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Cashewnuss, roh

Cashewnuss roh ist oft eine Täuschung: Um das giftige Cardol zu deaktivieren verwendet man Erhitzung: Dampf oder Röstprozess - nur das ist der Unterschied.
  33/20/48  LA!:0ALA
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Cashewnuss bzw. Kashew-Kerne sind selten wirklich als Rohkost zu bezeichnen, denn das Cardol, ein Öl in der Schale, ist toxisch. Der Kontakt mit der Schleimhaut würde schwere Verätzungen hervorrufen. Zudem ist die Schale so hart, dass man sie nur umständlich ohne vorherige Erhitzung entfernen kann. Sie ist viel härter als die der Macadamia oder Mandel. Der Baum stammt aus Brasilien, doch im 16. Jahrhundert kam er durch die Portugiesen nach Indien und später in praktisch alle tropischen Anbaugebiete. Die Kenner essen auch den Fruchtstiel (Cashew-Apfel) roh, doch ist sie etwas adstringierend-säuerlich.

Verwendung in der Küche:Die süsslich-nussig schmeckenden Cashewkerne werden im Handel roh, geröstet und gesalzen angeboten. Verwendung finden sie zum Knabbern, im Müesli oder in der Pfanne geröstet zu Salaten oder anderen Speisen. Fein gemahlen können sie auch zur Herstellung von veganem Käse verwendet werden.

Inhaltsstoffe:

Cashewkerne enthalten einen hohen Anteil an der essentiellen Aminosäure Tryptophan, welche wichtig ist für die Produktion des Neurotransmitters Serotonin. So können gemeinsam mit Vitamin B6 (Bierhefe, Kartoffeln) Depressionen behandelt werden. Ausserdem enthalten sie Mineralstoffe, wie Magnesium und Eisen.

Gefahren / Unverträglichkeiten:Die Schale enthält ein toxisches Öl namens Cardol, das durch den Röstungs- oder Erhitzungsprozess deaktiviert wird. Der Kontakt des Öls mit Schleimhaut verursacht schwere Verätzungen, auf der Haut wirkt es stark reizend. Daher wird in den meisten Fällen die Schale samt den darin enthaltenen Kernen im Öl geröstet oder mit Wasserdampf behandelt, um sie leichter zu öffnen und Spuren des Schalenöls zu deaktivieren.

Einige Menschen sind allergisch gegen Cashewkerne, allerdings ist diese Allergie wesentlich seltener als bei verschiedenen anderen Nussarten.

Allgemeine Informationen:Aus Wikipedia: Die Cashewfrucht wird auch „Elefantenlaus“ genannt und enthält die Kerne, die im deutschsprachigen Raum mit dem englischen Namen Cashew als „Cashewkerne“ oder „Cashewnüsse“ gehandelt werden. Sie ist ein kleines, grünlich- bis bräunliches, nieren- oder boxerhandschuhförmiges Gebilde, das an einem fleischig verdickten Fruchtstiel herabhängt. Dieser etwa 5–10 cm lange, birnen- oder paprikaförmige Fruchtstiel wird als Cashewapfel bezeichnet. Dieser ist allerdings nur eine Scheinfrucht, da er nur der verdickte Fruchtstiel und nicht die eigentliche, fortpflanzungsfähige Frucht des Cashewbaumes ist. Der Cashewapfel ist bei Reife gelborange bis rot gefärbt und wird zu Kaschu-Saft und Marmelade (Konfitüre) verarbeitet. Die am Cashewapfel herabhängende nierenförmige Cashewfrucht wird abgeerntet und daraus die bekannte Cashewnuss gewonnen.

Cashew-Schalenöl wird aus dem mittleren Teil der Fruchtwand der Cashewfrucht gewonnen. Es wird industriell und medizinisch genutzt.

Im Handel erhältliche „rohe“ Nüsse sind nicht in jedem Fall wirklich „roh“, eine Dampfbehandlung wird zumeist nicht angegeben.


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