aufgrund einer Autoimmunerkrankung setzte ich mich mit der lektinfreien Ernährung nach Dr. Gundry (Buch: Böses Gemüse) auseinander. In seinem Buch empfiehlt er Hirsesorten, die für eine lektinfreien Ernährung geeignet sind. Sorgumhirse und die Sorte Millet. Letzteres finde ich leider ganz schön verwirrend, da eine Verwechslungsgefahr mit dem englischen Begriff "Millet" und der Sorte "Millet" besteht. Ich bin mir sehr unsicher, welche Millet-Hirse ich kaufen kann, da auf den Produkten die Sorte meistens nicht erkennbar ist.
Des weiteren habe ich bei diversen Herstellern angefragt. Die Firma Seeberger verendet Rispenhirse. Diese könnte ich essen, da sie zu der Sorte Millet-Hirse zählt. Ist das richtig?
Zu einer Autoimmunkrankheit können wir nicht Stellung nehmen, da die Fälle zu unterschiedlich sind. Die Sorghumhirsen kennt man eher in Afrika. Die Millethirsen sind bei uns üblich, also Rispenhirsen und Goldhirse. Tatsächlich gibt es Begriffsverwirrungen dazu! Millet in Englisch ist der Überbegriff generell (Sorghumhirsen UND Millethirsen).
Bei Autoimmunkrankheiten gilt es allenfalls mit kleinen Mengen auszuprobieren, auch in Kombination mit Zubereitungsverfahren. Kochen zerstört z.B. Lektine in Hülsenfrüchten.
Wir kennen keine Studie, die nachweist, dass Hirse Lektine enthält. Das ist aber kein Ausschluss. Eine ältere Studie weist auf Weizen und einige weitere Arten der Süssgräser hin, erwähnt aber Hirse nicht.
Dr. Gundry nennt meist keine Quellen für seine Aussagen (Behauptungen!) - und wenn, dann sind es gemäss ZdG irgendwelche Texte aber keine wissenschaftliche Studien. Gundry behauptet das Gegenteil von dem, was man zu Gesundheit weiss, nämlich dass die chronisch kranken Menschen mit westlicher Kost (Fleisch, Fett, Zucker, kein Vollkorn etc.) sich sehr lektinarm ernähren ... Gesund und lange leistungsfähig halten sich Völker mit lektinhaltiger Ernährung wie Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte etc.
Andererseits vertritt Gundry mit seinen erlaubten und verbotenen Lebensmitteln (kein Fastfood, keine Fertigprodukte, keinen Zucker, nur wenig Fleisch oder andere tierische Produkte aber Intervallfasten) sehr gute Ratschläge aber verrennt sich in meist unnötige aufwendige Details. Ich würde keinem Guru folgen, sondern nach den Grundsätzen von Gesundheit und Ernährung suchen.
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aufgrund einer Autoimmunerkrankung setzte ich mich mit der lektinfreien Ernährung nach Dr. Gundry (Buch: Böses Gemüse) auseinander. In seinem Buch empfiehlt er Hirsesorten, die für eine lektinfreien Ernährung geeignet sind. Sorgumhirse und die Sorte Millet. Letzteres finde ich leider ganz schön verwirrend, da eine Verwechslungsgefahr mit dem englischen Begriff "Millet" und der Sorte "Millet" besteht. Ich bin mir sehr unsicher, welche Millet-Hirse ich kaufen kann, da auf den Produkten die Sorte meistens nicht erkennbar ist.
Des weiteren habe ich bei diversen Herstellern angefragt. Die Firma Seeberger verendet Rispenhirse. Diese könnte ich essen, da sie zu der Sorte Millet-Hirse zählt. Ist das richtig?
Ich bin für jede Hilfe sehr dankbar.
Viele Grüße aus Hamburg
Natascha Becker
Bei Autoimmunkrankheiten gilt es allenfalls mit kleinen Mengen auszuprobieren, auch in Kombination mit Zubereitungsverfahren. Kochen zerstört z.B. Lektine in Hülsenfrüchten.
Wir kennen keine Studie, die nachweist, dass Hirse Lektine enthält. Das ist aber kein Ausschluss. Eine ältere Studie weist auf Weizen und einige weitere Arten der Süssgräser hin, erwähnt aber Hirse nicht.
Dr. Gundry nennt meist keine Quellen für seine Aussagen (Behauptungen!) - und wenn, dann sind es gemäss ZdG irgendwelche Texte aber keine wissenschaftliche Studien. Gundry behauptet das Gegenteil von dem, was man zu Gesundheit weiss, nämlich dass die chronisch kranken Menschen mit westlicher Kost (Fleisch, Fett, Zucker, kein Vollkorn etc.) sich sehr lektinarm ernähren ... Gesund und lange leistungsfähig halten sich Völker mit lektinhaltiger Ernährung wie Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte etc.
Andererseits vertritt Gundry mit seinen erlaubten und verbotenen Lebensmitteln (kein Fastfood, keine Fertigprodukte, keinen Zucker, nur wenig Fleisch oder andere tierische Produkte aber Intervallfasten) sehr gute Ratschläge aber verrennt sich in meist unnötige aufwendige Details. Ich würde keinem Guru folgen, sondern nach den Grundsätzen von Gesundheit und Ernährung suchen.