °C und 85 bis 95 % relativer Luftfeuchtigkeit bis zu neun Monate lagerfähig.1

Der hohe Gehalt an Säuren schützt nicht nur den Zitronensaft vor Oxidationsverlusten, sondern auch andere frische Lebensmittel. So kann Zitronensaft zur Frischhaltung von aufgeschnittenem Obst und Gemüse dienen. Man verhindert braune Oberflächen, indem man den Saft auf die Schnittflächen von Äpfeln, Birnen, Bananen, Avocados, Sellerie, Chicorée u.a. träufelt.

Inhaltsstoffe - Nährwert - Kalorien:

Über 300 flüchtige Stoffe bilden das Aroma der Zitrone, zusammen mit dem sogenannten Citral als Hauptkomponente.1 Citral und die ätherischen Öle machen den typischen Geruch der Zitrusfrucht aus. Die enthaltenen organischen Säuren (Zitronen-, Apfel-, Essig- und Ameisensäure) verstärken die Wirkung der Ascorbinsäure bzw. des Vitamin C. Ausserdem weist das Fruchtfleisch der Zitrone das Flavonoid Diosmin und das Hauptflavanonglykosid Hesperidin auf. Im Fruchtfleisch und in der inneren weissen Haut unter der Schale befindet sich Pektin.1,2

Speziell die Fruchtschalen enthalten zudem die bitter schmeckenden Flavonoide Neohesperidin und Naringenin, das nicht bittere Rutin, Hydroxycumarine, Furanocumarine, Zitronensäure und Pektine.

Die Zitrone ist bekannt als Vitamin C-reiches Obst, liegt aber mit einem mittleren Gehalt von 51 mg Vitamin C pro 100 g Fruchtfleisch weit hinter dem Gemüsepaprika (183,5 mg), Schwarzen Johannisbeeren (181 mg), Bärlauch (178,5 mg) oder der Kiwi (93 mg).1,3

Zitronen enthalten wertvolle Nährstoffe und sind dank ganzjähriger Verfügbarkeit sowie sehr guter Lagerfähigkeit eine zuverlässige Quelle für Vitamin C. Trotzdem wäre es übertrieben, Zitronen als Superfood zu bezeichnen, da andere Obst- und Gemüsesorten deutlich mehr Vitamin C enthalten.

Detaillierte Angaben zu den Nährstoffen finden Sie in der Tabelle ganz unten, nach dem Text.3

Gesundheitliche Aspekte - Wirkungen:

Wie gesund ist eine Zitrone? Die enthaltenen Flavonoide wirken antioxidativ, antikarzinogen und schützen die Haargefässe. Sie zeigen zudem eine positive Wirkung bei Arteriosklerose, Thrombosen und Ödemen. Vitamin C stärkt das Immunsystem und verbessert die Aufnahme von Eisen aus anderen pflanzlichen Nahrungsmitteln.2

Epidemiologische Studien zeigen ein geringeres Risiko für verschiedene Krankheiten bei höherer Flavonoidaufnahme, auch bei Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Flavonoide wirken auf den Arachidonsäure-Stoffwechsel und die Blutgerinnung.4,5 Verschiedene Studien, darunter eine Dissertation von 2014, zeigen, dass Bioflavonoide wie Quercetin durch Erwirkung von zellmorphologischen Veränderungen auch direkt gegen Krebs wirksam sind (durch Wachstumshemmung bzw. Vorbeugung).6

Zitronenkerne (und die weissen Schalenanteile) enthalten Limonoide, deren gesundheitsfördernde Eigenschaften man teilweise nachweisen konnte. So stellte man eine fiebersenkende, antibakterielle und antivirale Wirkung fest. Ferner untersuchte man Limonoide als Mittel gegen verschiedene Krebsarten, allerdings sind hier weitere bestätigende klinische Studien nötig.7 Limonoide vermindern auch die Cholesterinausschüttung der Leberzellen und führen im Tierversuch zur Senkung des LDL-Cholesterin-Blutspiegels. Man kann zwar von einer antiatherogenen Wirksamkeit einiger Limonoide ausgehen, jedoch liegen dafür noch keine klinischen Studien vor.8

Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen:

Ist es gut, eine ganze Zitrone zu essen? Grundsätzlich kann man das, doch ist es eher übertrieben. Bei wenigen Menschen können Zitrusfrüchte überdies eine Allergie auslösen. Mögliche Auswirkungen sind orale Allergiesyndrome (OAS) wie Unwohlsein im Mund- und Rachenbereich oder ein pelziges Gefühl auf der Zunge. Bei Hautreaktionen können bis zu zwei Tage vergehen, bis sie erscheinen. Dann ist ein Epikutantest bzw. Allergietest bei einem Allergologen angesagt. Man sollte vorher klären, ob es sich um eine Fruktoseintoleranz handelt oder ob Konservierungsstoffe die Auslöser sind.

Sind Zitronenkerne giftig? In den Kernen der Zitrone ist eine unbedeutende Menge Amygdalin enthalten, wie auch in anderen Lebensmitteln, z.B. Mandeln. Man sollte sie nicht regelmässig in Mengen von mehr als 100 g essen. Erhitzen oder Trocknen gemahlener Zitronenkerne lässt diese Vorstufe von Blausäure entweichen.9

Zitronensäure, egal ob als natürlicher Bestandteil eines Lebensmittels oder als Zusatzstoff (E 330), greift den Zahnschmelz an. Deswegen sollte man nach dem Essen oder Trinken von säurehaltigen Lebensmitteln die Zähne nicht kraftvoll reinigen, da es sonst verstärkt zum Abrieb der oberen Zahnschichten kommt. Die Empfehlung lautet stattdessen, den Mund mit Wasser auszuspülen. So kann man die Säure verdünnen und den Ersatz der herausgelösten Mineralien beschleunigen.10

Verwendung als Heilpflanze:

Als Heildrogen finden das ätherische Zitronenöl aus den Fruchtschalen, der Zitronensaft und die getrockneten bzw. frischen Zitronenschalen Verwendung.11 Zitronensaft setzt man gerne bei Erkältungskrankheiten, kleineren Hautverletzungen, Insektenstichen, Zahnfleischbluten und in Hautpflegeprodukten ein.1

Zitrone wirkt harntreibend, entzündungshemmend und durchblutungsfördernd. Innerlich eingenommen kann Zitrone bei Krampfadern, Nierensteinen, Hämorrhoiden, leichten fiebrigen Erkrankungen und verschleimten Bronchien helfen. Bei Ekzemen, Frostbeulen, Sonnenbrand und giftigen Insektenstichen kann man äusserliche Anwendungen vornehmen. Zitrone dient zudem als Gurgelmittel bei Halsentzündung.12

Ist Zitronensaft gut für die Haut? Zitronensaft ist in ausgewogener Menge auch in Kosmetika und Körperpflegemitteln enthalten. Man sollte Zitronensaft jedoch nicht pur auf die Haut auftragen, da es wegen der konzentrierten Säuren zu Hautirritationen kommen kann.

Volksmedizin - Naturheilkunde:

Das Internet ist voll von Zitronensaft-Diäten, die beim Abnehmen helfen sollen, indem die Zitronen angeblich die Fettverbrennung ankurbeln. Wissenschaftliche Belege gibt es dafür bislang aber nicht.14

Vorkommen - Herkunft:

Die Vorläufer der essbaren Zitrusfrüchte vermutet man am Südosthang des Himalayas, etwa in der Gegend von Nordost-Indien, Myanmar und der chinesischen Provinz Yunnan. Yü Kung verzeichnet etwa um 2200 vor Christus Tributzahlungen mit Zitrusfrüchten an den chinesischen Herrscher Ta Yu.15 Erst 1805 hat man die Mandarine aus China nach Europa eingeführt.

Zitrusfrüchte entstanden aus einer Kreuzung zwischen Bitterorange (Citrus × aurantium) und Zitronatzitrone (Citrus medica), mit wahrscheinlich ursprünglicher Herkunft aus dem Norden Indiens.

Anbau im Garten oder als Topfpflanze:

Auch in Mitteleuropa kann man Zitronenbäume als Nahrungs- oder Zierpflanze im eigenen Garten anpflanzen. Von Mitte Mai bis zum ersten Frost im Frühherbst kann der Zitronenbaum als Topfpflanze an einem windgeschützten Platz im Freien stehen. Im Winter muss man die Temperatur an die Lichtverhältnisse anpassen. Bei heller, aber kalter Überwinterung erhalten die Blätter zwar noch ausreichend Licht zur Photosynthese (Fotosynthese), allerdings sind die Wurzeln bei 12,5 °C und tiefer beinahe inaktiv. Das führt dazu, dass die Blätter nicht mehr ausreichend versorgt sind und abfallen (Winter Leaf Drop).

Als Pflanzsubstrat eignet sich eine Mischung aus Torf (oder Kokosfasern als Torfersatz), Kompost und lehmhaltiger Gartenerde. Die Gartenerde sollte kalkarm, idealerweise aber kalkfrei sein und einen leicht sauren pH-Wert haben. Das Giesswasser sollte kalkfrei sein, wofür sich Regenwasser eignet. Einmal im Monat kann man die Pflanze mit einem phosphatbetonten, aber stickstoffarmen Dünger zusätzlich mit Nährstoffen versorgen.13

Häufige Schädlinge sind Schildläuse. Die Vermehrung der Pflanze kann man über Stecklinge oder über Mikro-Vermehrung herbeiführen.11

Neben Insekten und Wind ist die Selbstbestäubung der Zitronenblüten möglich. Unbefruchtete Blüten können sich zwar zu Früchten entwickeln, diese sind allerdings samenlos.13 Als selbstbefruchtende Pflanze ist der Zitronenbaum ideal für Wintergärten und Gewächshäuser.

Anbau - Ernte:

Der Zitronenbaum blüht und fruchtet unter feuchtwarmen Bedingungen das ganze Jahr über und kann damit bis zu vier Ernten hervorbringen.

Zitronenbäume benötigen ein gleichmässig warmes (mind. 5 °C) und feuchtes Klima. Gegen Trockenheit und Kälte sind sie empfindlicher als andere kommerziell angebaute Zitrusfrüchte. Die Pflanzen setzt man oft einer Stressperiode aus, um eine rationelle Ernte zu ermöglichen, indem man die Bewässerung einstellt. Das führt zu einer starken Blüte und zu gleichzeitig reifenden Früchten.

Weit verbreitete Zitronensorten sind laut Wikipedia "Zagara Bianca", "Lunario" und "Feminello Santa Teresa". Weitere wichtige Sorten sind "Primofiori", "Verna", "Interdonato", "Feminello" und "Lisbon". Im kalifornischen Anbau ist "Eureka" die Hauptsorte. Die Früchte sind aus Kernen von sizilianischen Zitronen 1858 in Kalifornien gezogen. Diese Sorte hat dunkelgrüne, rundliche Blätter und weist kaum Dornen auf. Zudem ist sie frühreif und die Früchte haben wenige bis keine Kerne.11

Die "Meyer-Zitrone" (Citrus × Meyeri, Citrus × limon "meyeri" bzw. Citrus × jambhiri "Meyer") kommt ursprünglich aus China, wo sie aus Zitrone und Orange natürlich entstanden ist. Im Vergleich zur "Eureka" enthält die Meyer-Zitrone weniger Säure. Seit den 1990er Jahren ist sie in den USA zunehmend populärer.11

Allgemeine Informationen:

Der Name Zitrone oder Limone stammt vom arabischen ليمون ab und heisst nach der Umschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft (DMG) "laimūn" ("Zitrone"). Zitronen sind die faustgrossen Früchte des Zitronenbaums (Citrus x limon) und stammen aus der Gattung der Zitruspflanzen (Citrus). Aus einer Kreuzung zwischen Bitterorange (Citrus × aurantium) und Zitronatzitrone (Citrus medica) sind die heutigen Zitronensorten entstanden. Sichere Nachweise für die Existenz von Zitronen in China und im Mittelmeerraum gibt es seit etwa 1000 n.Chr.11

Informationen zum Namen:

In früheren Jahrhunderten war "Zitrone" eigentlich die Bezeichnung für eine Zitronatzitrone. So nannte man die Zitrone in der deutschen Sprache bis ins späte Mittelalter Limone, was in einigen Regionen Österreichs immer noch der Fall ist. Von Limone leitet sich übrigens die Bezeichnung Limonade ab. Früher verwendete man für dieses Erfrischungsgetränk nämlich ausschliesslich Zitronen. Im Englischen versteht man unter "citron" immer noch die Zitronatzitrone und Zitronen bezeichnet man als "lemons". Heute dient das Wort Zitrone auch als Sammelbezeichnung für Limone, Zitronatzitrone und Limette.11

Literatur - Quellen:

  1. aid Infodienst (Herausgeber). Exoten und Zitrusfrüchte. 4. Auflage. Bonn; 2014. Druckerei Lokay e. K. Reinheim.
  2. Roger P. Heilkräfte der Nahrung: Ein Praxishandbuch. Zürich: Advent-Verlag; 2006:128-129.
  3. USDA (United States Department of Agriculture). Nährstofftabellen.
  4. Galati, E. M. et al. Biological effects of hesperidin, a citrus flavonoid. (Note I): antiinflammatory and analgesic activity. Farmaco. 1994; 40:709–712. PMID 7832973.
  5. Watzl B, Rechkemmer G: Basiswissen aktualisiert: Flavonoide. Ernährungs-Umschau. 2001; 48/12.
  6. Klappan A: Einfluss des Flavonoids Quercetin auf den mTOR-Signalweg von Zervix- und Mammakarzinomzellen. München 2014, DNB 1048361322 (PDF volltext).
  7. Wikipedia Limonoide.
  8. Ernährungsumschau. Limonoide in Zitrusfrüchten – Bitterprinzip und antikanzerogene Wirkung.
  9. Fleischhauer S. G., Guthmann, J., Spiegelberger, R. Enzyklopädie. Essbare Wildpflanzen. 2000 Pflanzen Mitteleuropas. 1. Auflage; Aarau: AT Verlag; 2013.
  10. Wetzel W-E, UGB-Forum Spezial: Von klein auf vollwertig, S. 19-20.
  11. Wikipedia Zitrone.
  12. Bown D.: Kräuter. Die grosse Enzyklopädie. Anbau und Verwendung. 2. Auflage. München: Dorling Kindersly; 2015.
  13. Garten-wissen.com Zitronenbaum.
  14. time.com/4701447/lemon-water-weight-loss/
  15. Legge J. Sacred Books of the East. Vol. 3: The Shoo King. Teil III, Buch I: The Tribute of Yu. London: Trübner; 1879: 68. sacred-texts.com/cfu/sbe03/sbe03013.htm.

Zutat mit Nährstofftabellen


Kommentieren (als Gast) oder anmelden
Kommentare Drucken