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Kirsche bzw. Süsskirsche, roh

Die Kirsche bzw. Süsskirsche, auch Vogel-Kirsche genannt, hat einen besonders roh gut zur Geltung kommenden süsslichen Geschmack, der vielseitig verwendbar ist.
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Als Kirsche bzw. Süsskirsche bezeichnet man im Obsthandel und Volksmund die roh verzehrbaren Steinfrüchte der Zuchtform Knorpel- und Herz-Kirsche, welche beide von der im Kaukasus vorkommenden Wildform Wilde Vogel-Kirsche abstammen. Während Knorpelkirschen eher festfleischig sind, ist das Fruchtfleisch der Herzkirschen sehr weich und saftig. Die zur Familie der Rosengewächse zählende Pflanzenart wird weltweit in den gemässigten Zonen angebaut, wobei sich der Grossteil in Europa befindet. Da Kirschen nach dem Pflücken nicht mehr nachreifen, müssen Sie reif geerntet werden. Ihre Erntezeit liegt zwischen Juni und August. Besonders lecker schmecken sie frisch gepflückt. Im Gegensatz zur Sauerkirsche ist das Fruchtfleisch ist süss und bei den Wildformen leicht bittersüss. 

Allgemeine Information:

Aus Wikipedia"Die Vogel-Kirsche (Prunus avium) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Prunus in der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Der Namenszusatz avium leitet sich vom lateinischen Wort avis für Vogel ab und bezieht sich auf die Früchte, die gern von Vögeln gefressen werden. Doch auch der Mensch isst gerne die Früchte der Vogel-Kirsche, insbesondere die von Zuchtformen.

Von der Wildform Wilde Vogel-Kirsche (Prunus avium subsp. avium) sind die Zuchtformen Knorpel-Kirsche (Prunus avium subsp. duracina) und Herz-Kirsche (Prunus avium subsp. juliana) abgeleitet. Diese kultivierten Formen sind vor allem durch größere Blätter sowie größere und süßere Früchte ausgezeichnet und werden im Allgemeinen als Süßkirsche bezeichnet."

Inhaltsstoffe:

Die Süsskirsche ist sehr mineralstoffreich. Enthaltene Mineralstoffe sind unter anderem: Kalzium, Magnesium und Eisen. Auch Zink ist in verhältnismässig grossen Mengen vorhanden. Des Weiteren sind auch verschiedene Vitamine enthalten. Zu diesen gehören: Vitamin A, B1, B2, B6, C und E. Zudem beinhalten die Früchte auch bioaktiven Substanzen wie die licht- und temperaturempfindlichen Anthocyane (Pflanzfarbstoffe), die eine antioxidative Wirkung haben.

Der Kirschkern enthält Blausäure und ist daher nicht zum Verzehr geeignet.

Verwendung in der Küche:

Frisch vom Baum geerntete Kirschen schmecken immer noch am besten. Doch die Süsskirsche lässt sich auch in gekochter Form für eine Vielzahl an Gerichten verwenden. Neben dem Einsatz für Desserts und Süssspeisen, beispielsweise als Bestandteil von Kuchen, Strudeln und Aufläufen, lassen sich Süsskirschen gut zu Kompott, Marmelade oder Saft weiterverarbeiten.

Systematik und Unterarten:

"Die Vogel-Kirsche wird innerhalb der Gattung Prunus zusammen mit der Sauer-Kirsche (Prunus cerasus) und der Steppen-Kirsche (Prunus fruticosa) in die Sektion Cerasus der Untergattung Cerasus gestellt.

Von Prunus avium werden drei Unterarten unterschieden:

  • Die Wilde Vogel-Kirsche oder Waldkirsche (Prunus avium L. subsp. avium) ist die Wildsippe. Ihre Blätter sind klein. Die Früchte sind schwarz, klein und haben einen Durchmesser von weniger als einem Zentimeter. Das Fruchtfleisch schmeckt bittersüß und ist nur wenig saftig.
     
  • Die Knorpelkirsche (Prunus avium subsp. duracina (L.) Schübler et G. Martens), regional auch Krachkirsche, Knubber oder Knupper, hat sehr große Blätter. Die Früchte sind meist schwarzrot, manchmal auch weiß, groß und haben einen Durchmesser von mehr als einem Zentimeter. Das Fruchtfleisch ist gelb oder rot, knorpelig und fest.
     
  • Die Herzkirsche oder Weichkirsche (Prunus avium subsp. juliana (L.) Schübler et G. Martens) hat größere Blätter als die Wildsippe. Die Früchte sind meist schwarzrot, gelb oder weiß und sehr groß, ihr Durchmesser beträgt mehr als einen Zentimeter. Das Fruchtfleisch ist rot oder schwarzrot, weich und sehr saftig."

Ökologisch angebaute Kirschen verwenden:

Aufgrund der im konventionellen Obstanbau vorherrschenden Vorschrift, dass nur jene Kirschen für den Handel geeignet sind, welche eine maximale Madenbefallsquote von 2% nicht überschreiten, ist die Verwendung von Insektiziden oft unabdingbar. Denn der wirtschaftlich bedeutsamste Schädling ist die Kirschfruchtfliege (Rhagoletis cerasi), deren Larven sich in den Früchten von Vogel-Kirschen (Prunus avium), Sauerkirschen (Prunus cerasus), Heckenkirschen (Lonicera), Schneebeeren (Symphoricarpos) und Gewöhnlichen Traubenkirschen (Prunus) entwickeln. Die dagegen eingesetzten Insektenvernichtungsmittel haben meist schädliche Auswirkungen auf die Umwelt und können in geringen Bestandteilen auch auf die Früchte gelangen. Im Gegensatz zu der konventionellen Landwirtschaft nutzt man beim ökologischen Anbau umweltfreundliche Methoden (engmaschige Netze und insektenschädigende Fadenwürmer) und somit schützen Sie als Konsument die Umwelt und sich selbst vor möglichen Pestizidrückständen.

Lebensraum und Verbreitung:

"Die Wilde Vogel-Kirsche wächst in krautreichen Laub- und Nadelmischwaldgesellschaften wie Eichen-Hainbuchen-, Buchen-, Ahorn-Linden-Steilhang- oder Erlen-Ulmen-Wäldern. ... Die Vogel-Kirsche ist als wärmeliebendes Halbschattengewächs außerdem an Waldrändern, in Hecken, auf Steinrücken, in Holunder-Kirschen-, Schneeball-Hartriegel- und Schlehen-Gebüschen sowie in höheren Lagen auch in den Vorwaldgesellschaften von Rotbuchenwäldern zu finden. Die bevorzugten Böden sind frische (sickerfeuchte), mittel- bis tiefgründige, nährstoff- bis basenreiche Lehm- oder Mullböden. In den Alpen erreicht die Vogel-Kirsche Höhenlagen bis 1700 Meter, im Kaukasus bis 2000 Meter. "

"Das natürliche Verbreitungsgebiet umfasst das submeridionale bis gemäßigte Europa, die nördliche Türkei, Kaukasien, Transkaukasien und den nördlichen Iran. Die nördliche Verbreitungsgrenze liegt im Westen Europas bei ungefähr 54° nördlicher Breite, im Osten auf einer Linie von Minsk über Kursk und Woronesch bis Rostow und im südlichen Mittelasien. In Skandinavien ist die Nordgrenze aufgrund der Schwierigkeit, Wild- und Kulturformen zu unterscheiden, unklar. Eingebürgert wurde die Vogel-Kirsche in Nordafrika, im südlichen Turkestan, Vorderindien und im östlichen Nordamerika."

Wissenswertes:

"Die Vogelkirsche gehört zu den Obstbäumen, die als Barbarazweig verwendet werden können. An Zweigen, die am 4. Dezember (Barbaratag) im warmen Zimmer in die Vase gestellt werden, erscheinen noch vor Weihnachten Blüten."

Aus "de.wiktionary.org": Die Redewendung "mit jemandem ist nicht gut Kirschen essen ... geht auf ein heutzutage nicht mehr gebräuchliches Sprichwort zurück. Dieses lautete "Mit hohen Herren ist nicht gut Kirschen essen, sie spucken einem die Kerne ins Gesicht" oder "Wer mit Herren Kirschen essen will, dem werfen sie die Stiele in die Augen". Dieses ist seit dem späten Mittelalter belegbar und kommt in der Fabelsammlung „Der Edelstein“ des Predigermönchs Ulrich Boner vor. ... Das Sprichwort stellte eine Warnung vor den Launen vornehmer Herrschaften dar. Diese aßen das Fruchtfleisch der als Naschwerk begehrten Süßkirsche und ließen die einfachen Leute deren unterlegene Stellung noch dadurch spüren, dass sie ihnen als Erniedrigung die Kerne oder Stiele entgegenspuckten beziehungsweise entgegenwarfen."


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