Honig ist nie vegan, da er von Tieren erzeugt wird (auch Butter enthält kaum tierisches Eiweiss und ist dennoch nicht vegan). Eine Person, die Honig konsumiert, ernährt sich nicht vegan. Deshalb gibt es keine Veganer die Honig konsumieren.
Ausserdem besteht Honig hauptsächlich aus Zucker. Und die wenigen (gesunden) Enzyme, die er enthält, werden durch Erhitzen vernichtet. Deshalb ist es kein guter Ratschlag, Honig zum Backen zu verwenden.
Re: Honig ist nicht vegan - und hauptzächlich Zucker
Vielen Dank, Herr Pichler, für Ihren Kommentar und Ihre wertvollen Hinweise.
In unserem Küchenteil stellen wir die kulinarische Vielfalt eines Lebensmittels dar – unabhängig von der Ernährungsweise. Wir empfehlen Honig nicht zum Backen, sondern weisen darauf hin, dass Honig zum Backen verwendet wird. Es ist tatsächlich so, dass Honig fast ausschliesslich aus Zucker besteht und eine Erhitzung (Erwärmungen über 40 °C) die ernährungsphysiologisch wertvollen Inhaltsstoffe zerstört, wie wir dies im Abschnitt zu sekundären Pflanzenstoffen ausführen.
Ob Honig vegan ist, wird in der veganen Community kontrovers diskutiert:
Honig enthält praktisch kein tierisches Eiweiss. Im Gegensatz zu Butter (welche ebenfalls wenig tierisches Eiweiss enthält) wird Honig nicht aus einer tierischen Substanz hergestellt (bei Butter ist es Kuhmilch). Der Honig stammt nicht direkt aus dem Körper der Tiere, sondern wird aus pflanzlichem Nektar hergestellt. Die Bienen verarbeiten diese Stoffe zwar, aber sie produzieren Honig nicht aus ihrem eigenen Gewebe. Mit dieser Sichtweise kann Honig als „pflanzlich verarbeitetes Produkt“ angesehen werden, das jedoch von Tieren hergestellt wird und nicht von Menschen.
Der strikt ethisch motivierte Veganismus lehnt jegliche Form der Ausbeutung gegenüber Tieren ab. Deshalb lehnt diese Form des Veganismus nicht nur tierische Produkte bei der Ernährung ab, sondern auch bei der Kosmetik, bei der Kleidung (Wolle, Leder, Seide) und bei der Unterhaltung (z.B. Tierhaltung, Pferdereiten, Zirkus, Zoo etc.). Für diese Veganer:innen ist Honig nicht vegan, da er von Honigbienen produziert wird. In der konventionellen Imkerei werden oft Praktiken angewendet, die nicht tierfreundlich sind, z. B. das Ersetzen von Honig durch Zuckerwasser, was die Bienengesundheit schädigt. Auf diese Problematik gehen wir im Abschnitt Tierschutz – Artenschutz vertieft ein.
Ob Honig als vegan gilt, hängt deshalb aus unserer Sicht von der persönlichen Definition von Veganismus ab. Wer den Fokus auf Inhaltsstoffe legt, kann Honig als pflanzlich verarbeitetes Produkt sehen. Wer aus Gründen des Tierschutzes strikt vegan lebt, wird Honig als nicht vegan einstufen und deshalb vermeiden. Wir möchten mit unserem Beitrag transparent über Herkunft, Verarbeitung und Verwendung informieren, damit jede:r eine fundierte Entscheidung für sich selbst treffen kann.
Ihren Kommentar nehmen wir gerne zum Anlass, die Kontroverse ausführlicher darzustellen. Nochmals herzlichen Dank!
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Ausserdem besteht Honig hauptsächlich aus Zucker. Und die wenigen (gesunden) Enzyme, die er enthält, werden durch Erhitzen vernichtet. Deshalb ist es kein guter Ratschlag, Honig zum Backen zu verwenden.
In unserem Küchenteil stellen wir die kulinarische Vielfalt eines Lebensmittels dar – unabhängig von der Ernährungsweise. Wir empfehlen Honig nicht zum Backen, sondern weisen darauf hin, dass Honig zum Backen verwendet wird. Es ist tatsächlich so, dass Honig fast ausschliesslich aus Zucker besteht und eine Erhitzung (Erwärmungen über 40 °C) die ernährungsphysiologisch wertvollen Inhaltsstoffe zerstört, wie wir dies im Abschnitt zu sekundären Pflanzenstoffen ausführen.
Ob Honig vegan ist, wird in der veganen Community kontrovers diskutiert:
Honig enthält praktisch kein tierisches Eiweiss. Im Gegensatz zu Butter (welche ebenfalls wenig tierisches Eiweiss enthält) wird Honig nicht aus einer tierischen Substanz hergestellt (bei Butter ist es Kuhmilch). Der Honig stammt nicht direkt aus dem Körper der Tiere, sondern wird aus pflanzlichem Nektar hergestellt. Die Bienen verarbeiten diese Stoffe zwar, aber sie produzieren Honig nicht aus ihrem eigenen Gewebe. Mit dieser Sichtweise kann Honig als „pflanzlich verarbeitetes Produkt“ angesehen werden, das jedoch von Tieren hergestellt wird und nicht von Menschen.
Der strikt ethisch motivierte Veganismus lehnt jegliche Form der Ausbeutung gegenüber Tieren ab. Deshalb lehnt diese Form des Veganismus nicht nur tierische Produkte bei der Ernährung ab, sondern auch bei der Kosmetik, bei der Kleidung (Wolle, Leder, Seide) und bei der Unterhaltung (z.B. Tierhaltung, Pferdereiten, Zirkus, Zoo etc.). Für diese Veganer:innen ist Honig nicht vegan, da er von Honigbienen produziert wird. In der konventionellen Imkerei werden oft Praktiken angewendet, die nicht tierfreundlich sind, z. B. das Ersetzen von Honig durch Zuckerwasser, was die Bienengesundheit schädigt. Auf diese Problematik gehen wir im Abschnitt Tierschutz – Artenschutz vertieft ein.
Ob Honig als vegan gilt, hängt deshalb aus unserer Sicht von der persönlichen Definition von Veganismus ab. Wer den Fokus auf Inhaltsstoffe legt, kann Honig als pflanzlich verarbeitetes Produkt sehen. Wer aus Gründen des Tierschutzes strikt vegan lebt, wird Honig als nicht vegan einstufen und deshalb vermeiden. Wir möchten mit unserem Beitrag transparent über Herkunft, Verarbeitung und Verwendung informieren, damit jede:r eine fundierte Entscheidung für sich selbst treffen kann.
Ihren Kommentar nehmen wir gerne zum Anlass, die Kontroverse ausführlicher darzustellen. Nochmals herzlichen Dank!