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Spirulina (immer erhitzt!)

Spirulina gehört zu den Cyanobakterien und ist reich an vielen Nährstoffen. Wegen ihres blauen Farbstoffes Phycocyanin zählte man sie früher zu den Blaualgen.
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Spirulina (korrekter Arthrospira) ist eine Gattung der Cyanobakterien (früher als Blaualgen bezeichnet). Spirulina findet man im Handel auch unter der Bezeichnung „Mikroalgen“ als Nahrungsergänzungsmittel. Die einzelnen Bakterien sind ca. 0,15 mm (150 μm) lang. Man züchtet sie in Fabriken (Glasröhrensystem als Monokultur) oder in offenen Gewässern und trocknet sie dann mit Heissluft von ca. 135 oder mehr Grad C, um sie danach zu Pulver oder Tabletten zu vearbeiten.

Schon bei der Züchtung können Belastungen und Verunreinigungen vorkommen, so z.B. mit Microcystinen, Giftstoffen, die aus anderen Algen stammen. Das kann die Leber dauerhaft schädigen und ist alles andere als Detox bzw. Entgiftung oder Ausleitungsmethode, die Hersteller und Händler anpreisen. Die Zucht kann in verschmutzen Gewässern erfolgen, das Schwermetalle und andere Bakterien enthält, manchmal auch Amöben oder Pilze.

Spirulina beinhaltet etwa 60 % Protein - nicht gerade gut für unsere westliche Essweise mit schon zu viel Protein!

Allgemeine Information:

Aus Wikipedia: "Bis zu 35 Arten werden unterschieden (zum Beispiel Spirulina platensisSpirulina fusiformisSpirulina maxima), es ist jedoch unklar, ob nicht diese 35 Arten möglicherweise doch alle derselben Art angehören, da Spirulina ihre Gestalt in Abhängigkeit vom Nährstoffgehalt und pH-Wert des Wassers ändert."

Aus Wikipedia (Cyanobakterien): "Cyanobakterien zeichnen sich vor allen anderen Bakterien durch ihre Fähigkeit zur oxygenen Photosynthese aus. Früher wurden sie zu den Phycophyta (Algen) gerechnet und als Klasse Cyanophyceae (Blaualgen) geführt. Einige Cyanobakterien enthalten neben anderen Photosynthese-Farbstoffen blaues Phycocyanin und ihre Farbe ist deshalb blaugrün."

Vorkommen:

"Spirulina kommt in stark alkalischen Salzseen (pH-Wert zwischen 9 und 11), aber auch in Süßwasser vor, sie besiedelt flache, subtropische bis tropische Gewässer mit hohem Salzgehalt, vor allem in Mittelamerika, Südostasien, Afrika und Australien. Sie wurde schon seit alters her von den an diesen Gewässern wohnenden Menschen als Nahrung genutzt, zum Beispiel von den Kanembu am afrikanischen Tschadsee in Form von Dihe und am mexikanischen Texcoco-See (als Tecuitatl von den Azteken)."

"Spirulina-Biomasse wird in Aquakulturen bei einer Wassertemperatur von bis zu 37 Grad Celsius produziert. Das optimale Wachstum von Spirulina hängt wesentlich von der zur Verfügung gestellten Menge an Kohlenstoffdioxid (CO2) ab. Daher wird den Aquakulturen neben dem Kohlenstoffdioxid, das aus der Luft in die Kultur gelangt, zusätzlich CO2 aus verschiedenen Quellen zugeführt. So wächst Spirulina nicht nur schneller, sondern produziert auch wesentlich mehr Sauerstoff. Zur Ernte pumpt man die Kultur durch einen Filter oder eine Durchlaufzentrifuge und trocknet anschließend die so gewonnene Biomasse mit Heißluft oder im Sonnenlicht. Die getrocknete Biomasse wird zum Vertrieb meist zu Tabletten gepresst, in Kapseln eingeschlossen oder pulverisiert."

Inhaltsstoffe:

"Die Trockenpräparate enthalten durchschnittlich: 59,78 % Proteine, 20,2 % Kohlenhydrate, 4,06 % Fette und 5,47 % Mineralstoffe. In den Proteinen sind alle essentiellen Aminosäuren enthalten. Außerdem sind β-Carotin – eine Vorstufe des Vitamin A –, B-Vitamine und Vitamin E enthalten sowie in hohen Konzentrationen Calcium, Eisen und Magnesium."

Im Zusammenhang mit Spirulina Produkten ist oft die Rede von Vitamin B12-Quelle. Verschiedene Studien konnten aber aufzeigen, dass in Spirulina hauptsächlich B12-Analoga zu finden sind, die keine biologische Wirkung erzielen, sondern unsere Rezeptoren für Vitamin B12 besetzen und uns damit eher schaden. "Die Auslobung von Vitamin B12 gilt als irreführende Werbung, wenn mit krankheitslindernden Effekten geworben wird."

Verwendung in der Küche:

"Jährlich werden etwa 3000 Tonnen Rohmasse Spirulina platensis aus kommerziellem Anbau als Nahrungsergänzungsmittel verkauft. Spirulina ist in Deutschland wie auch die Süßwasseralge Chlorella in Form von Pulver oder Tabletten als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich und wird in (Bio-)Lebensmitteln als nährstoffreiche Zutat verarbeitet (Nudeln, Fruchtriegel, Getränkepulver etc.). ..."

Verwendung in der Medizin:

"In der Alternativmedizin werden Spirulinapräparaten mögliche Effekte gegen Krebs, Viren und Allergien nachgesagt. Die Anwendung von Spirulina-Präparaten senkt möglicherweise die Cholesterin-Konzentration im Blut. Bei den durchgeführten Studien traten jedoch nur geringe Effekte zu Tage, die jeweilige Anzahl der Probanden bei den Studien war zu gering oder das Studiendesign schlecht, so dass bislang wenig verwertbare Ergebnisse vorliegen. ...Dokumentiert ist auch die immunmodulierende Wirkung von Spirulina u. a. bei Allergien als Mastzellinhibitor – Spirulina hemmt die Freisetzung von Histamin aus Mastzellen."


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