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Linse, rot, gekocht

Rote Linsen verwendet man bevorzugt für Eintöpfe, Currys und Dals, da sie, ohne vorheriges Einweichen, nach nur kurzer Zeit zu einer Art Brei zerfallen.
68/31/01  LA:ALA
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Durch ihre hochwertigen Proteine sind Linsen für Veganer eine sehr gute pflanzliche Eiweissquelle. Der Geschmack von Linsen reicht von erdig bis nussig. Die verschiedenen Linsenarten, deren Form einheitlich rund und flach ist, unterscheiden sich neben der Grösse auch in der Farbgebung. Rote Linsen stammen aus Indien und sind besonders aus dem Nationalgericht Dal bekannt. Da sie schon geschält sind, garen sie schnell und zerfallen zu einer Art Brei. Ein vorheriges Einweichen ist nicht notwendig. Gekochte Linsen sind bis zu einer Woche im Kühlschrank haltbar und durch das Fehlen der Schale nehmen die ohnehin weniger Eigengeschmack enthaltenen roten Linsen den Geschmack von Gewürzen besonders gut an.

Verwendung in der Küche:Rote Linsen sind geschälte braune oder violette Linsen, deren Kern orange-rot ist. Im Gegensatz zu den meisten anderen Linsen muss man sie vor dem Kochen nicht einweichen und sie erhalten nach dem Kochen eine gelbliche Farbe. Rote Linsen zerfallen beim Kochen aufgrund der fehlenden Schale zu einer Art Brei und nehmen Gewürze besser auf als ungeschälte Linsen. Daher finden sie häufig in Eintöpfen, Currys, Pürees oder Dals Verwendung.

Als Faustregel zur erwartenden Konsistenz gekochter Linsen gilt: Je grösser die Sorte, desto schneller zerkochen sie. Geschälte Linsen, wie die roten und gelben, zerfallen beim Kochen sehr schnell.

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Einkauf:Rote Linsen sind in getrockneter Form oder vorgekocht in der Konserve erhältlich. In beiden Formen sind sie sehr lange haltbar. Durch die Sterilisierung (Erhitzung unter Druck) bei der Verarbeitung von Konservenprodukten gehen zwar ein Teil der Vitamine verloren, jedoch hat dies keinen Einfluss auf die weiteren Inhaltsstoffe. Da Hülsenfrüchte ohnehin nicht gerade viele Vitamine enthalten, ist der Verlust eines Teils der Vitamine wohl von geringerer Bedeutung, vorausgesetzt man ernährt sich nicht von Hülsenprodukten allein.

Inhaltsstoffe:Linsen haben einen sehr hohen Eiweissgehalt von 25 - 30 % in der Trockenmasse, weshalb sie vor allem für die vegane Ernährung sehr beliebt und wertvoll sind. Ungeschälte Linsen haben den Vorteil, dass sie mehr Nährstoffe enthalten, da die meisten Nährstoffe und ein Grossteil des Aromas in der Schale stecken, wodurch sie auch intensiver schmecken. Aufgrund des hohen Ballaststoffanteils wirken ungeschälte Linsen sehr sättigend, geschälte sind hingegen leichter bekömmlich.

Linsen enthalten Inhaltsstoffe wie Folsäure, Eisen, Magnesium, Vitamin B1 und B6, Kalium, Kupfer und Zink, welches bedeutsam für den Stoffwechsel ist.1 Linsen haben einen hohen Anteil an Purinen, die zu Harnsäure umgewandelt und über die Nieren ausgeschieden werden - dies sollten Menschen mit einem erhöhten Harnsäurespiegel beachten, da sonst Gichterscheinungen auftreten können.

In roher Form sind Linsen unbekömmlich, da sie sogar giftige Inhaltsstoffe (z.B. Lektine) enthalten, welche durch das Kochen unschädlich gemacht werden. Durch das Einweichen reduziert man diese unbekömmlichen Stoffe. 

Gesundheitliche Aspekte:Linsen sind ein guter Eisenlieferant (8 mg / 100 g) und gelten daher als wirksam gegen Blutarmut. Aufgrund des hohen Ballaststoffanteils helfen sie bei Verstopfungen, und senken den Cholesterinspiegel. Sie lassen den Blutzucker nur langsam ansteigen und werden daher für Diabetiker empfohlen. Der hohe Folsäuregehalt kommt Frauen mit Kinderwunsch und auch Schwangeren zugute.1

Äusserlich angewendet hilft gekochtes, abgekühltes Linsenpürree bei Gichterscheinungen.

Allgemeine Informationen:Die Linse oder Erve (Lens culinaris), auch Küchen-Linse genannt ist eine Pflanzenart aus der Gattung Linsen (Lens) aus der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae oder Leguminosae). Sie stammt wahrscheinlich von der wilden Lens orientalis ab.

Die Form der Linsen ist einheitlich flach und rund. Sie unterscheiden sich in der Grösse und Farbe. Tellerlinsen gehören mit 6 - 7 mm Durchmesser zu den grössten Linsen, Zuckerlinsen mit 4 - 5 mm zu den kleinsten. Im Handel weiters noch verbreitet sind: Berglinsen, Beluga-Linsen, Puy-Linsen und Gelbe Linsen, welche sehr stark in der Farbe variieren.

Literatur / Quellen:

  1. Roger J. Heilkräfte der Natur. Ein Praxishandbuch. Zürich: Advent Verlag. 2006.

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