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Kurkuma, roh

Kurkuma regt nicht nur die Verdauung an, sondern verfügt auch über andere gesundheitsfördernde Eigenschaften. Des Weiteren ist es Bestandteil von Currypulver.

Kurkuma hat ein süsslich-nussiges Aroma mit einem Hauch von Bitterkeit. Man kann die rohe Wurzel klein schneiden und Salaten beifügen. Die Gebräuchlichste Verwendung ist die Verarbeitung zu Pulver als Basis für Currygewürzmischungen. Kurkuma wächst wild in südasiatischen Wäldern (z.B. in Indien und Indonesien).

Allgemeine Information:

Aus Wikipedia: "Die Kurkuma oder Kurkume (Curcuma longa), auch Gelber Ingwer, Safranwurz(el), Gelbwurz(el) oder Gilbwurz(el) genannt, ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae). Sie stammt aus Südasien und wird in den Tropen vielfach kultiviert."

Inhaltsstoffe:

"Es sind bis zu fünf Prozent typische ätherische Öle sowie bis zu drei Prozent des für die gelbe Färbung verantwortlichen Curcumins enthalten. Das Rhizom wirkt verdauungsanregend."

Verwendung in der Küche:

"Das Rhizom ähnelt stark dem des Ingwers, ist jedoch intensiv gelb, das geschälte Rhizom wird frisch und getrocknet als Gewürz und Farbstoff verwendet.

"Frisch hat der Wurzelstock einen harzigen, leicht brennenden Geschmack, getrocknet schmeckt er mildwürzig und etwas bitter – er wird vor allem gemahlen wegen seiner Färbekraft verwendet, beispielsweise als wesentlicher Bestandteil von Currypulver. ...

Während in Indien meistens getrocknetes Kurkuma verwendet wird, ist in Südostasien, beispielsweise in der thailändischen Küche, die Verwendung der frischen, geriebenen Knolle verbreitet. In der westlichen Küche spielt Kurkuma eine untergeordnete Rolle als Bestandteil von Currypulver, als billiger Safranersatz oder als Farbstoff in der Lebensmittelindustrie, etwa für Senf, Teigwaren oder Kurkuma-Reis."

Medizinische Verwendung:

"Kurkuma wirkt anregend auf die Magensaftproduktion. ... Die in einigen Curcuma-Arten enthaltenen gelben Farbstoffe, allen voran Curcumin, weisen u. a. krebshemmende, antioxidative und entzündungshemmende Wirkungen auf ...

Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Curcumin zum Abbau des Tumorsupressorproteins p53 beitragen und so das Wachstum von p53-kontrollierten Krebszellen fördern könnte. ... Ein wissenschaftlicher Nachweis dieser Mechanismen an menschlichen Versuchspersonen erfolgte bisher nicht.

Curcumin wirkt durch die Hemmung der Enzyme Cyclooxygenase-2, Lipoxygenase und NO-Synthase entzündungshemmend. Diese Wirkung von Curcumin konnte u. a. bei Patienten mit Knie-Arthrose nachgewiesen werden. Die Verminderung von Entzündungen wird zugleich als Ursache der krebshemmenden Wirkung angenommen.

Die krebshemmende Wirkung ist mit mehreren Untersuchungen belegt worden: Es kann Darmpolypen zurückdrängen und damit Darmkrebs vorbeugen, wie eine Studie mit Patienten mit familiärer adenomatösen Polyposis (bei dieser Erbkrankheit bilden sich Hunderte von Polypen im Darm, unbehandelt entwickelt sich Darmkrebs) zeigte. Durch die Einnahme von Curcumin ging die Zahl der Polypen um 60 Prozent zurück. Die Größe der verbliebenen Polypen reduzierte sich im Schnitt um 50 Prozent. Außerdem kann Curcumin die Bildung und Ausbreitung von Metastasen bei Brustkrebs hemmen. Das haben Wissenschaftler der Universität von Texas in Houston in Experimenten mit Mäusen herausgefunden. Die aus der Gelbwurz gewonnene Substanz könnte besonders wirksam in Kombination mit dem Wirkstoff Paclitaxel sein, einem gängigen Mittel bei der Behandlung von Brustkrebs. Einige epidemiologische Studien zeigen zudem ein antikanzerogenes Potential und damit eine mögliche chemopräventive Wirkung bei Prostatakrebs.

Curcumin unterstützt offenbar auch die Knochengesundheit: Es senkt die Konzentration des RANK-Liganden ... Wegen dem First-Pass-Effekt ist die Bioverfügbarkeit von Curcumin gering. Mikroemulsionen steigern die Bioverfügbarkeit um ca. 350 % (Meriva) bis zu 5000 % (Arantal, D: Curcuflex)."

Wissenswertes:

"Kurkuma sollte dunkel und nicht zu lange gelagert werden, da die Farbe bei Licht schnell verblasst und es an Aroma verliert."