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Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

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Leinöl (Leinsamenöl), kalt gepresst

Leinsamenöl, kalt gepresst aus den reifen Leinsamen, ist eine gute Quelle für Omega-3-Fettsäuren, allerdings oxidationsempfindlich und nur sehr kurz lagerfähig.
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Leinöl (Leinsamenöl) gewinnt man aus Leinsamen, den reifen Samen des gemeinen Leins oder Flachs (Linum usitatissimum). Frisches kaltgepresstes Leinöl hat einen wenig ausgeprägten Geschmack, schmeckt leicht nussig und heuartig. Es hat eine goldgelbe Farbe.

Aus Wikipedia: "Unter den natürlichen Quellen der essentiellen α-Linolensäure gehört Leinöl zu den wenigen, in denen der Anteil der Omega-3-Fettsäuren den der Omega-6-Fettsäuren übersteigt." Das Verhältnis Linolsäure zu α-Linolensäure im Leinöl beträgt ca. 1:3 - 1:4.

Verwendung in der Küche:Leinöl kann man über den Salat oder ein Müesli geben und eigentlich je nach Wunsch zu jedem kalten Gericht servieren. Auf keinen Fall darf man das Leinöl erhitzten, da man dabei die mehrfach ungesättigten Fettsäuren zerstört. Wegen der starken Oxidationsempfindlichkeit ist es an sich sinnvoller ganze Leinsamen anstatt des Leinöls zu verwenden siehe z.B. das Erb-Müesli.

Lagerung:Leinöl ist sehr lichtempfindlich. Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren oxidieren nach kurzer Zeit und das Öl schmeckt dann bitter. Ursache sind Luftsauerstoff, Licht und Feuchtigkeit. Leinöl sollte man nach dem Öffnen kühl und dunkel aufbewahren.

Selbst bei Aufbewahrung im Kühlschrank (um 4 °C) entsteht nach einigen Tagen ein bitterer Geschmack. Deshalb ist es sinnvoll, Leinöl in kleinen Flaschen zu kaufen und schnell aufzubrauchen. Man kann Leinöl zudem auch in kleine Fläschchen mit gutem Verschluss, gut gefüllt, aufteilen.

Benötigt man es einige Tage nicht, kann man es in der Tiefkühltruhe lagern und im Kühlschrank wieder auftauen. Leinsamenöl bzw. Flachsöl schmilzt bei -16 bis -20 Grad Celsius. Weil sich Öl beim Gefrieren nicht ausdehnt, zerspringt das Glas nicht. Das Leinöl altert dann praktisch nicht, wenn es im festen Zustand gelagert ist.

Inhaltsstoffe:Wikipedia: Leinöl enthält in seinen Triglyceriden größtenteils (zu 90 % und mehr) ungesättigte Fettsäuren und hat insbesondere einen hohen Anteil an der Omega-3-Fettsäure α-Linolensäure von 45 % bis 71 % (außerdem etwa 17 % bis 23,5 % Ölsäure und 12 % bis 24 % Linolsäure). Die α-Linolensäure wird vom Menschen zu einem geringen Anteil (1–10 %) auch in die höherwertigen Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) umgewandelt.

Leinöl enthält an Vitamin-E ca. 1,2 mg/100 g alpha-Tocopherol und 52 mg/100 g gamma-Tocopherol. Außerdem mit 17 bis 30 mg/100 g einen relativ hohen Wert des Tocotrieno- ähnlichen und vor Lipidperoxidation schütztenden Plastochromanol-8.

Ausserdem enthält Leinöl Polyphenole und Phytohormone (Lignane), die zu den sekundären Pflanzenstoffen zählen und ebenfalls einen positiven Einfluss auf die Gesundheit haben.

Allgemeine Informationen:

Herstellung:Kalt gepresstes Leinöl gewinnt man mittels Pressung der Leinsamen durch eine Schneckenpresse. Hierbei drückt man die Leinsaat mit Hilfe einer Schneckenwalze bei geringem Druck durch einen Presszylinder. Die Kaltpressung erreicht Öltemperaturen von maximal 40 °C. Vor der Verwendung entfernt man noch die Schwebstoffe durch Absetzen.

Da Leinöl auch bei kalter Pressung sehr schnell durch den Luftsauerstoff oxidiert, hat man verschiedene Pressverfahren unter Sauerstoffausschluss entwickelt, die die Oxidation während des Pressvorgangs verhindern sollen. Dies erfolgt durch Verwendung einer Schutzatmosphäre aus reinem Stickstoff oder Kohlendioxid, die den Sauerstoff der Luft von Pressgut und Öl fernhält. Diese Öle sind qualitativ hochwertig, weil man bei der Herstellung auch darauf achtet, dass kein Licht an das Öl gelangt.

Bei der Pressung fällt der feste Leinsamen-Presskuchen an. Diesen Pressrückstand setzt man als hochwertiges Futtermittel vorrangig in den Wintermonaten ein.

Weitere Verwendungen:Aufgrund des hohen Gehalts an einfach- und mehrfach ungesättigten Fettsäuren härten Leinöle aus und eignen sich deshalb als Bindemittel für Pigmente zur Herstellung von Ölfarben.
Leinöl verwendet man auch in der Kosmetik und als Konservierungsmittel beim Einsatz von Holz oder Farben. Es soll die Haut regenerieren. Naturseifen können ebenfalls Leinöl enthalten. Unter Verwendung von Nelkenöl und Zitronengras soll Leinölseife anregend und erfrischend wirken.

Historik:Wikipedia: Unter den natürlichen Quellen der essentiellen α-Linolensäure gehört Leinöl zu den wenigen, in denen der Anteil der Omega-3-Fettsäuren den der Omega-6-Fettsäuren übersteigt. Andere sind Leindotteröl und die Exoten Chia- und Perillaöl. Leinsamen gehören (zusammen mit Gerste, Weizen, Linsen und Erbsen) zu den fünf frühesten Agrarpflanzen des eurasischen Kulturkreises in der Jungsteinzeit. Sie ist neben dem späteren Öl aus Hanf und Mohn die einzige historische Ölpflanze Europas. Da die Fette in Getreiden überwiegend aus Omega-6-Fettsäuren bestehen, stellt das Öl aus Leinsamen mit seinem hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren eine wichtige ernährungstechnische Errungenschaft der Jungsteinzeit dar.

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