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Das Erb-Müesli, ein besonders gutes Frühstück Müsli, Muesli

Das Erb-Müsli, ein besonders gesundes Frühstück, ist eine starke Abwandlung des Schweizer Birchermüsli. Vegan, also ohne Milch, gekeimte oder gerollte Samen etc
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Inhaltsverzeichnis

  1. Erb-Müseli mit kurz gekeimtem Getreide
  2. Erb-Müseli ohne das Keimen
  3. Das glutenfreie Erb-Müesli

Das Rezept für das glutenfrei Erb-Müesli finden Sie hier.

Hintergrund zum Erb-Müesli (Müsli, Muesli)

Bedingt durch einen praktisch unheilbaren Krebs bekam ich 1978 eine durchschnittliche statistische Lebenserwartung von nur noch zweieinhalb Jahren diagnostiziert. Zu diesem Schluss kam eine prospektive Kohortenstudie, die mir Professor Karl Lennert, damals tätig in der Lymphomforschung in Kiel, persönlich zustellte. Heute nennt man diese Krebserkrankung Mantelzelllymphom (MCL, mantle cell lymphoma) - mit immer noch ähnlicher Prognose.

Früher galt dies als zentrozytisches Lymphom, als ein seltenes B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphom, mit der typischen schlechten Prognose. Zwei Gewebsentnahmen im Abstand von zwei Wochen und untersucht in vier Instituten bestätigten meine Krankheit eindeutig. Die Beweise dazu und die weiteren Details über mein Vorgehen dann inkl. Resultaten finden sie hier.

Wegen der kurzen Lebenserwartung (auch mit der besten Behandlung) lehnte ich die empfohlene Behandlung vollständig ab. Nachdem ich den Verlauf und die Chancen gründlich studiert hatte, entschied ich mich, einen eigenen Weg zu gehen, um der Krankehit entgegen zu wirken. Heute kann in seltenen Fällen eine Knochenmark- bzw. Stammzelltransplantation das Leben retten.

Meine Frage war: Warum nehmen Zivilisationskrankheiten zu und treten früher auf, vor allem Krebs? Die Antworten würden uns in diesem Beitrag zu weit führen. Sie finden auf dieser Website diet-health.info weitere, wissenschaftlich basierende Texte darüber.

Zum Glück zeigte sich bei mir eine Thrombozytopenie (zu wenig Thrombozyten bzw. Blutplättchen), die nur bei einem Sechstel der Patienten auftritt. So konnte ich die Krankheit von Zeit zu Zeit durch Ausführen eines einfachen Bluttests überwachen. Ich war mit Stufe 3a (Staging durch Professor G. Martz, Universitätsspital Zürich) diagnostiziert.

Im Alter von 41, mit 5 Kindern, hatte ich nur die Wahl eines sehr frühen Todes oder einer Alternative. Ich habe mich nicht selbst mit Hoffnungen getäuscht, sondern den eigenen Weg kompromisslos eingeschlagen - und dabei nicht an einen Erfolg geglaubt - aber an eine Möglichkeit.

Mein Fazit war: Nur Rohkost zu mir nehmen, wie alle anderen Spezies (die sich Krankheiten in der freien Wildbahn eigentlich nicht leisten können) - und das nur vegan, also ohne tierische Produkte wie Milchprodukte, Eier, Fleisch, Fisch etc. Das Hauptproblem dabei war, dass ich Brot so gerne hatte. Ich musste eine gute Alternative finden.

Alles, was man braucht, um Erb-Müsli zu zubereiten - ausser Bananen. Eigenes Bild.

Hier fehlen nur die Bananen. Unten rechts sehen Sie eine elektrische Quetschmaschine, die man statt des Spriessens einsetzen kann. Oben mittig finden Sie eine Zitruspresse für das "ausschaben" von Orangen und Zitronen, statt reines Pressen. Daneben rechts sieht man die Biosnacky Keimschale.  (Eigenes Bild)

Alle Bilder können Sie mit Klick darauf vergrössern.

Sehr strikte vegane Rohkosternährung

Strikte vegane Rohkost ass ich zu 100% während 7 Jahren, mehr als die Hälfte der Zeit in Teneriffa, wo ich den biologischen Anbau von Bananen entwickelte und diese in den 80er Jahren (via Bio-Grosshändler Schwarzbrot in Hamburg) nach Deutschland exportierte. Meine Thrombozyten fielen bis im Juni 1979 auf 102 tausend, danach abnehmender Tiefflug bis 72 tausend, um sich dann nach und nach zu erholen und Normalwerte anzunehmen.

Betonen möchte ich, dass ich meinen Weg bei Krebs niemandem empfehle! Zur Vorbeugung gegen Krebs und andere Zivilisationskrankheiten empfehle ich aber möglichst vegan zu leben, wenn möglich mit viel Rohkost, solange man noch gesund ist. Endlich hat auch das weltweit sehr anerkannte Buch des hoch dotierten Professors (T. Colin Campbell, USA) über eine riesige wissenschaftliche Untersuchung den Beweis erbracht, dass diese Lebensweise sehr effizient vor Krankheiten schützt: China Study. Den Titel gibt es seit 2011 auch in Deutsch. Siehe die Buchbesprechung hier. Noch wichtiger ist die über Milch und Milchprodukte.

Fresh muesli, picture publ. domain by Markus Kuhn (2006). Rolled oats, orange juice, apple etc.

Das ist kein Erb-Müesli: völlig unnötiger und unpassender Hüttenkäse sowie gekaufte Haferflocken.

Zudem nimmt man für das Erb-Müesli mehrere Samen, die man frisch zubereitet. Den Fruchtsaft stellt man frisch mit einer "Zitronen-Pressreibe" her und mischt die Pulpe (Fruchtfleisch) bei. Damit gelangen die Kohlenhydrate nur allmählich ins Blut und es ensteht kein Heisshunger. (Bild von: Markus Kuhn, 2006, public domain)

Erb-Müesli mit kurz gekeimtem Getreide

Es gibt das bekannte Birchermüesli (Müsli auf Hochdeutsch), doch das basiert auf Milch, kam für mich also nicht in Frage. Mein erstes Müesli basiert auf ca. 35 g nur während 24 Stunden gekeimtem Getreide, ohne Weizen und Roggen, da diese Getreide viel Gluten enthalten. Dazu kommen Samen, frisch gequetscht oder gemahlen. Spriesskorn ist aber nicht überall erhältlich und nicht jedermann möchte die Arbeit (mit Biosnacky) damit verrichten. Dann dient die Variante 2.

Erb-Müesli ohne das Keimen

Zwei Geräte sind notwendig:
1) Zitrus-Reibepresse. Damit bewegt man die halbierte Zitrusfrucht auf einer Art Reibe hin und her. Zu empfehlen ist aber eine Zitrus-Reibepresse mit Elektromotor, der die abwechselnde Bewegung (links- und rechtsdrehend) ausführt. Reines Pressen sollte man nie verwenden, da sonst der Fruchtzucker zu schnell ins Blut kommen kann (Zitronenpresse, Zitruspresse).
2) Getreidequetsche, z.B. Dr. Schnitzer's Stein Flocker, doch empfehle ich auch hier eine elektrische Maschine, wie z.B. Komo Flocman.

Grundlage:
Pro Person nehmen wir  35 g Getreidemischung (Hauptgetreide) plus 25 g der Samen, eine Orange, eine halbe Zitrone, eine Banane und einen grösseren Apfel (oder 1 1/2 kleine).

Getrocknete Bananen, wenn richtig mit weniger als 42 Grad getrocknet, halten zig von Jahren!

Mit Sonnenenergie durch Erzeugung von Warmwasser lassen sich in einem zweiten Kreislauf mit Steuerung über die Temperatur getrocknete Bananen erzeugen. Im Beitrag Erste Bio-Bananen aus Teneriffa, die 20 Bananenbriefe erfahren Sie Details über Aufbau und Betrieb des Bananenanbaus in Tenerife.

Bei getrockneten Früchten kommt es sehr darauf an, dass das Trocknen mit konstanter Temperatur von max. 42 Grad erfolgt. Ich hatte absichtlich Muster in die Schweiz genommen und erst nach 20 Jahren nach Erstellung verzehrt. Bei guter Lagerung schmecken solche getrockneten Bananen noch prima. So war es auch beim eigenen Bienenhonig bei dem der Wassergehalt auch entscheidend ist, da Honig sonst rasch kristallisiert oder im umgekehrten Fall zu gären beginnt.

Achtung: Den Betrieb habe ich stillgelegt und die Firma Schwarzbrot in Hamburg gibt es nicht mehr.

Mischung:
Diese steht bei uns in einem grossen Glas bereit: Das Hauptgetreide, meist Hafer, beträgt 50 %, gemischt z.B. mit je 10 % Gerste, Dinkel, Sesam und (wichtig) Leinsamen. Dazu kommt etwas Hirse, Quinoa und Buchweizen.

Als Hauptgetreide kann man auch die beiden anderen, Gerste oder Dinkel nehmen - oder Roggen, doch der Geschmack von Hafer ist besonders köstlich.
Warum frisch quetschen? Gekaufte Haferflocken sind erhitzt und eigentlich nicht mehr roh, da sonst Bakterien und Pilze das tote Korn wieder in Nahrung für Pflanzen umwandeln würden (Mineralisierung). Weitere Erklärungen dazu siehe weiter unten. Das keimfähige (lebendige) Korn verhindert Befall durch Destruenten aber über Jahrhunderte, wenn richtig gelagert.

Zubereitung:
"Körnermischung" quetschen und in Schüssel geben.
Die Orangen und Zitrone(n) zu Saft reiben und mit dem Fruchtfleisch (wichtig) in die Schüssel geben.
Banane(n) und Äpfel klein schnetzeln, Äpfel mit Schale verwenden (wenn möglich Bio oder gut waschen). Die Abwehrkräfte sind in der Schale!
Bei diesem Verhältnis wird der Saft von der gequetschten Körnermischung aufgesogen.

Weitere Zutaten:
Je nach Saison kommen Lieblingsfrüchte dazu, wie Beeren (Beerenobst), Ananas, wenig Trauben (Weintrauben - wegen Traubenzucker (Glucose) nur wenig) etc.

Würzungen möglich:
Man kann das Müesli noch zusätzlich würzen, doch Gewürze nicht mischen, sondern pro Tag abwechseln mit z.B. Zimt, Vanille, Echter Sternanis, frisch geraffelten Ingwer (Ingwerwurzel, Immerwurzel, Imber, Ingber) etc.
Wer nicht absolut Rohkost nehmen will, kann z.B. etwas (ein Esslöffel) Preiselbeer- oder Hagebutten-Konfitüre beigeben oder Agave-Dicksaft.

Kalorien:
Das Müesli sättigt eigentlich den ganzen Tag, da die Stoffe im Gegensatz zu Teigwaren oder Weissbrot langsam ins Blut gelangen. Dazu verhelfen auch die zahlreichen Ballaststoffe darin. Es kann kein Heisshunger entstehen. Wer aber zunehmen will, schnetzelt z.B. (getrocknete) Datteln dazu oder Nüsse (Nussfrüchte), getrocknete Weinbeeren (Rosinen, Sultaninen, Korinthen, Zibeben) - besonders gesund (sehr stark eisenhaltig) sind auch Mandeln, die wir allerdings separat essen. Dazu trinken wir noch ein Glas frisch gepressten Orangensaft. Voilà! Gekaufter Orangensaft ist nicht zu empfehlen, da der Zucker nicht mehr durch Zellen umhüllt ist und dadurch zu schnell ins Blut kommt.

Ein neues Lebensgefühl:

Natürlich trinken wir keinen Kaffee oder Schwarztee - und rauchen nicht. Man bekommt ein so gutes Lebensgefühl und "Power" (fit statt fett) mit unserer Ernährung, dass man gerne auf das verzichtet. Andrew Oswald von der University of Warwick hat mehr als 100 Studien erarbeitet und kommt zum Schluss, dass schon drei bis vier Portionen Früchte und Gemüse täglich die Stimmung mehr heben als eine Verdoppelung des Einkommens. Es gibt grosse Unterschiede zwischen Lebensmitteln, Nahrungsmitteln oder gar Junkfood (wie z.B. Fruktosesirup!).

Kohlenhydrate und Verwechslungen
Seit wenigen Jahrzehnten fasst man gewisse Lebensmittel wie Teigwaren inkl. Pizza und Brot als Kohlenhydrate zusammen. Das ist eine Unsitte, da dann Menschen glauben, dass man alles weglassen soll, was Kohlenhydrate enthält, wenn es z.B. darum geht um abzunehmen. Dabei sollte die Warnung nur die reinen Kalorienträger mit wenig anderen Stoffen wie Vitamine etc. treffen oder Nahrungsmittel, in denen die Kohlenhydrate "offen liegen". Das wären z.B. Süssgetränke (Limonade) und industriell hergestellte Fruchtsäfte. Die Verwechslung geht soweit, dass mich ein junger Arzt fragte: "Woher nehmen Sie denn die Kohlenhydrate, wenn Sie keine Teigwaren essen?" Kein Witz!

Für die Gesundheit sind Kohlenhydrate absolut wichtig, doch sollten sie möglichst in den natürlichen Zellen, also den Ballaststoffen eingeschlossen sein. Kohlenhydrate in Gemüse und Früchten sind das, was der Körper eigentlich wünscht. Kohlenhydrate spielen neben ihrer zentralen Rolle als physiologischer Energieträger eine wichtige Rolle in biologischen Signal- und Erkennungsprozessen. Ein erfahrener Arzt kann nur warnen vor sog. Low-Carb-Diäten. Da die Nahrungsmittelindustrie interessiert ist, möglichst viel Fertigprodukte umzusetzen, die meist zu viel Salz Zucker und Fett enthalten - und sie auch das Geld haben, um Studien zu finanzieren, ist die wissenschaftliche Faktenlage umstritten. Siehe aber den Film Gabel statt Skalpell von Lee Fulkerson.

Das glutenfreie Erb-Müesli

Gluten bereitet manchen Menschen Probleme. Da die Brotgetreide Weizen (Link industrielastig!) und Roggen auf immer mehr Gluten-Gehalt gezüchtet wurden, um besser herstellbare Brote zu erreichen und auch der Konsum von Teigwaren sehr zugenommen hat, gibt es mehr und mehr Menschen, die an Zöliakie (einheimische Sprue), Glutensensitivität (Glutenüberempfindlichkeit), asymptomatische Zöliakie oder Dermatitis Herpetiformis Duhring leiden. Zu dem kommen aber noch "gewöhnliche" allergische Reaktionen vor.

In der Medizin ist umstritten, ob auch gesund scheinende Menschen von glutenfreier Ernährung profitieren - und gleichzeitig gibt es den Ausdruck "silente bzw. asymptomatische Zöliakie". Also ein Widerspruch: Man weiss oft erst zu spät, ob einem Gluten schadet oder nicht. Deshalb verwenden wir seit längerer Zeit glutenfreie Getreide- und Pseudogetreidesorten zur Herstellung.

Reis, Wildreis und Mais eignen sich nicht gut für das Müesli. Es eignen sich:

Hirse (Sorghum bzw. Sorghumhirse, Mohrenhirse) und Quinoa (Inkareis, Reismelde, Inkakorn, Andenhirse, Reisspinat, Perureis), die wir 24 Std. keimen. Gerne verwenden wir 3-färbige Quinoa.
Hingegen mahlen wir mit der elektrischen Kaffeemühle: Leinsamen (bildet die absolut reichste Quelle an Omega-3-Fettsäuren), Sesam und Buchweizen.

Sehr klein aber auch brauchbar sind Amarant (Amaranthus, Fuchsschwanz, Amaranth, Garten-Fuchsschwanz, Kiwicha) oder Teff (Zwerghirse). Teff stammt aus Äthiopien und ist sehr reich an essentiellen Fettsäuren. Sogar Samen vom Weissen Gänsefuss (Weiss-Gänsefuss, Chenopodium album) wären geeignet, wie man in Indien erfahren kann.

Hafer (eigentlich Saat-Hafer bzw. Echter Hafer, Avena sativa) kann durch die Verarbeitung mit gleichen Maschinen wie Weizen/Roggen Spuren von Gluten aufweisen, doch ist das nur ein Problem für Personen, die an Zöliakie leiden. Für Menschen, die an Zöliakie leiden, gibt es sog. "gf Hafer", also garantiert glutenfreier Hafer, doch reagieren einige Zöliakie-Betroffene auch auf das Avenin im Hafer (Oat sensitivity). Das ist ein Glutelin wie beim Reis das Oryzenin oder beim Mais das Zeanin, bei der Gerste das Hordenin etc.

Hafer eignet sich für Geschmacksabwechslungen, falls die immer wieder verschiedenen Früchte das nicht schon genügend tun. Oben sind noch Gewürze vermerkt. Von Natur aus glutenfrei sind Reis, Mais, Soja, Kichererbsen und Kastanien (Maroni) und die erwähnten: Hirse, Quinoa, Amaranth, Buchweizen, Teff.

Von Natur aus glutenhaltig sind Weizen (Glutenin), Roggen, Gerste, Dinkel, Urdinkel, Grünkern, Emmer, Triticale, Einkorn und Kamut (Khorasan Weizen).

Warum sollten Sie fertige Haferflocken nicht verwenden?

Electrical citrus juicer, right the Biosnacky for sprouting. There are simpler tools and methods.

Links: Elektrische Zitruspresse bzw. "Zitrusreibe", um rasch frisch gepressten Orangensaft herstellen zu können, wobei man auch die Pulpe mitgibt.

Rechts: Ein Biosnaky, ein kleines Gerät zum Keimen oder Ankeimen von Samen, insbesondere Getreide. Es gibt aber ganz verschiedene Methoden und Geräte für das Keimen. Für das Müesli sollten wir lediglich 24 Stunden keimen lassen. Hat man das neue Laden vergessen, dann reichen für Hafer auch 12 Stunden. (Eigenes Bild)

Haferflocken als solche sind sicher zu empfehlen, Wikipedia über Haferflocken: "Haferflocken sind ein Grundnahrungsmittel, das aus Saat-Hafer hergestellt wird. Sie enthalten einen hohen Anteil an Kohlenhydraten (≈70 %), Eiweiß (≈15 %), einen hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren, an löslichen Ballaststoffen (≈10 g/100 g),[1] an Glucanen, wie zum Beispiel dem Schleimstoff Lichenin, Vitamin B1, B6 und E, Zink, Eisen, Calcium, Magnesium und Phosphor. Das im Hafer enthaltene Beta-Glucan kann den Cholesterinspiegel senken und hat positive Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel.[2][3]"

Doch gekaufte Haferflocken sind vielfältig behandelt, unter anderem, damit sie nicht schnell vergammeln. Sie sind nicht roh: "Nach der Reinigung des Rohgetreides werden die Haferkörner mehrere Stunden lang zunächst in Dampf, dann mit trockener Hitze (Darre) behandelt. Bei dieser Behandlung bildet sich das typische nussartige Aroma der späteren Haferflocken. Durch die Hitze wird auch die Aktivität bestimmter Enzyme (Lipasen) geschwächt, die sonst später bei der Lagerung einen ranzigen, bitteren Geschmack verursachen würden. Die Spelzen lockern sich im Trocknungsverfahren und können in einem Trommelschäler oder Fliehkraftschäler (früher: zwischen Mahlsteinen in einem Gerbgang) leicht abgetrennt werden. Nach dem Schälvorgang werden die nun geschälten Haferkörner maschinell auf einem Paddy-Tischausleser ausgelesen. Die geschälten Haferkörner gehen auf einen Grützeschneider, in welchem sie zerkleinert werden. Ihre endgültige Form erhalten die Flocken auf einem Flockierstuhl, in dem die Haferkerne unter großem Druck zwischen zwei Glattwalzen plattgedrückt werden."

Ich kann nicht nachvollziehen, dass das nussartige Aroma bei selbst und frisch gequetschent Körnern fehlen sollte. Auch geht im Wikipedia-Text nicht hervor, dass sie anschliessend leicht geröstet werden, wie man im englischen Text über rolled oats lesen kann: "Rolled oats are traditionally oat groats that have been de-husked, steamed and then rolled into flat flakes under heavy rollers before being stabilized by being lightly toasted. ... Rolled oats that are sold as oatmeal usually, but not always, have had the tough bran removed. They have often, but not always, been lightly baked or pressure-cooked or "processed" in some fashion."

Ein trauriges Ende für meine Rohkost

So kann man sich den innerlichen Zustand vorstellen, der später zu Krebs führen kann.

Das ist ein Sinnbild für den Text am Ende dieses Themas, nicht des Anfangs.

Wie es 1997 innerlich für mich ausgesehen hat, konnte ich in jenem Jahr auch fotografisch festhalten. Eine solche seelische Zerstörung kann einen Krebs entstehen lassen, der sich meist erst nach Jahren manifestiert. Diese Situation erlebte ich 1997 das zweite Mal und beide Male endete das bei mir mit Krebs.

Im Jahr 1985, nach sieben Jahren strikter veganer Rohkosternährung, lernte ich an meinem Wohnsitz in Teneriffa eine Frau kennen, mit der ich eigentlich gerne zusammenleben wollte. Doch rauchte sie sehr stark und ich erklärte ihr, dass ein Zusammenleben deshalb nicht in Frage kommt. Sie gab aber das Rauchen sofort vollständig auf, wollte mich aber bekochen. Diesen Kompromiss ging ich ein. Unsere beiden Kinder wurden 1987 und 1988 geboren. Aber: Im Jahr 1990 hatte man bei Ihr (wir wollten in Australien leben) Brustkrebs diagnostiziert.

Als Anzeichen von Metastasen kamen, versuchte sie etwas unkonsequent auf Rohkost umzustellen. Wir wohnten auf Rigi-Kaltbad. Sie benötigte aber ihren täglichen Kaffee. Kaffee ist aber ein typisches Produkt für Maillard Moleküle. Leider fand ich keinen Wikipediaeintrag in deutsch zum Problem der dadurch entstehenden schädlichen AGEs, sondern nur den in englisch über advanced glycation endproducts (AGE). Zu deutsch gibt es aber den Beitrag zu Glykation.

AGEs sind Stoffe, die eine Rolle bei der Entwicklung oder Verschlechterung von vielen degenerativen Erkrankungen, wie Diabetes, Arteriosklerose, chronische Niereninsuffizienz und die Alzheimer-Krankheit eine Rolle spielen können. Diese schädlichen Verbindungen können fast jede Art von Zelle und Molekül im Körper beeinflussen und man nimmt an, dass sie einen Faktor bei der Alterung und in einigen altersbedingten chronischen Krankheiten bilden. Besonders Raucher sind damit belastet und Röstprodukte wie Kaffee sind voll davon wie auch das Braten und Backen sie fördert. 

1997 verliebte sich Margot in einen Kaffee-Partner und verliess uns. Kurze Zeit später musste sie erfahren, dass der Partner mit einer anderen Frau zusammenlebt. Auf die Wahl gestellt, hat er die Beziehung beendet. Darauf hin hat sich der Krebs explosionsartig ausgebreitet und Margot starb 1999 bei uns via Organisation Exit.

Ein neuer Start

Zu dieser Zeit haben Kathrin und ich, also meine jetzige Frau, eine Patchworkfamilie (Stieffamilie) gegründet, denn ihre Kinder hatten ihren Vater verloren.

Kathrin and I, ca. year 2000. (Blown up from a picture of only 282 pixel.) Kathrin und ich im Jahr 2000. Das Foto stammt aber von einem zu kleinen Bild (vergrössert von 282 auf 933 Pixel). Die Patchwork-Familienzeit war sehr schwierig für uns, denn die Kinder waren traumatisiert.

Das Ganze belastete mich seelisch so stark, dass ich ein Prostataproblem bekam: Am 23.11.2000 ein PSA von 18,4 (Prostataspezifisches Antigen) und freies PSA von 0,79, also Quotient fPSA/PSA von 0,04! Der Urologe empfahl mir die totale Prostataentfernung (Prostatektomie), nachdem sicher war, dass nicht Bakterien im Spiel waren. Bei späterer Untersuchung zeigte sich zudem ein primärer Blasenkrebs (Papillom). Operation und Behandlungen hatte ich in beiden Fällen abgelehnt, um mit Kathrin wieder auf Rohkost zu gehen. Resultat: Am 23.1.2003 hatte ich einen PSA von 2.04. Das Papillom blieb stabil bzw. verkleinerte sich etwa zur Häfte, verschwand aber nicht ganz.

Ich bin nicht mehr so strikt wie in der Zeit der Todesangst, also essen wir auswärts auch gekochte Nahrung. Zum Verlauf der Krankheit würde man sagen "wie ein Wunder". Trotzdem kann ich mein Vorgehen ausdrücklich nicht empfehlen!

Vegan fresh vegetable salad for Lunch.

Unser typisches Mittagessen ist ein Gemüsesalat - immer etwas anders und mit anderen Geschmacksnoten.

Das Essen hier enthält Avocado, Lauch, Fenchel, Chicorée (Brüsseler Salat), gelbe Paprika, einige Rosinen und Apfelessig. (eigenes Bild)

Mit dieser kurzen Geschichte über mich will ich zeigen, dass emotionale Schmerzen und Leiden zu schweren Erkrankungen führen kann. Ich habe versucht, das Beste daraus zu machen, und ich begann 1999 eine Website für Radiosammler. Das Portal ist nun weltweit das grösste seiner Art und zeigt mehr als 250'000 verschiedene Modelle. Ende 2013 begann ich diese Seite "diet-health.info", um wissenschaftlich basierte Informationen über einen gesunden Lebensstil zu schaffen. Das soll der Dank sein, dass ich trotz tödlicher Krankheit (1978) und verschiedenen Problemen im Leben einen positiven Weg beschreiten durfte.


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Kommentare

vom Radiosammeln zu radiomuseum.org zur Gesundheitsseite

Lieber OM Ernst,

ganz zuerst bitte ich meine Redewendungen zu entschuldigen.
Als Heimatvertriebener aus Nordmähren bin ich nicht sehr gewandt in der Hochdeutschen Ausdrucksweise.

Ich darf mich vorstellen als Rudolf Franz Hamele nahezu 73 Windungen auf der Spule, passionierter Amateurfunker und Radiosammler. Von radiomuseum.org bin ich heute abend schicksalsmäßig hierher auf
Deine Seite gekommen. Ich wollte Dir mit diesen Zeilen meinen herzlichen Dank für Deine Aufrichtigkeit in der Schilderung Deines Lebens und der Bewältigung Deiner Krankheit sagen.

Ich habe Borreliose seit ca. 26 Jahren und spüre es als Polyarthritis. Seit einem Jahr nehmen meine Frau und ich abwechselnd jeden Morgen Haferkleie, Hirse und Buchweizen als Brei zu uns. Ich habe Dein Erb Müesli gelesen und möchte gerne auch sowas zu mir nehmen, bin aber totaler Anfänger in Sachen Müesli.

Frage, gibt es Dein Müesli auch für mich als Laie in wesentlich vereinfachter Form zu bewerkstelligen?
73 Rudi DK6NZ.


Rudolf Hamele, 95182 Döhlau NORDBAYERN, 03.02.16 22:51
Ja, das glutenfreie Erb-Müesli ist eigentlich einfach
Ernst Erb, Bild vom Jahr 2003 Lieber OM Rudi
Schön, Dich hier zu treffen. Das bedeutet, dass Du gesundheitsbewusst bist oder geworden bist. :-)
Hoffentlich können wir im März 2016 unsere Rezeptseiten für vegane Kochkost und für rohe Kost veröffentlichen. Wir haben spezielle Daten vorgesehen, doch das bedeutet viel Programmieraufwand. Dann kann ich das Menü ohne alle Bemerkungen beschreiben. Der Trick ist, die Samen wie Leinsamen (bester Lieferant für Omega-3-Fettsäuren), Hirse, Quinoa, Sesam, Buchweizen und Amarant - oder nur einige davon - in einer grossen Schüssel durchmischen, in ein grosses Glas abfüllen und hat so für jeden Tag nur die Mischung ein paar Sekunden nur in der elektrischen Kaffeemühle zu zerschlagen. Dieses griessartige giesst man in den schon "geriebenen" Saft der Orangen und Zitrone oder besser Limette (Lime) und gibt Früchte - zumindest Bananen und Äpfel dazu - und fertig ist es. Alles andere sind Varianten, z.B. Zimt oder Ingwer oder Vanille oder Änis ...

Herzlich grüsst Dich (unbekannterweise)
Ernst, vy 73 de HB9RXQ (EA8GBN)

Ernst Erb, 10.02.16 14:43
Autor
Ernst Erb, Schweiz
Mein Lebenslauf hat mich motiviert, die "Stiftung G+E, Gesundheit und Ernährung" zu gründen. Im Beitrag "Schicksalsschläge, tödliche Krankheit, Gesundheit, Leben!" schildere ich etwas davon. Ein ebenso wichtiger Punkt bildet die Erfahrung aus dem Aufbau von Radiomuseum.org: Es bekommen zu viele Männer bereits ab Alter 65 schwerwiegende Krankheiten. Das gilt sicher auch für Frauen - und ganz allgemein altern wir zu rasch. So lange wie möglich zu leben ist nicht das Ziel, sondern so aktiv, positiv und glücklich wie möglich. Der Weg des geringsten Widerstands führt nicht dazu. Ganz im Gegenteil: nur im Leid schafft man grössere persönliche Veränderungen. Im Alter von 41 Jahren brachte mich die Todesangst vor meinem Krebsleiden dazu, über mein Leben zu reflektieren und auch bezüglich Krankheit selbstverantwortlich zu handeln. Heute bin ich froh, dass ich durch sehr schwierige Lebensphasen gehen musste. Dadurch konnte ich meine Lebensführung so verändern, dass ich auch im achtzigsten Lebensjahr (2015) >60 Stunden pro Woche am PC arbeiten und dabei leistungsfähig bleiben kann. Es ist falsch, so viele Stunden sitzend zu verbringen (früher waren es mehr), doch versuche ich das durch Ausdauersportarten (schnelles Wandern, Bergwandern, seit 2014 auch durch Joggen) und leider nicht immer jeden Tag ausgeführte Übungen (7 Min Workout ab iPhone) auszugleichen. Ich darf aber annehmen, dass die langjährige (Pesci-)vegane Ernährung mit ca. 90% Rohkostanteil den Ausschlag für meine Gesundheit gibt. Leider sind es mit Sicherheit nicht meine Gene. Auch als Angestellter sah ich meine Arbeit nie als Job, sondern als Hobby, das mich interessierte. Als ich eigene (kleine) Firmen aufbaute, war mir das Wohlergehen der Mitarbeiter besonders wichtig. Erfolg oder Misserfolg hing zu einem grossen Teil von ihnen ab. Es war nie mein Ziel, reich zu werden, sondern etwas individuell und intelligent aufzubauen, so dass es vielleicht Erfolg haben kann. Trotzdem kann ich es mir nun erlauben, mit meiner Erfahrung und meinen Möglichkeiten etwas aufzubauen, das interessierten Menschen zugut kommen kann. Zum Glück geben mir auch junge Menschen, die an "diet-health.info" mitarbeiten, das Gefühl echter Teamarbeit. Einige arbeiten mit mir persönlich zusammen, wie ein Software-Entwickler neben einem Studium. Doch mit Skype und TeamViewer ist es möglich, mit geographisch weit verstreuten MitarbeiterInnen zu arbeiten, wie z.B. mit professionellen ÜbersetzerInnen. Selbst Professoren oder Ärzte beteiligen sich an diesem etwas speziellen Projekt, indem sie eigene Texte beisteuern. Unsere Themenbereiche erfassen eigentlich alles, was uns Menschen ausmacht: Gesundheit - Prinzipien/Allg. - Heilkunde - Ernährung - Produktion/Handel - Drogen - Aktivität - Lifestyle - Politik - Wellness - Natur - Umwelt - Persönlichkeit - Ethik - Soziales / Religion. Noch weiss ich nicht, ob "diet-health.info" mit diesem Versuch, den Menschen "nur" solide Zusammenhänge zu vermitteln, auch die notwendige Beachtung erhalten kann. Doch meine ich, dass es reflektierende Menschen gibt, die Zusammenhänge verstehen wollen, statt jedem Modetrend lemmingehaft nachzugehen oder sich zu einem leicht begehbaren Weg (ver-)führen zu lassen. Ob die auch die notwendige Aufmerksamkeitsspanne und den Willen zum Lesen mitbringen? Jedenfalls fehlte mir eine solch umfassende Quelle, die mir ungefärbte Antworten auf wichtigste Fragen geben kann. Deshalb versuche ich diesen "vorher vergeblich gesuchten Hafen" aufzubauen. Hoffentlich habe ich auch die Zeit und Kraft dazu.

... mehr

Publikation

21.02.15 15:38

Geändert am

06.05.16 11:19

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