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Knoblauch, roh

Knoblauch senkt Cholesterinwerte - ist umstritten, doch Minderung des Darmkrebsrisikos scheint gegeben. Ist antibakteriell und wirkt gegen Thromben. Siehe Text.
83/16/01  LA:ALA
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Verwendung in der Küche:Der gewöhnliche Kulturknoblauch dient als köstliches, aromatisches Gewürz, welches roh eine gewisse Schärfe aufweist. Geruchsmässig wirkt Knoblauch bei unterschiedlichen Menschen ganz verschieden. Es hängt auch davon ab, ob man ihn roh oder gekocht isst. Gegen unangenehmen Knoblauchgeruch wirkt Chlorophyll, z.B. aus Petersilie oder Ingwer.

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Wild zu finden:Wild wachsender Knoblauch kommt in denjenigen Gebieten vor, wo man ihn einst als Kulturpflanze naturalisiert hatte. Vor allem bei günstigem Klima und vornehmlich dort, wo man auch Weinbau betreibt.

Lagerung:Knoblauch sollte man, ähnlich wie Zwiebeln, in trockenem Zustand und lichtgeschützt lagern. Die Aussenschale darf wegen Schimmelgefahr nicht mehr feucht sein.

Inhaltsstoffe:Die Knoblauchknolle enthält Kohlenhydrate, vor allem Fruktane, und schwefelhaltige Verbindungen (das geruchlose Alliin und deren Vorstufen). Mit Hilfe der Alliinase (Alliin-Lyase) bildet sich der Wirkstoff Allicin und andere Folgeprodukte, die sich dann mit dem roten Blutfarbstoff zu Schwefelwasserstoffen umwandeln (Knoblauchgeruch). Beim Erhitzen entstehen andere schwefelhaltige Verbindungen wie: Diallyldisulfid, Diallylthiosulfonat und Ajoen. Bei frischem Knoblauch ist der Alliingehalt zwischen 0,5 und 1 %.

Gesundheitliche Aspekte:Das Allicin im Knoblauch wirkt antibiotisch. Die Knolle hat eine gefässerweiternde, entspannende Wirkung und soll Thrombosen vorbeugen. Auch bei Magen-Darmstörungen kann Knoblauch mildernd wirken.6

Verschiedene wissenschafltiche Untersuchungen ergaben, dass die Inhaltsstoffe von Knoblauch Blutfettwerte senken und damit vorbeugend gegen arteriosklerotische Veränderungen der Blutgefässe wirken können.2 Weitere Erhebungen zeigen eine vorbeugende bzw. lindernde Wirkung gegen Darmkrebs.5 Hingegen konnte die Wissenschaft keine eindeutigen Ergebnisse zur Senkung der Gesamtcholesterinwerte und Triglyceride feststellen. Hier widersprechen sich die Untersuchungen.3,4

Vorkommen:Es gibt zahlreichen Sorten für Herbst- und Frühjahrspflanzung. Sind die Zehen noch nicht ausgebildet, spricht man von Rundlingen (ähnlich Chinesischem Knoblauch, was eine Lauchart ist).

Allgemeine Informationen:Knoblauch steht für Allium sativum, eine Pflanzenart aus der Gattung Lauch (Allium), die man als Gewürz- und Heilpflanze verwendet. Genau genommen gehört auch die Varietät Allium sativum var. ophioscorodon (Syn.: Allium ophioscorodon) dazu, die man auch Schlangen-Knoblauch (nicht Schlangen-Lauch) oder Rockenbolle (Rocambole) nennt. Perlzwiebeln sind jedoch eine Lauch-Sorte.

Obwohl nicht mit dem Knoblauch verwandt, heisst sie ähnlich: Die Gewöhnliche Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata) weist einen feinen Knoblauchgeschmack auf und ist ein gutes Gewürzkraut.1

Für Knoblauch gibt es viele Trivialnamen. Regionale und alte Namen althochdeutsch: "Chlobaloch, Chlobeloch, Chlobelouch, Chlofolouch, Chloviloich, Chlovolouch, Chnobeloch, Chnobleich. Und: Aberknoblauch, Clovalouch, Clovelouch, Gartenknoblauch, Gruserich, Klobelouch, Kloblauch, Kloblouch, Kloflok, Kluflock, Knabelach, Kniuwleng, Knobel, "Knuawlet", Knobelouch, Knoblech, Knoblich, Knoblecht, Knobleig, Knoflak, Knuflak, Knufflóek, Knuflock, Knuftlók, Kruftlók, Loech, Look."

Literatur und Quellen:

  1. Mabey R. Essbar: Wildpflanzen, Pilze, Muscheln für die Naturküche. Bern: Haupt Verlag. 2013.
  2. Ried K, Frank O et al. Effect of garlic on blood pressure: a systematic review and meta-analysis. 2008; 8/13. PMC 2442048 (free full text)
  3. Reinhart K, Talati R et al. The impact of garlic on lipid parameters: a systematic review and meta-analysis. 2009;22/1:39-48. PMID 19555517 (free review)
  4. Lawson L, Gardner C. Effect of raw garlic vs commercial garlic supplements on plasma lipid concentrations in adults with moderate hypercholesterolemia: A randomized clinical trial. Archives of Internal Medicine. 2007;167/4:346–353. DOI:10.1001/archinte.167.4.346 / PMID 17325296 (free full text).
  5. Ngo S, Williams D et al. Does garlic reduce risk of colorectal cancer? A systematic review. The Journal of nutrition. 2007; 137/10:2264–2269. PMID 17885009 (abstract).
  6. Pahlow M. Das grosse Buch der Heilpflanzen: Gesund durch die Heilkräfte der Natur. München: Gräfe und Unzer Verlag; 2013.

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