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Kurkuma, gemahlen

Die verdauungsanregende Kurkuma ist Safran- bzw. Gelbwurzel, ein Rhizom ähnlich dem des Ingwers. Siehe verschiedene Heilwirkungen im Text (Link).
84/12/04  LA:ALA
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Kurkuma ist vor allem wegen seiner Färbekraft bekannt. Diese kommt nicht nur in der Küche zur Anwendung, sondern wurde auch für gewisse Materialien, wie beispielsweise Papier, verwendet.

Verwendung in der Küche:Die frische Wurzel, welche dem Ingwer sehr ähnlich sieht, hat einen harzigen, leicht brennenden Geschmack. In getrockneter Form schmeckt sie mildwürzig und ein bisschen bitter. Verwendung findet häufig die gemahlene Form, vor allem wegen der intensiven gelben Färbekraft - im Currypulver. Ebenso gelb (jedoch geschmacklich unterschiedlich) färbt auch Safran. (Sinngemäss aus Wikipedia)

-> Da Kurkuma relativ kostengünstig ist, benützen es Fälscher zum Strecken von Safran!

LagerungGrundsätzlich verliert Kurkuma bei längerer Lagerung die Farbe und auch das Aroma, deshalb soll er rasch verbraucht und wenn möglich dunkel gelagert werden. (Wikipedia)

InhaltsstoffeIm Rhizom sind bis zu 3 % Curcumin, welches für die gelbe Färbung verantwortlich ist, und bis zu 5 % ätherische Öle enthalten. (Wikipedia)

Gesundheitliche Aspekte:Kurkuma spricht man eine anregende Wirkung auf die Magensaftproduktion zu. Der getrocknete Wurzelstock der javanischen Curcuma xanthorrhiza enthält ein scharfschmeckendes orangegelbes ätherisches Öl mit v. a. gallentreibender und die Gallenbildung fördernder Wirkung. (Brockhaus)

Verwendung als Heilpflanze:Die in einigen Curcuma-Arten enthaltenen gelben Farbstoffe, allen voran Curcumin, weisen u. a. krebshemmende, antioxidative und entzündungshemmende Wirkungen auf. Bei genmanipulierten Mäusen zeigte sich Curcumin wirksam gegen Mukoviszidose, jedoch konnte dieser Effekt bisher an menschlichen Versuchspersonen nicht wiederholt werden. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Curcumin zum Abbau des Tumorsupressorproteins p53 beitragen und so das Wachstum von p53-kontrollierten Krebszellen fördern könnte. Diesbezüglich ist die Datenlage allerdings keineswegs eindeutig, da von Aggarwal et al. 2005 ein Experiment beschrieben wurde, bei dem p53 in curcuminbehandelten Brustkrebszellen zunahm. Ein wissenschaftlicher Nachweis dieser Mechanismen an menschlichen Versuchspersonen erfolgte bisher nicht.

Curcumin wirkt durch die Hemmung der Enzyme Cyclooxygenase-2, Lipoxygenase und NO-Synthase entzündungshemmend. Diese Wirkung von Curcumin konnte u. a. bei Patienten mit Knie-Arthrose nachgewiesen werden. Die Verminderung von Entzündungen wird zugleich als Ursache der krebshemmenden Wirkung angenommen.

Die krebshemmende Wirkung ist mit mehreren Untersuchungen belegt worden: Es kann Darmpolypen zurückdrängen und damit Darmkrebs vorbeugen, wie eine Studie mit Patienten mit familiärer adenomatösen Polyposis (bei dieser Erbkrankheit bilden sich Hunderte von Polypen im Darm, unbehandelt entwickelt sich Darmkrebs) zeigte. Durch die Einnahme von Curcumin ging die Zahl der Polypen um 60 Prozent zurück. Die Größe der verbliebenen Polypen reduzierte sich im Schnitt um 50 Prozent. Außerdem kann Curcumin die Bildung und Ausbreitung von Metastasen bei Brustkrebs hemmen. Das haben Wissenschaftler der Universität von Texas in Houston in Experimenten mit Mäusen herausgefunden. Die aus der Gelbwurz gewonnene Substanz könnte besonders wirksam in Kombination mit dem Wirkstoff Paclitaxel sein, einem gängigen Mittel bei der Behandlung von Brustkrebs. Einige epidemiologische Studien zeigen zudem ein antikanzerogenes Potential und damit eine mögliche chemopräventive Wirkung bei Prostatakrebs.

Curcumin unterstützt offenbar auch die Knochengesundheit: Es senkt die Konzentration des RANK-Liganden ... Wegen dem First-Pass-Effekt ist die Bioverfügbarkeit von Curcumin gering. Mikroemulsionen steigern die Bioverfügbarkeit um ca. 350 % (Meriva) bis zu 5000 % (Arantal, D: Curcuflex).

Allgemeine Informationen:Aus Wikipedia: Die Kurkuma oder Kurkume (Curcuma longa), auch Gelber Ingwer, Safranwurz(el), Gelbwurz(el) oder Gilbwurz(el) genannt, ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae). Sie stammt aus Südasien ... In Indien ist die Verwendung von Kurkuma seit 4000 Jahren belegt. Kurkuma galt als heilig und gehörte bereits damals zu den wichtigsten Gewürzen.

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