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Mönchsbart (Barba di frate)

Mönchsbart, auch Barba di frate genannt, ist eine Salzpflanze und lässt sich roh oder gekocht verwenden. Ihr Geschmack reicht von leicht säuerlich bis salzig.
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Mönchsbart, italienisch auch unter dem Namen Barba di frate bekannt und immer häufiger in der Kochwelt unter dem Begriff Agretti antreffbar, findet sich wild in Küstennähe Südeuropas oder temperierten Breiten West-Asiens. In grösseren Filialen oder saisonalen Märkten, ist er auch kommerziell erwerbbar. Aufgrund seines Erscheinungsbildes, insbesondere der Rosette mit gekrümmten Zacken, trägt er den lateinischen Namen Plantago coronopus. Man kann ihn roh verzehren und unter Salate mischen oder als Deko bzw. Topping verwenden.

Verwendung in der Küche:Der vor allem in Italien oft verwendete Mönchsbart hat ein schnittlauchähnliches Erscheinungsbild und seine langen, fleischigen Stile besitzen einen leicht erdigen, teils säuerlichen Geschmack, welcher je nach Anbau- oder Ernteort eine salzige Note trägt. 

Vor der Zubereitung den Mönchsbart ca. 2 cm über den rötlichen Wurzeln abschneiden und gründlich unter fliessendem Wasser abwaschen und abtropfen lassen. Anschliessend lässt sich der Mönchsbart roh in Mischsalaten oder gekocht für diverse Pasta-Kreationen oder andere Rezepte der toskanischen Küche verenden.
Die Zubereitung erfolgt dabei ähnlich wie die von Spinat. Durch kurzes Blanchieren kann man seine grüne Farbe während der Zubereitung konservieren, um die optische Präsentation des Gerichts zu verbessern.

Einkauf:Mönchsbart bzw. Adretti lässt sich während der von Februar bis März andauernden Saison frisch auf gewissen Wochenmärkten, Spezialitätenläden und in Bioläden sowie in gut sortierten Lebensmittelgeschäften antreffen. Auch im Internet kann man den Mönchsbart bestellen.

Wild zu finden:Beim Mönchsbart handelt es sich um eine längliche Pflanze, die einen langen, blätterlosen Stängel ausbildet. Die salzliebende Meeresküstenpflanze ist unter anderem in Südeuropa und am Balkan auf Dünenwiesen wild antreffbar.1

Lagerung:Frisch schmeckt er am besten, doch wer nicht dazu kommt, kann den Mönchsbart in feuchtem Tuch eingewickelt auch für 2-3 Tage im Gemüsefach des Kühlschrankes ohne grossen Qualitätsverlust aufbewahren.

Inhaltsstoffe:Der kalorienarme (17 kcal / 100 Gramm) Barba di frate wirkt leicht harntreibend und ist reich an Kalium, Calcium, den Vitaminen C, B1, B2, B3 und B6 und E.

Vorkommen:Mönchsbart (Plantago coronopus) kommt in erster Linie in zentral- bis ostmediterranen Küstenräumen vor. Allerdings ist die Pflanze neben europäischen Küstenregionen auch in temperierten Breiten West-Asiens auf Salzwiesen verbreitet.2

Anbau, Ernte:Für den Anbau des Mönchsbart (Barba di frate) benötigen Sie lediglich eine kleinen Topf oder Blumenkasten. Die im Internet bestellbaren Samen benötigen ca. 60 Tage bis eine erntereife Pflanze heranwächst. Die abgeschnittene Pflanze wächst, einen guten Boden vorausgesetzt, nach der ersten Ernte wieder nach. Der Mönchsbart bevorzugt feuchte, nährstoffreiche Böden und nicht zu intensive Sonneneinstrahlung.3

Die bevorzugt warme Vorkultur beginnt man als Freisaat am besten ab Anfang April, die Direktsaat folgt mitte Mai bis Juni und im September. In einem Gewächshaus eignet sich Oktober für eine Herbst-Winterkultur.2

Allgemeine Informationen:Aus Wikipedia: Der Krähenfuß-Wegerich (Plantago coronopus) (auch ...Mönchsbart ... genannt) ist eine Salzpflanze, die nach Ellenberg einen geringen bis mässigen Salzgehalt anzeigt. Sie gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae).2

Unterarten:Folgende Unterarten sind unterscheidbar:

  • Plantago coronopus ssp. coronopus
  • Plantago coronopus ssp. commutata (Guss.) Pilger (Syn.: Plantago coronopus subsp. weldenii (Rchb.) Arcang.), ist im zentral- bis ostmediterranen Küstenraum beheimatet. Wird von manchen Autoren auch als eigene Art angesehen: Plantago weldenii Rchb.
  • Plantago coronopus ssp. cupanii (Guss.) Nyman: Wird von manchen Autoren auch als eigene Art angesehen: Plantago cupanii Guss.. Sie kommt in Marokko, Algerien, Tunesien und Sizilien vor.
  • Plantago coronopus ssp. purpurascens Pilger. Sie wird auch als Unterart zu Plantago weldenii Rchb. gestellt: Plantago weldenii subsp. purpurascens (Nyman) Greuter & Burdet.2

Alternative Namen:Weitere Namen unter dem man den Mönchsbart antrifft sind unter anderem: Krähenfuss-Wegerich, Hirschhorn-Wegerich, Schlitz-Wegerich, Schlitzblatt-Wegerich, Kapuzinerbart, Ziegenbart, Barba di frate, Barba dei frati, Agretti, Salsola soda, Sodakraut, Salzkraut, Agretto, Ballerina, Liscari sativa etc.

Wissenswertes:Durch seine mineralischen Eigenschaften hat man die natriumcarbonat- und kaliumreichen Asche von verbranntem Mönchsbart früher zur Herstellung von Seife und Glas genutzt.

Literatur / Quellen:

  1. Andrea Heistinger. Kräuter richtig anbauen: Das Praxisbuch für Biogarten, Topf und Balkon. Vielfalt in über 100 Sorten. Gebundene Ausgabe – 20. April 2016
  2. Wikipedia. Krähenfuß-Wegerich.
  3. Website der Gärtnerei Waldhaus unter Agretti Rezepte.

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