Stiftung für Gesundheit & Ernährung

Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

Agavensirup, Süssstoff

Der als Süssstoff verwendete Agavensirup ist gut löslich, sowohl in kalten als auch in warmen Substanzen. Er ist für Veganer eine gute Honig-Alternative.
99/00/01
Drucken

Agavensirup ist ein aus der Agave gewonnener Süssstoff, der häufig als Zuckerersatz zum Süssen kalter oder warmer Getränke Verwendung findet. Allerdings ist von übermässigem Konsum aufgrund des hohen Fructosegehalts abzuraten, selbst wenn einige Medien das Produkt wegen seines tiefen glykämischen Indexes als ideales Süssunsgmittel anpreisen.

Allgemeine Information:

Aus Wikipedia"Agavensirup (auch Agavendicksaft genannt) ist ein Süßungsmittel, das auf Basis verschiedener Arten der Agave in Mexiko produziert wird. Agavensirup ist süßer als Honig, jedoch weniger dickflüssig."

Inhaltsstoffe:

"Agavensirup besteht hauptsächlich aus Fructose und Glucose, wobei der Fructose-Anteil deutlich überwiegt. Fructose (Fruchtzucker) hat einen sehr niedrigen glykämischen Index, und so sind der glykämische Index und die glykämische Last des Agavensirups auf Grund des hohen Fructose-Anteils mit die niedrigsten unter allen verfügbaren Süßungsmitteln.

Allerdings kann der hohe Fructose-Anteil auch negative Wirkungen haben. So kann er gegebenenfalls Fructosemalabsorption auslösen und zum Metabolischen Syndrom beitragen sowie zu Hypertriglyceridämie, zu verringerter Glucose-Verträglichkeit und zu verstärkter Harnsäure-Bildung führen."

Verwendung:

"Agavensirup wird oft als Ersatz für Zucker oder Honig in Rezepten benutzt. Insbesondere Veganer nutzen Agavensirup als Ersatz für Honig. Weiterhin wird er zum Süßen kalter Getränke wie Eistee benutzt, da er schnell löslich ist.

Agavensirup wird in durchsichtigen, bernsteinfarbenen, dunklen und rohen Varianten verkauft. Der durchsichtige Agavensirup hat einen nahezu neutralen Geschmack und findet daher manchmal in eher mild gewürzten Speisen Verwendung. Der bernsteinfarbene Sirup hat einen mittelstarken Karamellgeschmack und wird daher in Speisen und Getränken mit stärkerem Eigengeschmack verwendet. Der dunkle Sirup hat eine starke Karamellnote und verleiht Speisen einen ganz eigenen Geschmack. Die dunkle Version ist ungefiltert und enthält daher eine höhere Konzentration der Agave-Mineralien. Die dunkleren Varianten werden oft zur Süßung und Garnierung verwendet, z. B. für Pfannkuchen oder Waffeln. Roher Agavensirup hat einen neutralen, milden Geschmack."

Herstellung:

Zur Herstellung wird der innere Kern einer mindestens 8-jährigen Pflanze vor dem Erblühen entfernt. Aus dem entstandenen Loch kann man täglich bis zu 1,5 Liter des süssen Saftes über einen Zeitraum von einem Jahr entnehmen. Der Saft wird gefiltert und erhitzt, wodurch sich die in ihm enthaltenen Polysacharide in Einfachzucker umwandeln. Roher Agavendicksaft wird im Vakuum bei maximal 45 °C eingedickt, wobei die Temperatur von 45 °C nie überschritten wird.

Die Farbe des resultierenden dickflüssigen Saftes reicht von durchsichtig bis Bernsteinfarben.

Worauf man bei Kauf und Konsum achten sollte:

Da es je nach Land keine strikte Regelung für das Label "Raw" gibt, sollte man sich als Rohköstler gut über die Herstellung des als roh umworbenen Produktes informieren. Selbst unter entsprechend schonenden Herstellungsverfahren ist Agavendicksaft kein naturnahes Produkt. Manche Hersteller werben auch damit, dass im Agavennektar bzw. Agavensirup Inulin vorkommt, ein präbiotischer löslicher Ballaststoff, den man oft im Zusammenhang mit gesundheitsförderlichen Eigenschaften bzgl. Mineralstoffaufnahme und Darmflora nennt. Allerdings beinhaltet das Endprodukt meist kaum noch Inulin, da man dieses mithilfe von Enzymen in verwertbare Zucker umwandelt, unter anderem in Fructose. Der überdurchschnittlich hohe Fructoseanteil, der einerseits den tiefen glykämischen Index bewirkt, kann andererseits in hohen Mengen gesundheitliche Konsequenzen haben, die noch schädlicher sind als eine vergleichsweise höhere glykämische Last. Es gilt also wie so oft im Leben, die Menge macht das Gift.

Alternativen zu dieser Alternative:

Naturbelassene Früchte wie Datteln (speziell organische Medjool-Datteln) oder aber selbst gepresste süsse Fruchtsäfte sowie Stevia-Blätter sind eine gute Möglichkeit Gerichte zu süssen. Eine andere, nicht für alle Veganer und Rohköstler vereinbare Variante ist roher Bienenhonig.

Wissenswertes:

Agavensirup zeigt eine geringe Kristallisationsneigung und eine gute Gelierfähigkeit.


Drucken