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Gefüllte Pilze

Gefüllte Pilze sind ein einfaches roh-veganes Pesto-Rezept mit wenigen Zutaten. Das Zubereiten einer Pesto, also einer italienischen Paste, ist erklärt.

Vegane Rohkost

15min   mittel


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Zutaten (für Person, )

Für die Pilzgrundlage
2 Stk. grossZucht-Champignons, roh
(96 g)
Für die Pesto
5 Tomaten, getrocknet oder sonnengetrocknet
(25 g)
25 gMandeln
1 BundPetersilie, frisch
(30 g)
50 mlOlivenöl
(46 g)

Nährwerte pro Person Frau Mann
Energie 645 kcal 32,2 % 25,8 %
Fett/Lipide 59 g 84,9 % 74,3 %
davon gesättigte Fette 7,4 g 37,2 % 24,8 %
Kohlenhydrate 21 g 7,8 % 6,2 %
davon Zucker 13 g 14,0 % 11,5 %
Ballaststoffe 8,2 g 32,6 % 32,6 %
Proteine (Eiweiss) 13 g 25,3 % 21,1 %
Kochsalz (Na)126 mg 5,2 % 5,2 %
Eine Portion wiegt 222g. Empfohlene Tagesdosis nach GDA.
Fett/Lipide
Kohlenhydrate
Proteine (Eiweiss)
Kochsalz

Küchengeräte

  • Pürierstab/Stabmixer
    oder Standmixer

Zubereitungsart

  • Nur Handarbeit, keine Erhitzung
  • mixen

Zubereitung

  1. Für die Pilzgrundlage
    Den Strunk und die Lamellen der Pilze entfernen.

  2. Für dieses Rezept ist es ratsam extra grosse Champignons zu kaufen, damit sich die Füllung möglichst vollständig unterbringen lässt.

  3. Für die Pesto
    Getrocknete Tomaten und Petersilie wiegen (Wiegemesser) oder mit einem Messer in Stücklein schneiden. Anschliessend zusammen mit Mandeln und Öl mittels Mixer zu einem Pesto verarbeiten.

  4. Die Pesto darf ruhig noch etwas grobkörnig sein, deshalb sollten Sie sie nicht zu lange bearbeiten.

  5. Die Pilze mit dem Pesto befüllen und servieren.

  6. Als Verzierung können Sie, wie auf dem Bild ersichtlich ist, eine Mandel auf die gefüllten Pilze stecken.


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Buch
Rohvegan: Mein 4-Wochen-Selbstversuch
Rohvegan
compassion media Verlag Münster, Claudia Renner
Weitere Bilder (5)
Bestellmöglichkeiten

Rohvegan, ein überzeugender 4-Wochen-Selbstversuch mit veganer Rohkost. 58 einfach zubereitbare aber pfiffige und schmackhafte Rohkostrezepte beweisen das.

In ihrem Buch Rohvegan beschreibt Claudia Renner ihren Einstieg in die rohe und vegane Ernährung. Die Autorin macht einen mutigen Schritt und läßt den Leser teilhaben an ihrer Umstellung auf rohvegane Ernährung. Seit ihrer Kindheit ist Claudia Renner Vegetarierin. Durch das Buch Tiere essen von Jonathan Safran Foer hat sie den Einstieg in die vegane Ernährung gefunden. Die Autorin beschreibt auch die Rohkost-Ernährung und erklärt detailliert, was darunter zu verstehen ist. Sehr anschaulich dokumentiert sie dies auch durch Begriffsschöpfungen wie Bro(h)t, wodurch die Trocknung der Nahrungsmittel bei Temperaturen unter 50 Grad gemeint ist.

Auf 176 Seiten hat Claudia Renner 58 Rezepte zusammengestellt, die zum grossen Teil auch auf Fotos dargestellt sind.

Inhaltlich gliedert sich das Buch in 2 Teile. Im ersten Teil gibt die Autorin einen Überblick über die rohvegane Ernährung. Sie verweist auf Bücher, die ihr bei der Ernährungsumstellung sehr geholfen haben, empfiehlt Küchengeräte, die für die Zubereitung der Gerichte erforderlich sind. Dies motiviert sehr, die rohvegane Ernährung für sich zu entdecken. Für Einsteiger ist dieses Buch ideal, denn es enthält viele nützliche Informationen zum Thema rohvegane Ernährung. Aber auch der erfahrene Rohköstler wird an diesem Buch Freude haben.

Claudia Renner zögert auch nicht, ihre Sorgen und Einwände mitteilen, wodurch dieses Buch sehr authentisch ist. Für den ersten Teil des Buches hat sich Claudia Renner die Unterstützung der Ernährungsberaterin Soja Reifenhäuser geholt, die die ökotrophologischen Aspekte ganzheitlich darstellt.

Der 2. Teil des Buches enthält die Rezepte, die sich einteilen in Smoothies, Aufstriche/Cremes und Dressings, Vorspeisen, Nudeln und Soßen, Hauptgerichte, Desserts und Zugaben.

Die Gerichte sind überwiegend ohne viel Aufwand zuzubereiten. Trotzdem haben die Rezepte Pfiff und sind sehr schmackhaft.  Das Buch enthält sowohl Klassiker wie Mandelmilch als auch nützliche Begleitzutaten wie Ketschup. Auch Eiscreme und Gemüsenudeln sind zu finden.

Die Autorin gibt zu jedem Rezept eine Einschätzung des Zeitaufwands, der benötigten Küchengeräte und der Zutaten, bei denen besonders auf Rohkostqualität zu achten ist. Viele Rezepte sind durch nützliche Tipps ergänzt, die die Zubereitung vereinfachen.

Auffallend ist, dass es am Ende des Buches kein Rezeptverzeichnis gibt. Dies hat den verblüffenden Effekt, dass der aufmerksame Leser das Buch sehr gewissenhaft durchblättert und sich wirklich erst einmal alle Rezepte in Ruhe ansieht. Diese Auseinandersetzung mit dem Buch hilft auch, die rohvegane Ernährung besser zu verstehen. Der Leser erhält einen sehr guten Überblick über die Vielfalt der Rezepte und kann sich schmackhafte Menus zusammenstellen.

 

Buchbesprechung von Kerstin Petersen, Dr. med. dent., Schweiz

 

... mehr

Hinweise zum Rezept

Hoher Fettanteil: Die empfohlene Tagesdosis nach GDA, also des Verbandes der Europäischen Lebensmittelindustrie, überschreitet dieses Rezept bei Fett. Schon die GDA der Industrie ist gesundheitlich umstritten. Allerdings spielt die Zusammensetzung der Fette eine wichtige Rolle. Bei diesem Rezept wäre es entschieden besser z. B. Rapsöl zu verwenden, das drei Mal mehr (27 %) an mehrfach ungesättigten Fettsäuren enthält. Sonnenblumenöl hätte noch bessere Werte bezüglich mehrfach ungesättigter Fettsäuren. Die essentiellen Fettsäuren, Linolsäure und α-Linolensäure, wären ebenfalls statt 3-21 % bei Olivenöl zu  20-44 % bei Rapsöl, 48-74 % bei Sonnenblumenöl oder gar 68-83 % bei Distelöl vorhanden und somit förderlicher für die Gesundheit.

Pesto: Das heute klassische Pesto entstammt einer Aufzeichnung von 1863 aus der Region Ligurien. Vorgänger war wohl das römische Moretum oder Garum. Angelehnt ist diese Pesto mit getrockneten Tomaten allerdings an Pesto alla siciliana (auch: pesto rosso „rotes Pesto“). Das ist die überregional bekannte sizilianische Variante.

Pesto-Abänderungen: Der Ersatz von Basilikum mit Petersilie ist heute üblich und hier handelt es sich um eine vegane Pesto ohne Parmesan oder Pecorino etc. Klassischerweise zerstampft man die Zutaten im Mörser zu Pesto. (Übrigens, "Pestare" heisst zerstampfen.). Auch sind bei dieser Pesto die Pinienkerne durch Mandeln ersetzt. Beides funktioniert.

Tipps

Wahl der Champignons: Suchen Sie sich pro Person zwei sehr grosse Champignons bzw. Riesenchampignons aus. Alternativ können Sie das Pesto natürlich auch in mehrere kleine Champignons füllen.

Lagerung: Gut im Schraubglas verschlossen hält Pesto im Kühlschrank bis zu drei Wochen, besonders wenn Sie die glatt gestrichene Oberfläche mit etwas Öl als Oberflächenschutz versehen.

Alternative Zubereitung

Anmerkung der Autorin: "Dieses Rezept wirkt auf den ersten Blick sehr einfach, ist jedoch vor allem wenn man Besuch bekommt ein guter Einstieg in einen rohveganen Abend! Man kann die Pilze beispielsweise auch mit Avocadocreme oder Cashewkäse (Anmerkung: Käse aus Cashewkernen) füllen."

Käsige-Note: Wer es gerne herzhaft mag oder mit Käse: Vegane Alternativen für Streukäse und Käsesaucen sind Hefeflocken.

Weniger Öl: Wie bei den Hinweisen angebracht können Sie wahlweise ein anderes Öl für die Pesto verwenden. Generell empfehlen wir aber eine Reduktion der Ölmenge. Am besten Sie nehmen zu Beginn nur wenige Milliliter und geben vorsichtig mehr hinzu, bis die Pesto eine passende Konsistenz erreicht hat.

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