"<p>Zudem d&uuml;rfen Milcheiweisserzeugnisse in Deutschland bis zu 15 % Milchzucker enthalten, in anderen L&auml;ndern erheblich mehr. So oder so d&uuml;rfen Kalziumsalze dabei sein. Allerdings f&auml;llt Milch seit November 2005 unter ein spezielles Reglement f&uuml;r allergene Substanzen. <q>Milch ist in der so genannten Hitliste f&uuml;r Allergene enthalten.</q></p><p>Ausgenommen von der Pflichtangabe von Milchinhaltsstoffen in Lebensmitteln sind lose Ware bei B&auml;cker und Metzger. Deklarationsfrei sind Untermischungen von Milchbestandteilen in Milchprodukten.</p><h3 id=\"2-16-kaumlse-und-unvertraumlglichkeiten-s-283\">2.16. K&auml;se und Unvertr&auml;glichkeiten, S. 283</h3><p>K&auml;se ist eigentlich konzentrierter Quark. Je nach Art der Eiweissgerinnung (Denaturierung) unterscheidet man zwischen Sauermilch- und Labk&auml;se. Sauermilchk&auml;se spielt aber heute nur noch eine Nischenrolle. Fr&uuml;her war es die Resteverwertung bei der Butterung.</p><div class=\"collapsel\">  <h4 class=\"collapsel-title\">Gerinnungsbeschleunigenden</h4>    <div class=\"collapsel-content\">  <p><span class=\"font_menschen\">Maria Rollinger </span>erkl&auml;rt die verschiedenen gerinnungsbeschleunigenden Enzyme, die im Einsatz sind, angefangen vom Lab aus den M&auml;gen von jungen S&auml;ugetieren bis zu pflanzlichen Gerinnungsbeschleunigern, und wie echtes Lab in den 1980er Jahren zur Mangelware wurde. So hat man Labaustauschstoffe mit Schimmelpilzen, Hefen und Bakterien entwickelt.</p>    <p>Diese &auml;ndern den Geschmack des K&auml;ses. Das Lab wirkt vor allem mit dem Chymosin und auch mit Pepsin, wobei man heute Chymosin gentechnisch mit Bakterienkulturen mit entsprechenden Rindergenen herstellt. Es besteht aber keine Kennzeichnungspflicht &uuml;ber die Methode und die Mittel, die man anwendet.</p>  </div>  </div><p>Auf mehreren Seiten erkl&auml;rt die Autorin die Lab-K&auml;seherstellung und die maschinelle K&auml;seherstellung mit kontinuierlichem Prozess mit standardisiertem Fettgehalt durch Zugabe von Rahm oder Milchplasma und erkl&auml;rt, dass sogar die K&auml;sereimilch dazu h&auml;ufig homogenisiert ist.</p><div class=\"collapsel\">  <h4 class=\"collapsel-title\">Die Lab-K&auml;seherstellung und die maschinelle K&auml;seherstellung</h4>    <div class=\"collapsel-content\">  <p><q>F&uuml;r den voll- und halbautomatischen Verfahrensablauf wird die Trockenmasse durch Eiweissstandardisierung im Ultrafiltrationsverfahren und/oder durch Beigabe von Milchpulver, Kaseinpulver, Milch- oder Molkenproteinkonzentrat erh&ouml;ht. Oder ein Teil der aus der Molke des Vortages herausgefilterten Molkenproteine wird der K&auml;sereimilch des folgenden Tages zugef&uuml;hrt.</q></p>    <p>Zur Stabilisierung des gest&ouml;rten Salzgleichgewichtes der Milch kommen Nitrate zum Einsatz und zur Vermeidung von Sp&auml;tbl&auml;hungen Kalziumchlorid, Kalziumphosphat und Citrate. Speziell f&uuml;r Hart- und Schnittk&auml;se gibt man Farbstoffe dazu. Litholrubin BK (E180) ist aber nur in der K&auml;serinde erlaubt, weil es gesundheitlich als sehr bedenklich gilt.</p>  </div>  </div><p>Danach geht die Autorin auf die moderne K&auml;sereifung ein. Man rechnet etwa zehn bis elf Liter Milch als Bedarf f&uuml;r ein kg Hart- oder Schnittk&auml;se. W&auml;hrend man Liebhaberk&auml;se bis zu mehreren Jahren reifen l&auml;sst, sind es nun f&uuml;r Weichk&auml;se 30 Tage, f&uuml;r Schnittk&auml;se drei bis vier Monate und f&uuml;r Hartk&auml;se bis sechs Monate.</p><div class=\"collapsel\">  <h4 class=\"collapsel-title\">Probleme</h4>    <div class=\"collapsel-content\">  <p>Da das w&ouml;chentliche Waschen in Salzwasser der K&auml;seleibe zwecks Vermeidung von Schimmelpilzen zu aufw&auml;ndig ist, schweisst man den K&auml;se entweder in sauerstoffundurchl&auml;ssige Plastikfolien ein und/oder behandelt die Rinde mit pilzwirksamen Antibiotika. Bei der Folienreifung kommen &ouml;fters auch rechteckige K&auml;se mit weniger Platzbedarf in Reifungskisten.</p>    <p>Heute darf man auch Emmenthaler aus pasteurisierter Milch herstellen. Sogenannten Rohmilchk&auml;se darf man bis auf 57 Grad Celsius erhitzen. Die Denaturierung findet aber schon bei wesentlich tieferen Temperaturen statt.</p>    <p><q>Nach neuester europ&auml;ischer Rechtsprechung darf ein K&auml;se nach nur sechsw&ouml;chiger Reifung in Folie - ohne Rinde - als Emmenthalter verkauft werden.</q> Dabei w&auml;ren eigentlich l&auml;ngere Mindeststandards in der K&auml;severordnung vorgeschrieben. Daf&uuml;r setzt man Reifungsbeschleuniger und Aromaverst&auml;rker in Form von Aminos&auml;uren ein, sonst w&uuml;rde dieser K&auml;se niemandem schmecken. (S. 290)</p>    <p>Bevor die Autorin uns auf die Problematik des K&auml;ses weist, geht sie noch auf den Schmelzk&auml;se ein, den man seit Beginn des 20. Jahrhunderts herstellt. Man kann zur Produktion Labk&auml;se verwenden, der wegen Fehlern nicht zum Verkauf gelangen konnte.</p>    <p>Zu Schmelzk&auml;se gibt es gem&auml;ss <span class=\"font_menschen\">Edgar Spreer,</span> &quot;<span class=\"font_publikation\">Technologie der Milchverarbeitung</span>&quot;, Behr&#39;s Verlag (S. 390 bei 7. Auflage, 1995) die gr&ouml;sste Zutatenliste. <q>Neben Schmelzsalzen (Citrate, Phosphate, Laktate), S&auml;uren (Wein-, Zitronens&auml;ure) werden Butter, Butterschmalz, Sahne, Laktose, Molkenpaste, -creme, -pulver, -eiweiss, Stabilisatoren, Farbstoffe und sichtbare Bestandteile, wie beispielsweise Gew&uuml;rze, beigegeben.</q></p>    <p><span class=\"font_menschen\">Maria Rollinger</span><span class=\"font_menschen\"> </span>schreibt zu dem immer beliebteren und sehr preiswerten, aber unter hohen Temperaturen bis zu 110 Grad Celsius im Fabrikprozess als streichf&auml;higen oder schnittfesten hergestellten Schmelzk&auml;se:</p>    <p><q>V&auml;tern und M&uuml;ttern kann nur geraten werden, die ersten Geschmacksteste ihrer Kinder so lange wie m&ouml;glich hinauszuz&ouml;gern, auch wenn oder gerade weil die Werbung f&uuml;r Schmelzk&auml;se gerade das Gegenteil versucht. Denn bei h&auml;ufigem Verzehr der aufgezeigten Zutaten muss man sich schon fast wundern, wenn Allergien ausbleiben.</q> (S. 292)</p>  </div>  </div><p>Sie geht auf Laktose - Eiweisse - Milchs&auml;ure - Galaktose - Histamin und Tyramin im K&auml;se ein. Ganz grob teilt sie K&auml;se ein in je ein Drittel Eiweiss, Fett und Wasser. Obwohl &Auml;rzte und Ern&auml;hrungsberater der Meinung sind, dass K&auml;se f&uuml;r Alaktasier ertr&auml;glich sei, ist nach ihr das Gegenteil der Fall: <q>Alaktasier reagieren auf K&auml;se meistens sogar sehr stark</q>.</p><div class=\"collapsel\">  <h4 class=\"collapsel-title\">Alaktasier</h4>    <div class=\"collapsel-content\">  <p>Fr&uuml;her mag K&auml;se f&uuml;r Alaktasier vertr&auml;glicher gewesen sein, doch heute erh&ouml;ht man die Trockenmasse bei der K&auml;seherstellung durch Eiweissstandardisierung und/oder Milchpulverzugaben, vor allem Laktose. Dazu kommt: Wegen des stark gek&uuml;rzten Reifungsprozesses k&ouml;nnen die Milchs&auml;urebakterien nur wenig Laktose spalten.</p>    <p>Je l&auml;nger der K&auml;se richtig reift, desto weniger Laktose kommt vor, doch sogar der Parmesan enth&auml;lt Laktose. Mit der heutigen K&auml;seherstellung m&uuml;ssen wir mit Zus&auml;tzen von Molkenproteinen, Kaseinen und Milchzucker rechnen. Kuhmilcheiweissallergien sind programmiert. Der K&auml;se enth&auml;lt Galaktose und meist viel Milchs&auml;ure, 500 bis 800 mg in 100g K&auml;se. Besonders Hartk&auml;se enth&auml;lt viel Methionin, <q>eine Aminos&auml;ure, die in zu grossen Mengen ungesund sein kann</q>, schreibt sie vorsichtig.</p>  </div>  </div><p>Je l&auml;nger K&auml;se schliesslich im Laden oder beim Verbraucher lagert, desto mehr gelangt er an die Schwelle der F&auml;ulnis, was Weichk&auml;se-Kenner lieben. Dabei entstehen aber immer mehr biogene Amine, vor allem Histamin und Tyramin und in kleineren Mengen Cadaverin und Putrescin. Biogene Amine entstehen als Endstufe des Eiweissabbaus.</p><div class=\"collapsel\">  <h4 class=\"collapsel-title\">Cadaverin und biogenen Aminen</h4>    <div class=\"collapsel-content\">  <div class=\"redaction-comment-container\"><picture><source type=\"image/webp\" class=\"deferred-image\" srcset=\"data:image/webp;base64,R0lGODlhAQABAAD/ACwAAAAAAQABAAACADs=\" data-srcset=\"https://www.diet-health.info/icon/redactioncomment.png.webp\"><source type=\"image/jpeg\" class=\"deferred-image\" srcset=\"data:image/jpeg;base64,/9j/4AAQSkZJRgABAQEASABIAAD/2wBDAP//////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////wgALCAABAAEBAREA/8QAFBABAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAP/aAAgBAQABPxA=\" data-srcset=\"https://www.diet-health.info/icon/redactioncomment.png\"><img class=\"deferred-image img-fluid\" src=\"data:image/jpeg;base64,/9j/4AAQSkZJRgABAQEASABIAAD/2wBDAP//////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////wgALCAABAAEBAREA/8QAFBABAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAP/aAAgBAQABPxA=\" alt=\"Redaction comment\" data-src=\"https://www.diet-health.info/icon/redactioncomment.png\"></picture><div class=\"redaction-comment-text\">  <p>Cadaverin bzw. Pentamethylendiamin sind Trivialnamen f&uuml;r 1,5-Diamino-pentan, ein Diamin, das durch mikrobielle Zersetzung von Eiweiss aus der Aminos&auml;ure Lysin durch Decarboxylierung entsteht. Als F&auml;ulnisbase ist es Bestandteil der Ptomaine (auch Leichengift genannt). Allerdings besteht &quot;Leichengift&quot; aus einer Vielzahl von Substanzen und ist nicht der Grund f&uuml;r fr&uuml;her gef&uuml;rchtete Brunnenvergiftungen. Das Problem bilden Bakterientoxine (z. B. die Proteine Botulin und Tetanustoxin) oder eine Infektion.</p>    <p>Tyramin entsteht bei der Zersetzung von Eiweissen und ist h&auml;ufig nat&uuml;rlicher Begleitstoff von Nahrungsmitteln, zu deren Fertigung Schritte wie G&auml;rung oder Fermentation geh&ouml;ren, so z. B. viele K&auml;sesorten, <a href=\"https://www.diet-health.info/de/rezepte/zutaten/in/ck5024-tafelwein-rot-sorte-unspezifisch\" title=\"Rotwein\" class=\"internal\">Rotweine</a> oder <a href=\"https://www.diet-health.info/de/rezepte/zutaten/in/di7457-schokolade-dunkel-70-85-kakaotrockenmasse\" title=\"Schokolade\" class=\"internal\">Schokolade</a>. Es ist des Weiteren Inhaltsstoff von Bananen und Misteln &ndash; in den Beeren letzterer sogar in toxischer Konzentration.</p>    <p>Die Autorin erkl&auml;rt die Wirkung von biogenen Aminen im K&ouml;rper und die Probleme, die entstehen k&ouml;nnen, wenn der Darm angegriffen ist oder einen Mangel an Abbauenzymen aufweist. Dann k&ouml;nnen schon kleinste Mengen biogener Amine schwere Beschwerden hervorrufen, <q>denn Histamin ist gerade im gesch&auml;digten D&uuml;nndarm reichlich vorhanden</q>. Solche allergische Direktimmunreaktionen k&ouml;nnen Migr&auml;ne, Magen-, Darm- und Kreislaufbeschwerden verursachen oder bis zum anaphylaktischen Schock f&uuml;hren.</p>    <p>Sie bedauert, dass der Zusammenhang zwischen gastrointestinalen und allergischen Reaktionen kaum erkannt ist, obwohl der sogenannte cheese-effect (K&auml;seeffekt) gel&auml;ufig sei. <q>Viele Alaktasier, die Milchprodukte zu sich nehmen, entwickeln eine chronische Histaminose</q> (Histamin-Intoleranz). Danach beschreibt sie auch das Brot- und K&auml;seordal (Gottesurteil) aus dem Mittelalter.</p>  </div><div class=\"clearfix\"></div></div>  </div>  </div><h3 id=\"2-17-molke-und-laktose-ungeliebter-abfall-s-297\">2.17. Molke und Laktose - ungeliebter Abfall, S. 297</h3><p>Molke, fr&uuml;her K&auml;sewasser genannt, f&auml;llt eigentlich als Abfallprodukt bei der Herstellung von Quark (weniger) und K&auml;se an und besteht aus 94 % Wasser; <q>der Rest ist Milchzucker (4,5 %), Molkeneiweiss (1 %), etwas Restfett und -kasein.</q> Die Autorin sch&auml;tzt den fr&uuml;her ungeliebten Abfall auf weltweit heute 150 Millionen Tonnen j&auml;hrlich. Ins Abwasser geleitete Molke w&uuml;rde in Gew&auml;ssern Fische und Mikroorganismen vergiften.</p><div class=\"collapsel\">  <h4 class=\"collapsel-title\">Molke und neue Produkte</h4>    <div class=\"collapsel-content\">  <p>Molke verdirbt innerhalb von Stunden zu einer f&uuml;r Mensch und Tier ungeniessbaren Br&uuml;he. Im Jahr 2005 produzierte man 2,3 Millionen Tonnen Molkenpulver. Das Pulver ist nahezu beliebig lang haltbar, da vorher ultrahoch erhitzt und zu Pulver konzentriert. Die K&auml;seproduktion hat in den Milchl&auml;ndern in den letzten Jahren dramatisch zugenommen, wobei Europa dann weit mehr als die H&auml;lfte des anfallenden Molkenabfalls verursacht.</p>    <p>Mit Hilfe der Forschung gelang es der Industrie, neue Produkte zu entwickeln. Mit der Herstellung von Molkegetr&auml;nken und anderen Produkten mit Molke kam man dem Ziel n&auml;her, die ungeliebte Molke in Form von Produkten zu verkaufen. Durch zahlreiche Zus&auml;tze geschmacklich zurechtgestutzt oder zu alkoholischen Getr&auml;nken verg&auml;rt, gab es einen entsprechenden Absatz. Bioethanol und Biogas aus Molke sind andere Auswege.</p>    <p>Problematischer sind die versteckten Beigaben von Milchanteilen zu anderen Lebensmitteln. In Europa betrug dieser Beitrag zum Absatz des Magermilchpulvers vor einigen Jahren 50 %. Wie in den USA realisiert, sind in Europa 70 % und mehr f&uuml;r das Jahr 2010 angepeilt gewesen. Heute ist das sicherlich erreicht oder &uuml;bertroffen. Durch Ultrafiltration der Molkenproteine l&auml;sst sich die Trockenmasse von K&auml;se und Quark erh&ouml;hen.</p>    <p>Auch trennt man die Eiweisse und den Milchzucker und setzt sie in Milchprodukten und anderen Esswaren separat ein. Mit <q>partikuliertem Molkenprotein</q> kann man fettreduzierten Produkten ein volles, sahniges und fett&auml;hnliches Mundgef&uuml;hl vermitteln. Doch das erobert jetzt auch die normalen Milchprodukte wie Schnitt-, Weich- und Schmelzk&auml;se, Frischk&auml;se, Joghurt, Buttermilch, Eiskrem und Dessertprodukte. (S. 299)</p>    <div class=\"redaction-comment-container\"><picture><source type=\"image/webp\" class=\"deferred-image\" srcset=\"data:image/webp;base64,R0lGODlhAQABAAD/ACwAAAAAAQABAAACADs=\" data-srcset=\"https://www.diet-health.info/icon/redactioncomment.png.webp\"><source type=\"image/jpeg\" class=\"deferred-image\" srcset=\"data:image/jpeg;base64,/9j/4AAQSkZJRgABAQEASABIAAD/2wBDAP//////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////wgALCAABAAEBAREA/8QAFBABAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAP/aAAgBAQABPxA=\" data-srcset=\"https://www.diet-health.info/icon/redactioncomment.png\"><img class=\"deferred-image img-fluid\" src=\"data:image/jpeg;base64,/9j/4AAQSkZJRgABAQEASABIAAD/2wBDAP//////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////wgALCAABAAEBAREA/8QAFBABAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAP/aAAgBAQABPxA=\" alt=\"Redaction comment\" data-src=\"https://www.diet-health.info/icon/redactioncomment.png\"></picture><div class=\"redaction-comment-text\">  <p>Es gibt sogar Produkte wie &quot;Bleib gesund Molke-Riegel&quot; mit 24 % S&uuml;ssmolkepulver, 7,4 % Molkeproteinkonzentrat und Glukosesirup etc. - und nat&uuml;rlich weitere &auml;hnliche S&uuml;ssigkeiten. F&uuml;r den Kritiker muss der Name &quot;Bleib gesund Molke-Riegel&quot; so richtig zynisch wirken.</p>    <p><span class=\"font_menschen\">Maria Rollinger </span>kommt auch auf das Thema der angeblich gesunden Molkentrinkkuren (Molkenkur), die man in Reformh&auml;usern und &quot;Gesunde-Nahrung-Ecken&quot; von Superm&auml;rkten angepriesen bekommt. Auch die R&ouml;mer hatten das Problem mit der Molke. Nach Fressgelagen praktizierten sie &auml;rztlich empfohlene Darmreinigungen, indem sie frische Molke als Abf&uuml;hrmittel tranken.</p>    <p>Heute sind Molkenprodukte das grosse Gesch&auml;ft, denn Molkepulver hat einen Konsumentenpreis von 13 bis 16 Euro, kostet jedoch nur 50 cents. Zudem: Frische Molke von nat&uuml;rlich ern&auml;hrten K&uuml;hen vergleicht man mit dem hoch prozessierten Abfallprodukt der heutigen Milchindustrie. Fr&uuml;her fanden die Kuren in der N&auml;he von Molkereien statt und so entstanden auch Kurorte.</p>    <p>Jetzt puscht die Industrie Molke bzw. Molkenpulverdrinks aller Geschmacksrichtungen <q>in Fitnessstudios und &auml;hnlich gesunden Pl&auml;tzen</q> und in Billigsuperm&auml;rkten als Gesundheitsdrink und Lifestyle-Produkt. Eigentlich ist es nur ein Abf&uuml;hrmittel - wegen seines zu hohen Milchzuckergehalts.</p>  </div><div class=\"clearfix\"></div></div>  </div>  </div><p>F&uuml;r Milchzucker hingegen ist der Einsatz schwieriger, also hat die EU im Jahr 1999 ein Forschungsprojekt zur Wertsteigerung von Laktose ausgel&ouml;st. Eine Begr&uuml;ndung war: <q><span style=\"font-size:13px\">D</span>as bedeutendste Vermarktungshindernis ist die Laktoseintoleranz der Verbraucher innerhalb und ausserhalb der EU</q> (EC FAIR2-CT96-1048, EC-Projekt). Das Projekt &quot;Fair Flow Europe&quot; (FFE) ist inzwischen abgeschlossen.</p><div class=\"collapsel\">  <h4 class=\"collapsel-title\">Forschungsprojekt zur Wertsteigerung von Laktose</h4>    <div class=\"collapsel-content\">  <p>F&uuml;r die ehemalige Bundesanstalt BAGKF, jetzt Bundesanstalt f&uuml;r Ern&auml;hrung und Lebensmittel, schrieb <span class=\"font_menschen\">G&uuml;nter Brack</span> im Jahr 2000 auf der Homepage unter dem Titel &quot;<span class=\"font_publikation\">Milchzucker f&uuml;r Backwaren - ein Beitrag zum Abbau von Agrar&uuml;bersch&uuml;ssen&quot;</span>:</p>    <p><q>Dem B&auml;ckereihandwerk legte man den preiswerten Milchzucker ans Herz, damit er zuk&uuml;nftig vermehrt im Hefegeb&auml;ck verarbeitet werde, weil es gut f&uuml;r die Teigausbeute und den Geldbeutel des B&auml;ckers sei und angenehmerweise auch nicht als Zusatzstoff deklariert werden m&uuml;sse.</q> (S. 300)</p>    <p>Es ist also durchaus bekannt, dass Alaktasier leiden, wenn sie solche Produkte essen, doch geht man einfach dar&uuml;ber hinweg. <q>Backwarenketten m&uuml;ssen mittlerweile bekennen, dass im Zweifel kein einziges ihrer Produkte milchzuckerfrei ist. ... Wer wird schon seine Darmbeschwerden in Zusammenhang mit dem leckeren Brot bringen, in dem nur Mehl, Salz und Wasser vermutet wird?</q></p>  </div>  </div><p>Resultat: <q>Menschen schlagen sich vermehrt mit Krankheitssymptomen herum, die sie nicht so recht zuordnen k&ouml;nnen. Entz&uuml;ndungen der Verdauungsorgane, Darmprobleme, multiple Allergien und Hautkrankheiten sind nur die prim&auml;r greifbaren Folgen des zus&auml;tzlichen Milchzuckers und -eiweisses in der Nahrung.</q> (S. 304)</p><h3 id=\"2-18-was-hindert-uns-s-305\">2.18. Was hindert uns?, S. 305</h3><p>Auf 13 Seiten fasst die Autorin die folgenden Themen zusammen: Der Geschmack, Irrt&uuml;mer, Der Mythos, Die Aufhebung des Tabus, Verdr&auml;ngung der Zeiten von BSE, Ideologie und Interessen, Milch? Besser nicht!</p><div class=\"collapsel\">  <h4 class=\"collapsel-title\">Der Siegeszug der Milchindustrie</h4>    <div class=\"collapsel-content\">  <p>Milchprodukte sind heute sehr auf guten Biss und Geschmack optimierte Industrieprodukte. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg begann der Siegeszug der Milchindustrie. Von Milch beziehen wir 30 % bis 50 % unserer t&auml;glichen Kalorienaufnahme, was es zuvor nie gab.</p>    <p>Bezeichnend f&uuml;r unsere Zeit: <q>Statt sich ab und zu am anspruchsvollen Geschmack echter K&ouml;stlichkeiten zu laben, wollen, k&ouml;nnen und m&uuml;ssen wir heute dank manipulierter Produkte t&auml;glich vom Pasteurisierten, Homogenisierten, Ges&uuml;ssten, Gelatinestabilisierten, auf mild-cremig-zart Getrimmten naschen.</q></p>    <p>Die Kinder gew&ouml;hnt man fr&uuml;h <span class=\"font_zitat\">&quot;an ihr Gl&uuml;ck&quot;</span> durch Vermischen mit Kakao, Erdbeeren, Vanille etc. Auf die Brote kommt cremiger Schokoladenaufstrich oder Schmelzk&auml;se, phosphatreich und mit Zusatzstoffen wie Milchpulver. Auch Cornflakes und M&uuml;esli bereitet man mit Milch zu.</p>    <p>Die Autorin z&auml;hlt die Verf&uuml;hrer f&uuml;r die Erwachsenen auf: mit frischem Brot (mit viel Gluten) mit Knoblauchbutter oder einer Pizza mit K&auml;se, Cr&egrave;me-fra&icirc;che in der Sauce, Brie, Camembert, Gouda, Parmesan zum Schliessen des Magens, doch noch gefolgt von Eiskrem oder gar Schlagsahne. Die Schokolade als Belohnung enth&auml;lt Milchpulver. F&uuml;r die leichte Kost gibt es Fr&uuml;hlingsquark und Vollkornbrot, Joghurt, Sauermilchk&auml;se, Harzer Roller oder Handk&auml;s&#39; (Handk&auml;se) und der Salat bekommt ein Joghurtdressing.</p>  </div>  </div><div class=\"collapsel\">  <h4 class=\"collapsel-title\">Irrt&uuml;mer, Mythos und Tabu</h4>    <div class=\"collapsel-content\">  <p>Als Irrt&uuml;mer sieht <span class=\"font_menschen\">Maria Rollinger</span> vor allem das Abkoppeln der Milch vom Tier und dass in einer qualvollen Tierhaltung ein Maximum an Leistung bis zum viel zu fr&uuml;hen Tod gefangen ist. Milch ist eigentlich dazu bestimmt, bei K&ouml;rpertemperatur direkt vom Euter oder beim Menschen von der Brust getrunken zu werden. Sie schreibt:</p>    <blockquote>  <p>Der Kern des komplexen Problems liegt tief und ist mit Interessenpolitik einer m&auml;chtigen Wirtschaftslobby und der dazugeh&ouml;rigen akademischen Kreise allein nicht zu erkl&auml;ren. (S. 307)</p>  </blockquote>    <p>Unter dem Titel &quot;Der Mythos&quot; beschreibt die Autorin, wie die uralte Vorstellung m&uuml;tterlicher Nahrung noch eine Rolle spielt und man den historischen Stellenwert der Kuh und der Milch ausnutzt und sofort an das Alte Testament denkt mit dem Land, in dem Milch (f&uuml;r Butter) und Honig, eigentlich Manna gemeint, fliessen.</p>    <p>Zum Thema Tabu erkl&auml;rt sie die Gr&uuml;nde f&uuml;r Hexenverfolgungen, den Ekel vor frischer Milch als K&ouml;rperfl&uuml;ssigkeit einer fremden Art, die heutige Entfremdung von der Herkunft der Milch durch intensive industrielle Verarbeitung, unsere Verdr&auml;ngung von BSE durch die Trennung von Tier und Produkt, was beim Fleisch nicht so der Fall ist.</p>    <p>Sie zeigt, wie Lacto-Ovo-Vegetarier (Vegetarismus) sich eher noch mehr tierische Eiweisse einverleiben als die Normalk&ouml;stler (Omnivore bzw. Allesfresser) und damit oft auch keine gesundheitlichen Vorteile daraus ziehen.</p>    <p>Unter Ideologie und Interessen zeigt die Autorin auf, wie die Halbwahrheiten &uuml;ber Milch, Fett, Eiweiss und Cholesterin aufrechterhalten bleiben und die wenigen kritischen Stimmen fast keine Beachtung in den Medien erhalten.</p>    <blockquote>  <p>Neben der geballten Marktmacht von Nahrungsmittel-, Pharma-, Di&auml;t- und Fitnessindustrie tr&auml;gt h&auml;ufig unkritischer Jounalismus zu dieser Situation bei. Es wundert aus verschiedenen Gr&uuml;nden nicht, dass LeserInnen oft abschalten und neue Ern&auml;hrungsratschl&auml;ge mit einem Achselzucken quittieren. Viele gehen wegen Widerspr&uuml;chlichkeiten dazu &uuml;ber, jede diesbez&uuml;gliche Theorie &uuml;ber Bord zu werfen und nach ihrem Geschmack zu leben. (S. 313)</p>  </blockquote>    <p>Sie geht auch kurz auf die Geschmacksverst&auml;rker wie das Glutamat (eigentlich Glutamins&auml;ure, E620-E625) ein und erkennt, dass wir <q>einer geschmacklich-sinnlichen Dauerverf&uuml;hrung ausgesetzt</q> sind.</p>  </div>  </div><p>Die sauber-weissen Milchprodukte mit uns eingepflanzter Vorstellung (Image) von tradiert, urspr&uuml;nglich, nat&uuml;rlich und gesund sind ein Trugbild.</p><p>Es ist <q>immer ein Endprodukt aus der Milchfabrik, gek&uuml;hlt, in Tanks gestapelt, ger&uuml;hrt, separiert, zentrifugiert, &uuml;ber Plattenw&auml;rmeaustauscher geleitet, durch hunderte Meter Rohrleitungen, Ventile, Pumpen und Homogenisatoren gepresst, in Fraktionen zerlegt, wieder zusammengesetzt.</q></p><p>Nirgends anders hat sich bei Nahrungsmitteln die Fliessbandlogik so stark ausgewirkt (ausser wohl bei Soja).</p><div class=\"collapsel\">  <h4 class=\"collapsel-title\">Milch, Politik und Propaganda</h4>    <div class=\"collapsel-content\">  <p>Sie leitet dann &uuml;ber in &quot;Milch, Politik und Propaganda&quot; und zeigt die hohe politische Brisanz in Milchl&auml;ndern auf. Milch ist Haupteinkommensquelle der Landwirtschaft und unterliegt strengen staatlichen und <q>suprastaatlichen Reglementierung</q> (S. 314). Dabei betont die Autorin den Unterschied und die Integrationsprobleme f&uuml;r die <span class=\"font_institution\">EU</span>-Neumitglieder, bei denen ein Bauer nur wenige Tiere besitzt. Da sind grosse Strukturreformen vorgesehen.</p>    <p>Was in Westeuropa Jahrzehnte dauerte, kommt nun wohl recht schnell. Damit erfahren viele Menschen grosses Leid. Statt der Verbesserung der Lebensbedingungen &auml;rmerer Bev&ouml;lkerungsschichten muss man das Gegenteil erwarten. Die Autorin bringt eine Zusammenfassung der behandelten Themen.</p>    <p>Danach folgen Nennungen und kurze Bemerkungen zu einer ganzen Reihe von B&uuml;chern, die Problematiken der Milch aufzeigen. Sie vermerkt auch, dass die Milchindustrie auf ihrer Welttagung im Herbst 2006 ein &quot;Global Dairy Forum&quot; eingerichtet hat, um ein Gegengewicht zur wachsenden Anti-Milchbewegung zu bauen, gepaart mit verst&auml;rkter Lobbyarbeit. Der Schlusssatz lautet: <q>Ob wir Milch wohl auch gesch&auml;tzt h&auml;tten, w&auml;re sie rot, braun oder gar schwarz?</q></p>  </div>  </div><h2 id=\"3-uumlber-das-buch\">3. &Uuml;ber das Buch<a href=\"#title\" title=\"Go to the top\" class=\"nav-go-to-top\"><span class=\"fa-arrow-up\"></span></a></h2><table>  \t<tbody>  \t\t<tr>  \t\t\t<td style=\"background-color:#eeeeee; width:20%\">Titel</td>  \t\t\t<td style=\"background-color:#eeeeee\"><strong>MILCH besser nicht!</strong></td>  \t\t</tr>  \t\t<tr>  \t\t\t<td>Untertitel</td>  \t\t\t<td>Ein kritisches Lesebuch</td>  \t\t</tr>  \t\t<tr>  \t\t\t<td style=\"background-color:#eeeeee\">Autor(en)</td>  \t\t\t<td style=\"background-color:#eeeeee\">Maria Rollinger</td>  \t\t</tr>  \t\t<tr>  \t\t\t<td>Verlag</td>  \t\t\t<td>Jou-Verlag Erfurt</td>  \t\t</tr>  \t\t<tr>  \t\t\t<td style=\"background-color:#eeeeee\">Erscheinung</td>  \t\t\t<td style=\"background-color:#eeeeee\">2004, aktualisierte und &uuml;berarbeitete Auflage 2007, unver&auml;ndert 2013</td>  \t\t</tr>  \t\t<tr>  \t\t\t<td>Seiten</td>  \t\t\t<td>350</td>  \t\t</tr>  \t\t<tr>  \t\t\t<td style=\"background-color:#eeeeee\">ISBN</td>  \t\t\t<td style=\"background-color:#eeeeee\">978-3-940236-00-5</td>  \t\t</tr>  \t\t<tr>  \t\t\t<td>Bemerkung</td>  \t\t\t<td>Es ist zumindest in deutsch das umfassendste kritische Buch &uuml;ber Milch, das ich kenne. Sehr gut recherchiert.</td>  \t\t</tr>  \t</tbody>  </table><p> </p><div class=\"collapsel\">  <h4 class=\"collapsel-title\">Prof. Dr. Marcel Hebbelinck (Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des VEBU, Vegetarierbund) schreibt als Rezension</h4>    <div class=\"collapsel-content\">  <p><q>Dank vieler aufw&auml;ndiger Werbekampagnen werden Milchprodukte von den meisten Verbrauchern als nahrhaftes, gesundes Nahrungsmittel angesehen. Dieses Erscheinungsbild wurde und wird immer noch durch die Hersteller von Molkereiprodukten sorgf&auml;ltig aufgebaut und durch angeblich wissenschaftlich begr&uuml;ndete Aussagen erh&auml;rtet. </q></p>    <p><q>Dabei wird vor allem auf den relativ hohen Kalziumgehalt hingewiesen. Nur selten werden kritische Fragen gestellt, und wissenschaftlichen Forschungen, die auf m&ouml;gliche negative Wirkungen hinweisen, kommen fast nie zu Wort. Ausnahmen sind das Problem eines Laktasemangels bei einem Teil der Bev&ouml;lkerung sowie eine m&ouml;gliche Milcheiweissallergie.</q></p>    <p><q>Eine Arbeit wie die vorliegende ist daher eher die Ausnahme, eine umfassende &Uuml;bersicht &uuml;ber die verschiedenen Aspekte der Milch und anderer Molkereiprodukte: kulturhistorisch, ethisch, wirtschaftlich-statistisch, &ouml;kologisch, technologisch, juristisch, hygienisch und medizinisch.</q></p>    <p><q>Die Autorin dieses Buches ist Juristin und stiess berufshalber auf dieses Thema bei einem Studium der europ&auml;ischen Richtlinien &uuml;ber Milch und Molkereiprodukte. Sie verfasste &quot; mit sachkundiger Hilfe von Ulrike Martin-Plonka (Ern&auml;hrungsberaterin mit dem Spezialgebiet Behandlung von Lebensmittelallergien) &quot; eine vielseitige, umfassende und kritische Bewertung von Milch und Molkereiprodukten, wobei zahlreiche interessante &quot; manchmal auch unerwartete &quot; Aspekte unter die Lupe genommen werden.</q></p>    <p><q>Dass es viele Menschen gibt, die durch den Verzehr von Milch und Milchprodukten krank werden, war f&uuml;r die Autorin eine v&ouml;llig neue Erfahrung, und deswegen beginnt sie ihr Buch mit einem tiefgehenden Studium des Themas Milch. Vor allem interessant f&uuml;r Ern&auml;hrungswissenschaftler und -berater sowie f&uuml;r &Auml;rzte sind die Auseinandersetzungen &uuml;ber die urs&auml;chliche Beteiligung von Milch und Molkereiprodukten bei der Entstehung von schweren Krankheiten (u.a. Diabetes, Arteriosklerose, Hyperhomozystein&auml;mie, Star, Brustkrebs).</q></p>    <p><q>Durchaus bekannt sind die essenziellen Unterschiede in der Zusammensetzung der Milch beim Menschen und bei den anderen S&auml;ugetieren.</q></p>    <p><q>Wie die Milchkuh immer wieder schwanger gemacht, warum das Kalb der Mutterkuh weggenommen, wie die Kuh maschinell gemolken und wie die Milchproduktion erh&ouml;ht wird, das Problem mit den Wachstumshormonen, die Antibiotika, die europ&auml;ische Gesetzgebung dar&uuml;ber, die ungel&ouml;ste Frage der m&ouml;glichen BSE-&Uuml;bertragung durch Kuhmilch, das sind einige von den vielen Themen, die aufgegriffen werden.</q></p>    <p><q>Auch die &quot;Milch-Kalzium-Knochenbildung-Beziehung&quot; wird gr&uuml;ndlich und kritisch durchleuchtet. Das gleiche gilt sogar f&uuml;r die die neuerliche Behauptung, dass Milch zur Gewichtsreduzierung eingesetzt werden kann.</q></p>    <p><q>Die Autorin erkl&auml;rt, wie es m&ouml;glich wurde, dass der heutige Mensch von relativ m&auml;ssigem Milchkonsum als Naturprodukt direkt vom Bauern &uuml;bergegangen ist zum Massenkonsum des heutigen Industrieproduktes. </q></p>    <p><q>Die Milchindustrie hat seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges, und noch mehr nach 1970 mit der Anwendung von moderner Maschinentechnik f&uuml;r die Milchproduktion, ein exponentielles Wachstum erfahren mit enormer Zunahme des Verbrauchs insbesondere von K&auml;se, Joghurt, Sahne und Milcheis. Es ist auch beeindruckend zu lesen, inwieweit viele verschiedene Nahrungsmittel Milchbestandteile enthalten.</q></p>    <p><q>Dieses Werk mag ab und zu ziemlich kompliziert erscheinen, aber die Lekt&uuml;re ist durchaus faszinierend und lehrreich. Ausserdem wird viel Wert gelegt auf die Erkl&auml;rungen von Begriffen aus der Lebensmittel-Biochemie und der Gesundheits- und Krankheitslehre. Z.B. werden viele interessante Informationen &uuml;ber Milchzucker (Laktose) und Milcheiweiss (besonders Kasein) geboten. Dabei kommen noch viele Tatsachen ans Licht, die man in klassischen Handb&uuml;chern &uuml;ber Ern&auml;hrungslehre meistens nicht findet.</q></p>    <p><q>Maria Rollinger hat die wissenschaftliche Literatur gr&uuml;ndlich durchforstet. Durchgehend gibt es in Fussnoten Hinweise auf Websites, wissenschaftliche Referenzen, zus&auml;tzliche Erkl&auml;rungen. Im Anhang findet man ein Glossar mit h&auml;ufig gebrauchten Fremdw&ouml;rtern und Literaturangaben, Internetadressen und ein Stichwortverzeichnis.<br />  Jeder, der sich f&uuml;r das Thema Milch als weit verbreitetes Nahrungsmittel interessiert, wird dieses Buch mit Gewinn lesen und seine eigenen Schlussfolgerungen daraus ziehen k&ouml;nnen.</q></p>  </div>  </div><div class=\"collapsel\">  <h4 class=\"collapsel-title\">Eine typische Antwort darauf, einer Frau mit Milchprodukteverzicht</h4>    <div class=\"collapsel-content\">  <p><q>Der Beitrag hat mich &uuml;berzeugt. Ich werde das Buch jetzt gleich bestellen. Ich war 35 Jahre lang &uuml;berzeugter Milchprodukte-Fan, nach der Geburt meines Sohnes wurde bei diesem aber eine Kuhmilcheiweissallergie festgestellt und da ich sehr lange gestillt habe, hat mir die &Auml;rztin empfohlen, auch komplett auf Milchbestandteile zu verzichten. Das ist nicht einfach, denn Milch steckt &uuml;berall drin, habe ich festgestellt. Aber f&uuml;r mein Kind habe ich die Entbehrung auf mich genommen und nach wenigen Wochen habe ich festgestellt, dass ich wohl auch eine Milchallergie hatte. </q></p>    <p><q>Nachdem ich mit der Milch aufgeh&ouml;rt hatte, hatte ich keinerlei Akne mehr und mein schlimmer Heuschnupfen (bei dem nicht mal eine Hyposensibilisierung &uuml;ber 4 Jahre geholfen hat) war absolut weg. Seither kann ich der Milch nichts positives mehr abgewinnen, leider werde ich in Restaurants nicht sonderlich ernst genommen, da bekommt man schon mal eine Creme Brulee vorgesetzt, obwohl man vorher auf die Milchallergie aufmerksam gemacht hat. </q></p>    <p><q>Auch in den Augen der meisten meiner Bekannten ist Milch immer noch etwas ganz Gesundes und mein Sohn und ich sind bemitleidenswerte Ausnahmen.</q></p>    <p>Ein Arzt, antwortet darauf mit dem bekannten Spruch: <strong>Kuhmilch ist gut f&uuml;r K&auml;lber.</strong></p>  </div>  </div><p>Die Autorin, Juristin, geb. 1954, hat Lebensumst&auml;nde in anderen L&auml;ndern kennengelernt. <span class=\"font_menschen\">Ulrike Martin-Plonka </span>(begleitete die Recherchen zum Buch) f&uuml;hrt eine Selbsthilfegruppe Laktoseintoleranz und Nahrungsmittelallergien in F&uuml;rth. Der Verlag zeigt auch Webseiten &uuml;ber das Buch: <a href=\"https://www.milchlos.de\" target=\"_blank\" class=\"external\" rel=\"noopener\">www.milchlos.de </a>und <a href=\"https://www.milchbessernicht.de\" target=\"_blank\" class=\"external\" rel=\"noopener\">www.milchbessernicht.de</a> - mit direkter Bestellm&ouml;glichkeit, frei von Versandkosten (Vorauszahlung) und Widerrufsrecht innerhalb von 14 Tagen!</p><div class=\"collapsel\">  <h4 class=\"collapsel-title\">Klappentext</h4>    <div class=\"collapsel-content\">  <p>Wer wissen m&ouml;chte, was es mit Milchhexen und der viel zitierten Milchm&auml;dchenrechnung auf sich hat, seit wann wir massenhaft Milchprodukte konsumieren, wie lange eine Turbohochleistungskuh durchschnittlich lebt, was es mit Klonk&uuml;hen auf sich hat, und was Wissenschaftler im Auftrag der Europ&auml;ischen Union zur heutigen Haltung von K&uuml;hen sagen, warum Milch nicht mehr sauer wird, sondern verdirbt, was unseren Joghurt vom traditionellen Joghurt unterscheidet, wer auf dieser Erde laktoseintolerant ist und warum, welche Krankheiten mit Milchprodukten in Zusammenhang gebracht werden und schliesslich warum wir trotz hohen Milchkonsums unter Kalziummangel leiden, der findet hier Antworten oder die Quellen f&uuml;r weiteres Studium.</p>    <p><strong>&quot;Ein Lebensmittelkrimi, spannend vom Anfang bis zum Ende&quot;</strong>, so die Reaktionen auf das Buch.</p>  </div>  </div><p><div class=\"text-image-container\"><a class=\"lightbox internal\" href=\"/images/u/100001/buecher-gegen-milch-d-und-e.jpg\" title=\"Das überzeugendste von 11 Büchern gegen Milch in Englisch und Deutsch. (&amp;copy; &lt;a href=&quot;https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;CC-by-sa 2.0&lt;/a&gt;, Ernst Erb, Foundation Diet and Health Switzerland)\" data-lightbox=\"image\"><picture><source type=\"image/webp\" class=\"deferred-image\" srcset=\"data:image/webp;base64,R0lGODlhAQABAAD/ACwAAAAAAQABAAACADs=\" data-srcset=\"https://www.diet-health.info/images/f/100001/buecher-gegen-milch-d-und-e.jpg.webp\"><source type=\"image/jpeg\" class=\"deferred-image\" srcset=\"data:image/jpeg;base64,/9j/4AAQSkZJRgABAQEASABIAAD/2wBDAP//////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////wgALCAABAAEBAREA/8QAFBABAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAP/aAAgBAQABPxA=\" data-srcset=\"https://www.diet-health.info/images/f/100001/buecher-gegen-milch-d-und-e.jpg\"><img class=\"image-to-edit deferred-image img-fluid\" src=\"data:image/jpeg;base64,/9j/4AAQSkZJRgABAQEASABIAAD/2wBDAP//////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////////wgALCAABAAEBAREA/8QAFBABAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAP/aAAgBAQABPxA=\" width=\"580\" height=\"635\" alt=\"Das überzeugendste von 11 Büchern gegen Milch in Englisch und Deutsch.\" title=\"Das überzeugendste von 11 Büchern gegen Milch in Englisch und Deutsch.\" style=\"border-radius:16px\" data-url=\"https://www.diet-health.info/de/image/translate/update/20357\" data-src=\"https://www.diet-health.info/images/f/100001/buecher-gegen-milch-d-und-e.jpg\"></picture></a><span class=\"copyright\">&copy; <a href=\"https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed\" target=\"_blank\" class=\"external\" rel=\"noopener\">CC-by-sa 2.0</a>, Ernst Erb, Foundation Diet and Health Switzerland</span></div></p><div class=\"collapsel\">  <h4 class=\"collapsel-title\">Literaturverzeichnis und Beurteilung bei Amazon</h4>    <div class=\"collapsel-content\">  <p>Literaturverzeichnis, S. 318. Ich habe 113 aufgef&uuml;hrte Werke gez&auml;hlt.<br />  Zahlreiche wissenschaftliche Studien f&uuml;hrt die Autorin auf den Textseiten in Fussnoten.<br />  Internetadressen, S. 329 (42 Nennungen); Abk&uuml;rzungen, S. 333; Glossar, S. 335; Stichwortverzeichnis ab S. 345-350</p>    <p>Beurteilung bei Amazon: Das Buch bekam eine hohe Beachtung. Das zeigen (Oktober 2014) 44 Kundenrezensionen. 38 Mal gab es die H&ouml;chstzahl von 5 Sternen (es folgen 4x ****, 1x ***, 1x **, keine mit *)!</p>  </div>  </div><h4>Ausdr&uuml;cke f&uuml;r Suchmaschinen</h4><p>Damit dieser wichtige Beitrag - auch f&uuml;r stillende M&uuml;tter - &uuml;ber Suchmaschinen &ouml;fters auffindbar ist, wende ich hier Terminologien dazu an: Medikamente, Milchpumpe bzw. Muttermilchpumpe bei Trinkschw&auml;che des S&auml;uglings, Muttermilch aber auch Schwangerschaft (Gestation, Gravidit&auml;t), Wundermittel oder Milchspendereflex und Milcheinschuss. Es gibt auch den Ejektionsreflex bzw. Milchejektionsreflex. Das Wort Brustmilch ist vorher nicht verwendet, doch wenn Sie mit Control-F den Ausdruck Muttermilch eingeben, kommen Sie zu den meisten Stellen f&uuml;r das Thema. Verzichten Sie auf cortisonhaltige Cremes oder Salben, sondern verwenden Sie stillvertr&auml;gliche Medikamente, denn auch eingenommene Medis gehen zum Teil in die Muttermilch &uuml;ber. Milchdr&uuml;se heisst beim Menschen Brustdr&uuml;se bzw. weibliche Brust. Milchstau kann zu Brustentz&uuml;ndung f&uuml;hren, darum trinken lassen und die verh&auml;rtete Partie massieren/ausstreichen. Siehe auch Amme. Und bei mamiweb.de:<span style=\"font-size:13px\"> </span><q>Eine f&uuml;r uns heute wohl erschreckende Zahl stammt aus dem Jahr 1780. Von 21.000 in Paris geborenen Kindern, die registriert wurden, kamen 17.000 zu Ammen aufs Land.</q></p>"