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Pistazie, roh

Die süsslich schmeckenden Pistazien isst man roh oder geröstet als Snack, salzig oder süss in Pralinen, Desserts oder zur Verfeinerung von Hauptgerichten.

Pistazien isst man pur, geröstet, gesalzen oder gesüsst als Snack. Sie haben einen süsslich-fruchtigen Geschmack. Gehackt oder gemahlen werden sie gern für Gebäck, Süssspeisen oder zum Streuen über Desserts verwendet.

Allgemeine Information:

Aus Wikipedia: "Der Pistazienbaum (Pistacia vera; persisch پسته; arabisch فستق حلبي) ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Sumachgewächse (Anacardiaceae). Die Pistazie ist die Steinfrucht der Pistazien-Arten, es ist keine Nussfrucht im botanischen Sinne, zur Unterscheidung von den anderen Arten der Gattung Pistazien (Pistacia) genauer Echte Pistazie genannt."

Geschichte, Anbau und Ernte:

"Pistazien gehören zu den ältesten blühenden Kulturpflanzen und sind heimisch im Nahen Osten. ... Ein gezielter Anbau fand spätestens seit der Antike statt. Pistazien breiteten sich vom Nahen Osten auf das Mittelmeergebiet aus und wurden schnell zu einer geschätzten Delikatesse unter Königen, Reisenden und einfachem Volk gleichermaßen. ..."

"Die weltweit größten Produzenten sind der Iran, die USA und die Türkei. …"

"Wenn die Pistazie reif wird, färbt sich die Haut rosig und löst sich von der Schale. Zur Erntezeit im September werden die Pistazien mit mechanischen Baumrüttlern auf eine Auffangvorrichtung geschüttelt, damit sie nicht auf den Boden fallen. Von dort werden diese in Behälter umgeladen und zur Verarbeitungsanlage transportiert. Pistazien müssen sofort enthäutet und getrocknet werden, um ihre Qualität zu erhalten und ein Verfärben der Schalen zu vermeiden. Die traditionelle Methode ist die aufwendige Trocknung an der Sonne, die von den Verbrauchern in den Ernteländern meistens bevorzugt wird. Ware für den Export wird hingegen in Verarbeitungsbetrieben getrocknet, was zu hygienisch einwandfreier Ware führt, jedoch Auswirkung auf den Geschmack haben kann. Die vergrößerte Pistazie drückt auf die umgebende Schale und verursacht das natürliche Aufspalten. Die Haut, die als Schutzhülle dient, bleibt dabei unversehrt."

Nährstoffgehalt:

"100 g Pistazien ohne Schalen enthalten:

518 Kcal, 2428 kJoule, 18g Eiweiss, 12 g Kohlenhydrate, 52 g Fett, 10.6 g Ballaststoffe"

Verwendung:

"Pistazien und andere Nüsse gelten in traditionellen Heilsystemen wie Ayurveda und der traditionellen chinesischen Medizin als mild wärmende, magenfreundliche Speisen. In der wissenschaftlichen Medizin gibt es für sie keine regelmäßige Verwendung. Allerdings können pistazienreiche Ernährungsformen durch den hohen Gehalt an Pflanzenfetten möglicherweise die Blutfettwerte verbessern. ...

Pistazien kommen meist geröstet und gesalzen sowie geschält oder ungeschält als Knabberei in den Handel. Der Geschmack ist süßlich, mandelartig, gleichzeitig kräftig würzig. In den Anbauländern kann man sie in der Saison auch frisch und ungeröstet kaufen. Dann schmecken sie zart und knackig. Weitere Verwendung finden sie in der Süßwarenproduktion (Mozartkugeln, Pralinen, Baklava), für Speiseeis und in der Wursterzeugung (z. B. Mortadella).

Vor dem Verzehr muss die Schale geöffnet werden, da nur der Kern verzehrbar ist."

Wissenswertes:

"Die Weltnaturschutzunion IUCN führt den Pistazienbaum in der Roten Liste gefährdeter Arten als beinahe gefährdet (Near Threatened). Als Gründe für die Gefährdung führt sie Überweidung und übermäßige Fruchtnutzung an."

"Der Pistazienbaum wächst als Baum, erreicht Wuchshöhen von bis zu 12 Meter und wird bis zu 300 Jahre alt. ..."

"Bis vor ein paar Jahren enthielten Pistazien ebenso wie Nussfrüchte vermehrt Pestizide und Spuren von Schimmelpilzen. Insbesondere westliche Exportländer wie die USA steigerten daher ihre Qualitätssicherung und Lebensmittelsicherheit. Heute werden Pistazienimporte in die EU streng geprüft. …"